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03. November 2020

„Zugesperrt wie Spielhallen und Bordelle“

In einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk forderte DTB-Präsident Alfons Hölzl in der Zeit der Coronavirus-Pandemie einen höheren Stellenwert des Sports. "Aktuell wird er zugesperrt wie Spielhallen und Bordelle, er verdient eine andere Wertschätzung. Sport ist nicht nur Spaßbetrieb, er ist Bestandteil unserer Bildung, er ist Kulturgut." Der Präsident des Deutschen Turner-Bundes wies in diesem Zusammenhang gleichfalls darauf hin, dass man sogar darüber diskutieren könne, ob der DTB rechtlich dagegen vorgehen sollte.

 "Dies ist aber nicht unser Ziel, weil wir die Maßnahmen akzeptieren. Wir kommen unserer gesellschaftlichen Verantwortung auch jetzt während des Lockdowns im November nach", sagte der 52-jährige Jurist beim Interview im "Sport am Sonntag".

Aufgrund der aktuellen Regelungen ist beispielsweise in Sachsen ein organisiertes Training für Freizeitsportler aktuell nur allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand möglich. Ausgenommen davon sind Individualsportler sowie Sportler, die dem Bundeskader und Nachwuchskader des Deutschen Olympischen Sportbundes sowie des Deutschen Behindertensportverbandes angehören.

Die Deutschen Meisterschaften in den olympischen Sportarten Kunstturnen, Rhythmische Sportgymnastik und Trampolinturnen werden ab Donnerstag in Düsseldorf ausgetragen.

Für die Orientierungsläufer ist in diesem Jahr nach den Bestenkämpfen im Nacht-OL im Februar die komplette weitere nationale Saison ausgefallen. Einzig in der Sportart Mountainbike-Orienteering fanden im weiteren Jahresverlauf nationale Ranglistenläufe und Deutsche Meisterschaften statt. Der MTB-O ist auf nationaler Ebene im Bund Deutscher Radfahrer organisiert.

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Interview Deutschlandfunk