20. Juli 2026
IOF Generalversammlung 2026
Am Ruhetag der Weltmeisterschaften in Genua fand am gleichen Ort die 33. ordentliche IOF Generalversammlung statt. Beschlossen wurde über ein Strategiepapier für den nächsten Vierjahresturnus, ein Teil des IOF Councils wurde neugewählt und besondere Leistungen für den weltweiten Orientierungssport durch Ehrungen gewürdigt.
Vor zwei Jahren noch scheiterte die deutsche Kandidatin zur Wahl des IOF-Councils, nun wurde Anne Straube (SV Lengefeld) als Mitglied des Gremiums bestätigt. Erfahrung in der Arbeit der International Orienteering Federation sammelte sie bereits durch langjährige Arbeit in der Kommission für Trail-Orienteering, die sie zuletzt als Kommisionsvorsitzende leitete. Sie ist eine von vier Neubesetzungen im Council. Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Neben ihrer Wahl wurde Blair Trewin (Australien) ins Amt eines von drei Vizepräsidenten gewählt, Daniel Wolf (Tschechien) und Jari Kymäläinen (Finnland) besetzen weitere Sitze regulärer Councilmitglieder.
Neben der Teilneubesetzung des Councils verteilte das IOF Präsidium eine Reihe von Ehrungen. Neben den Ehrennadeln in Gold, Silber und Bronze für die Arbeit in der Verbreitung und Entwicklung des Orientierungssport weltweit wurde auch der „Peo Bengtsson“-Preis für die globale Entwicklung des Orientierungssports zum historisch dritten Mal vergeben. Der Preis ging an den Serben Zoran Milovanovic.
Wichtiger Bestandteil der IOF Generalversammlungen ist die Entscheidung über die langfristige Strategie. Die Vision der IOF lässt sich dabei in einem Satz zusammenfassen, der zentral für diese Strategie steht: „Orienteering ist der ultimative Navigationssport weltweit.“ Dadurch soll die einzigartige Herausforderung, die der Sport bietet, als Chance begriffen werden. Die IOF fasst dabei alle vier durch sie vertretenen Disziplinen unter diesem modernen Begriff zusammen. Wieder aufgenommen wurde auch die Ambition, ins Programm der olympischen Spiele aufgenommen zu werden. Dies soll durch eine Steigerung der globalen Teilhabe am Sportgeschehen erreicht werden. So wurden auf der Generalversammlung in einem weiteren Schritt auch einige neue Mitglieder (vorläufig) aufgenommen: Die Verbände aus Paraguay und Costa Rica, sowie aus Algerien, Mexiko, dem Irak und Indien. Teams dieser Nationen vertraten ihre Flaggen rund um die Generalversammlung bei der WM.
Mehr:
IOF Strategiepapier 2030