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04. September 2016

Deutsche Damen im WM-Nationenranking 2016 auf Platz 10!

Seit 2014 darf jedes Land bei der WM in den Walddisziplinen nicht mehr drei Starter ins Rennen schicken, sondern nur noch so viele, wie ihm aufgrund der Platzierung im Nationenranking zustehen. Durch diese Regelung konnte das WM-Programm gestrafft werden, da es nun keine Vorläufe mehr für die Mittel- und Langdistanz gibt. Auf der anderen Seite bedeutet diese Regelung aber auch eine bittere Pille für die eine oder andere kleinere OL-Nation. Nämlich wenn sie in die 3. Division absteigt und fortan nur noch einen Startplatz hat – so geschehen dieses Jahr auch bei den deutschen Herren.

Die deutschen Damen haben im kommenden Jahr eine große Chance.
Die deutschen Damen haben im kommenden Jahr eine große Chance.
Foto: Fred Härtelt
Die deutschen Damen haben im kommenden Jahr eine große Chance.
Foto: Fred Härtelt

Für die Berechnung des Nationenrankings werden die Ergebnisse aus den drei Walddisziplinen getrennt nach Damen und Herren in Punkte umgerechnet. Die ersten sieben Teams bilden die Division 1 und dürfen im Folgejahr drei Starter oder Starterinnen stellen. Das achte Team steigt in Division 2 ab während das neunte Team in Division 1 aufsteigt. Die zweite Division geht bis zum 20. Rang und berechtigt zu jeweils 2 Startplätzen. Die Plätze 21 und 22 steigen in die dritte Division ab während die Plätze 23 und 24 in die Division 2 aufsteigen. Dabei werden immer die Punkte der letzten zwei Jahre berücksichtigt. Seit Einführung des Nationenrankings waren es vor allem die deutschen Damen, die Jahr für Jahr nur um Haaresbreite den Abstieg in die 3. Division verhindern konnten. So musste 2014 im letzten Rennen die deutsche Damenstaffel gegenüber Spanien gleich vier Plätze gut machen um die Klasse halten zu können. Nach zwei Läuferinnen lag Deutschland aber sogar noch hinter Spanien. Der Abstieg schien besiegelt, bis die spanische Schlussläuferin gegen Ende noch viele Positionen auf Deutschland verlor und so den Abstieg ihres Teams besiegelte. Besonders bitter für die Spanierinnen: Während sie abstiegen, durften die Japanerinnen aufsteigen, obwohl sie in allen WM-Läufen deutlich schlechter als die Spanierinnen gelaufen waren. Solche Ungerechtigkeiten sind Gründe dafür, warum das gesamte Ranking-System sehr umstritten ist.

Die deutschen Herren müssen sich wieder nach vorne arbeiten.
Die deutschen Herren müssen sich wieder nach vorne arbeiten.
Foto: Fred Härtelt
Die deutschen Herren müssen sich wieder nach vorne arbeiten.
Foto: Fred Härtelt

Nächstes Jahr dagegen erwartet die deutschen Damen eine ganz ungewohnte Situation: Sie kämpfen um den Aufstieg in die erste Division mit! Momentan liegt Kanada aufgrund der überragenden WM von Emily Kemp auf Platz 9, doch mit nur 11 Punkten Rückstand liegen Lettland und Deutschland dahinter punktgleich auf Rang 10 in Lauerstellung. Was die deutschen Herren angeht, darf man getrost davon ausgehen, dass der Abstieg in die dritte Division dieses Jahr nur ein Ausrutscher war – begünstigt durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Bojan Blumenstein und Christoph Brandt. Drei Plätze besser hätte die deutsche Staffel laufen müssen um die Klasse zu halten. Oder im Einzel die Herren in Summe 12 Plätze. Die Ausgangssituation für den direkten Wiederaufstieg nächstes Jahr ist aber denkbar gut. Momentan liegt Deutschland auf Platz 23 – punktgleich mit Italien und vier Punkte vor Belgien.

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