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08. März 2026

Baklid gibt sich bei der Ski-OL-WM nur auf der Mitteldistanz die Blöße

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Der Norweger Jørgen Baklid ist mit drei Goldmedaillen in vier Rennen der "König" der diesjährigen Ski-OL-WM.
Foto: Veranstalter
Der Norweger Jørgen Baklid ist mit drei Goldmedaillen in vier Rennen der "König" der diesjährigen Ski-OL-WM.
Foto: Veranstalter

Den Weltmeisterschaften im Ski-Orientierungslauf im japanischen Rusutsu hat der Norweger Jørgen Baklid seinen Stempel aufgedrückt. Dreimal Gold in vier Rennen bedeuteten auch den Gesamtsieg im Weltcup.

17 Jahre, nachdem erstmals die Weltmeisterschaften im Ski-Orientierungslauf in Japan stattfanden, kehrte die Weltelite nach Rusutsu zurück. Das Ski-Resort auf der nordjapanischen Insel Hokkaido war schon 2009 Schauplatz der damaligen WM. Seinerzeit war Jørgen Baklid gerade erst neun Jahre alt, und es war noch nicht absehbar, dass er nun goldmedaillendekoriert aus Asien zurückkehrt.

Schon zum Auftakt im Sprint zeigte er mit klarem Vorsprung seine Klasse, während sich sein Landsmann Styrk Kamsvåg und der Finne Niklas Ekström in einem Herzschlagfinale Silber und Bronze sicherten. Beim anschließenden, sehr fordernden Verfolger musste der Norweger allerdings bis zur Ziellinie kämpfen, auf der er sich in einem wahren Fotofinish gegen den Schweizer Nicola Müller durchsetzte. Bronze ging an den Norweger Teodor Mo Hjelseth. Über die Mitteldistanz schlug dann endlich die Stunde des Finnen Niklas Ekstrӧm, der sich Gold vor seinem Landsmann Pyry Riissanen sicherte. Bronze ging sehr beachtenswert an den fast 40-Jährigen Schweden Andrei Lamov, der eben genau in Rusutsu vor 17 Jahren - damals noch für Russland startend - sein erstes WM-Gold holte.

Die abschließende Sprintstaffel war nichts für schwache Nerven. Bis zuletzt war der Ausgang offen, vier Teams kämpften um den Sieg. Erst auf der Ziellinie sicherte sich Norwegen den Titel vor Finnland und Schweden, während die Schweizer auf dem undankbaren vierten Platz landeten. Das Siegerteam der Norweger bestand aus  - natürlich - Jørgen Baklid und Anna Ulvensøen.

Und auch für sie war es nicht die erste Goldmedaille. Denn die Norwegerin hatte schon den Sprint zum Auftakt in beeindruckender Manier vor der Schwedin Linda Lindkvist und der Schweizerin Delia Giezendanner gewonnen. Doch die Eidgenossinnen sollten noch mehr Grund zum Jubeln bekommen. Denn am Folgetag setzte sich Eliane Deininger in einem ebenso packenden Fotofinish wie bei den Herren gegen die Finnin Nina Karna durch. Bronze ging an die Schwedin Anna Magdalena Olsson. Über die Mitteldistanz meldete sich dann die in den vergangenen beiden Wintern sonst so überzeugende Finnin Amanda Yli Futka zurück, die sich den Titel vor den beiden erneut gut aufgelegten Eliane Deininger und Anna Magdalena Olsson holte. Die Schweizerin und die Schwedin teilten sich zeitgleich Silber. Der Gesamtsieg im Weltcup war der Norwegerin Anna Ulvensøen indes nicht zu nehmen.

Deutschland war durch die beiden Brüder Finn und Ole Wittiber (Skiclub Bonn) vertreten. Während Ole durch das verbotene Queren einer Spur im Sprint und später aus gesundheitlichen Gründen kein Ergebnis ins Ziel bringen konnte, wurde Finn 52. über die Mitteldistanz und 54. im Sprint.

Insgesamt hatten die Japaner erneut eine tadellose WM auf die Beine gestellt in einem anspruchsvollen und steilen Gelände. Garant für das positive Resümee war wieder einmal auch das Wetter mit einer mehr als ausreichenden Schneelage bei milder und sonniger Witterung. Die Ski-OL-Saison geht damit auch international zu Ende. Auftakt für die kommende Saison ist im Dezember.

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Finn (Nr. 54) und Ole (Nr. 55) Wittiber sind die beiden deutschen Teilnehmer bei der WM.
Foto: Veranstalter
Finn (Nr. 54) und Ole (Nr. 55) Wittiber sind die beiden deutschen Teilnehmer bei der WM.
Foto: Veranstalter
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In einem Herzschlagfinale sichert Anna Ulvensøen (re.) Norwegen Gold in der Sprintstaffel. Silber geht an Finnland vor Schweden. Der Schweiz (im Hintergrund) bleibt nur Platz vier.
Foto: Veranstalter
In einem Herzschlagfinale sichert Anna Ulvensøen (re.) Norwegen Gold in der Sprintstaffel. Silber geht an Finnland vor Schweden. Der Schweiz (im Hintergrund) bleibt nur Platz vier.
Foto: Veranstalter
Eike Bruns
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