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06. Dezember 2021

Bundestagung Orientierungssport erneut digital

Das Technische Komitee und die OL-Landesfachwarte trafen sich am vergangenen Samstag zur Videokonferenz, um über die weiteren Entwicklungen im Orientierungssport zu beraten und zu befinden.

Wie schon im vergangenen Jahr ließen die pandemischen Rahmenbedingungen keine Bundestagung in Präsenz zu. So musste das höchste Gremium des Orientierungssports im DTB, bestehend aus den Mitgliedern des Technischen Komitees (TK) und den OL-Vertretern der Landesturnverbände, diesmal erneut online tagen.

TK-Vorsitzender Steffen Lösch konnte zu der technisch von Tim Schröder vorbereiteten und betreuten Videokonferenz alle zehn TK-Mitglieder, 13 Landesvertreter und als Gast den DOSV-Vorsitzenden Achim Bader begrüßen.

Nachdem die Berichte der TK-Mitglieder zum Großteil bereits im Vorfeld an die Tagungsteilnehmer versandt worden waren, konnte die Behandlung und Aussprache deutlich gestrafft erfolgen. Dennoch kam keines der Themen Wettkampfwesen, Finanzen, Ausbildung, Umwelt, Jugendsport, Breiten-/Schulsport, Spitzensport, MTB-O, Ski-OL und Trail-O zu kurz.

Insbesondere zu den Themen Finanzausstattung, Schul-OL, Jugendarbeit und Inklusionssport Trail-O gab es konstruktiven Meinungsaustausch, Ideen und Impulse für die weitere Arbeit. Großes Lob gab es für das erfolgreiche Jahr im Spitzensport mit der World-Games-Qualifikation und Jugend-EM-Gold.

Im Anschluss wurden die im Laufe des Jahres kooptierten neuen TK-Mitglieder Dietmar Fuchs (Post SV Dresden; Wettkampf- und Kartenwesen), Christian Harms (WOLF Haltern; Breiten-, Freizeit und Schulsport) und Joachim Stamer (SV Hildesia Diekholzen; Bundesjugendfachwart) einstimmig von den Landesfachwarten ins Amt gewählt. Damit ist im TK Orientierungssport lediglich die Funktion Öffentlichkeitsarbeit vakant.

Nicht fehlen durften Informationen zu dem voraussichtlich im Januar 2022 anstehenden Gespräch zwischen dem DTB und dem DOSV zur Zukunft des Orientierungssports in Deutschland, wofür bereits eine Task-Force Orientierungssport gegründet wurde, die mittlerweile in mehreren Sitzungen ein ganzheitliches Konzept für die Weiterentwicklung der Orientierungssportarten in Deutschland erarbeitet hat.

Einstimmig angenommen wurde die vorläufig finale Fassung des von Nikolaus Risch erarbeiteten Verhaltenskodex zum nachhaltigen Umgang des Orientierungssports mit der Natur, der damit einhellig von Bundestagung O-Sport, TK O-Sport, DOSV und Förderverein OL gemeinsam getragen wird. Zum Verhaltenskodex erscheint zeitnah ein separater Bericht.

Größeren Raum nahm die von Dietmar Fuchs vorgestellte nationale Veranstaltungsplanung Orientierungslauf für die Jahre 2022 und 2023 ein. Hier schlagen weiterhin die corona-bedingten Absagen und Verschiebungen der für 2020 und 2021 geplanten Wettkämpfe zu Buche, die eine Zusammenstellung des Terminkalenders zusätzlich erschweren.

Bundesjugendfachwart Joachim Stamer stellte die Überlegungen der Landesjugendfachwarte vor, den Jugend- und Juniorenländervergleichskampf künftig in einem festen Turnus an Landesverbände bzw. Zusammenschlüsse mehrerer kleinerer Landesverbände zu vergeben. Die Bundestagung votierte einstimmig dafür, diese Idee weiterzuverfolgen und die Auswahl der JLVK-Ausrichterreihenfolge der jeweils kommenden Jahre den Landesfachwarten zu übertragen.

Thematisiert wurde auch eine von vielen Tagungsteilnehmern als überfällig erachtete Erhöhung der Meldegebühren für Bundesveranstaltungen. Das vom TK Orientierungssport vorgestellte Gebührenkonzept soll dabei weiter ausgearbeitet und rechtzeitig vor Beginn der neuen OL-Saison verabschiedet werden. Ziel ist es, die aktiven Ausrichtervereine finanziell besser zu stellen, ohne jedoch die Gebühren für Nachwuchssportler zu erhöhen.

Zum Abschluss bedankte sich Steffen Lösch bei den Teilnehmern für die konstruktive Beteiligung und konnte die sehr effizient abgelaufene Tagung bereits deutlich vor dem geplanten Endzeitpunkt schließen.