23. Januar 2025
Erster Präsenzlehrgang der aktuellen Trainer-B-Ausbildung
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Bereits seit Oktober läuft die derzeitige Trainer-B-Ausbildung in Deutschland. Bisher wurden die Seminare online durchgeführt, zahlreiche (inter-)nationale OLer*innen waren als Referent*innen zu Gast. Am vergangenen Wochenende (17.-19.01.2025) traf sich der Kurs erstmals in Präsenz in Göttingen.
Die Jugendherberge Göttingen ist für Trainerlehrgänge wohlbekannt. Die Universitätsstadt liegt sehr zentral und ist gut an Auto und Bahn angebunden. Zusätzlich gibt es durch die lokale Orientierungslaufszene Karten, die für praktische Einheiten genutzt werden können.
Das Programm startete am Freitagabend mit einem Vortrag des Bundesjugendfachwarts Joachim Stamer. Er präsentierte zum einen seinen Weg hin zu diesem Amt, der eine lange Amtszeit als Landesjugendfachwart in Niedersachsen und eine Neuausrichtung des gesamten Landesverbands beinhaltete. Joachim stellte zum anderen auch die grundsätzliche Strategie und aktuelle Projekte vor, mit welchen die Jugendarbeit im deutschen Orientierungssport vorankommen soll. Auch im zweiten Block des Abends ging es zunächst um Verbandsstrukturen. Die niederländische Verbandschefin Olga Zwikker, die als Mitglied des OLV Uslar auch die Trainerausbildung in Deutschland absolviert, präsentierte die aktuellen Bestrebungen des niederländischen Orientierungslaufverbands, der gerade im Aufbau begriffen ist, und welche Schwierigkeiten damit einhergehen.
Der Samstag stand ganz im Zeichen des „perfekten“ OL-Trainings. Ingo Horst hielt einen interaktiven Vortrag, über den intensiv diskutiert wurde. Anschließend wurden die Inhalte in einer Praxiseinheit geplant und angewendet. Seine Thesen? Beim OL gibt es keine Zufälle, lediglich eine Wahrscheinlichkeit erfolgreich zu sein. OL lässt sich in Standardsituationen zerlegen, diese können einzeln trainiert werden. Es gewinnt, wer seine Trainingszeit optimal nutzt.
Das perfekte OL-Training ist komplex und berücksichtigt mehrere Komponenten – Orientieren, Laufen, Mentales und Umfeld. Das perfekte OL-Training ist also überall möglich, es braucht nur Kreativität des Trainers, die Standardsituationen möglichst wettkampfrelevant zu simulieren.
Am Abend folgte ein Kurzvortrag zum Thema KnockOut-Sprint, anschließend werteten die angehenden Trainer*innen miteinander die Hausaufgabe aus – eine Ausarbeitung für ein fiktives KO-Sprint-Training am Göttinger Nordcampus unter Berücksichtigung der Hinweise, die Bojan Blumenstein kurz vor Weihnachten in seinem Vortrag zum Sprinttraining gegeben hatte.
Zum Abschluss des Wochenendes erfolgte am Sonntag ein KO-Sprint als praktische Einheit. Es handelt sich um ein neues Wettkampfformat, das national noch nicht etabliert ist, auch international ist die Erfahrung noch nicht unglaublich groß. Die angehenden B-Trainer*innen sollten es daher kennenlernen, um eigene Ideen zu sammeln, wie Training für dieses Format die Athlet*innen vielleicht auch in anderen Bereichen des Orientierungslaufs weiterbringt.
Nach einigen weiteren Onlineseminaren im Laufe des Winters geht das Präsenzprogramm der Trainer*innenausbildung im März weiter. In dem deutschen Orientierungsläufer*innen bereits gut bekannten Hotel Lindenhof (Hetzenbach) bei Regensburg werden unter anderem Themen wie Leistungsdiagnostik und medizinische Problematiken im Training und Wettkampf behandelt, andererseits geht es auch um Training im Landeskader mit der großen Spannweite der OL-Niveaus.
Zum Abschluss des Scheins trifft sich die Gruppe Anfang Dezember in Dresden.