13. März 2026
Projekt „Klimakompass“
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Wie beeinflussen klimatische Veränderungen den Sport? Diese Frage beschäftigt nicht nur den Orientierungssport, in Zeiten des Klimawandels muss der gesamte organisierte Sport über mögliche Auswirkungen und Handlungsnotwendigkeiten nachdenken. Zu diesem Zweck schrieb der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) im Rahmen des Programms „Klima wandelt Sport“ die Förderung von drei Pilotprojekten aus. Der Orientierungssport erhielt mit dem Projekt „Klimakompass“ den Zuschlag für eines dieser Projekte.
Ziel des Projekts „Klimakompass“ ist es, klimawandelbedingte Veränderungen zu identifizieren, die den Orientierungslauf beeinflussen, und daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten, um diese Auswirkungen zu adressieren. Das Projekt ist dazu in fünf Arbeitspakete aufgeteilt.
Im ersten Schritt werden die Auswirkungen des Klimawandels auf den Orientierungslauf identifiziert. Dazu gehören einerseits Literaturrecherchen zu klimatischen Veränderungen und deren Effekt auf Wald-, Park- und urbane Gelände sowie zu gesundheitlichen Risiken für Orientierungsläufer*innen, beispielsweise aufgrund zunehmender Hitze-Ereignisse. Andererseits werden in Befragungen der Ausrichter vergangener Veranstaltungen organisatorische Herausforderungen identifiziert, beispielsweise durch Borkenkäferschäden, Sturmereignisse oder erhöhte Waldbrandgefahr.
Auf dieser Grundlage werden im zweiten Arbeitsschritt mögliche Konsequenzen für den Orientierungslauf sowie konkrete Anpassungsbedarfe abgeleitet.
Die erarbeiteten Erkenntnisse werden im dritten Arbeitsschritt in einen konkreten Handlungsleitfaden zur Reaktion auf klimawandelinduzierte Veränderungen, insbesondere Extremwetterereignisse, gegossen. Dieser soll Veranstalter, Vereine und weitere Verantwortliche bei der Planung und Durchführung von Trainings und Wettkämpfen unterstützen.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Kommunikation der Ergebnisse. Diese soll auf verschiedenen Kanälen erfolgen, um unterschiedliche Zielgruppen der Orientierungslauf-Gemeinschaft zu erreichen. Geplant sind unter anderem Handreichungen für die Technischen Delegierten, eine Informationsseite auf o-sport.de, sowie Beiträge auf Instagram, in der Jahreskarte und im Podcast „Dickichtgeflüster“.
Die Ergebnisse werden zum Projektabschluss so aufbereitet, dass auch andere Sportarten von den gewonnenen Erkenntnissen profitieren können.
Der Projektantrag stammt aus der Feder von Sabine Rothaug, unterstützt von AGO-Vorsitzendem Steffen Lösch und dem AGO-Verantwortlichen für Umwelt und Naturschutz Nikolaus Risch. Nach der Bewilligung der Förderung übernimmt sie nun gemeinsam mit Leon Kollenbach die Bearbeitung des Projekts. Die Fördersumme für den Projektzeitraum von Januar bis Dezember 2026 beträgt 15.000 €. Hierüber werden laufende Kosten sowie eine Aufwandsentschädigung für die Beteiligten beglichen.
Das Projekt wird vom DOSB und dem Deutschem Turner-Bund (DTB) fachlich begleitet. Innerhalb des Projektzeitraums findet zwischen den Projektteilnehmenden in dem DOSB-Projektteam ein regelmäßiger Austausch statt – im Format KliSpo-Plaudertasse. Zum Ende der Förderzeit werden alle geförderten Projekte im Rahmen einer digitalen Abschlussveranstaltung präsentiert.
Unser Dank gilt den Fördermittelgebern: dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) sowie dem Umweltbundesamt (UBA).
Gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.