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21. Januar 2025

Deutsche Sprintstaffel überzeugt mit Platz zehn bei der Sprintstaffel

OL MixedSprintRelay 29
Wenke Heinemann (re.) wechselt auf Tom Buchholz. Die beiden Ski-Orientierungsläufer belegen in der Sprintstaffel Rang zehn. Foto: adh
Wenke Heinemann (re.) wechselt auf Tom Buchholz. Die beiden Ski-Orientierungsläufer belegen in der Sprintstaffel Rang zehn. Foto: adh

Was für ein Abschluss der Ski-Orientierungslauf-Wettkämpfe bei der Winter-Universiade im italienischen Turin. Die Sprintstaffel am Dienstag hatte alles zu bieten: Spannung, Dramatik, eine perfekte mediale Inszenierung und dann auch noch ein tolles Ergebnis aus deutscher Sicht.

Wenke Heinemann (TU Dresden) und Tom Buchholz (TU Clausthal) schafften den Sprung unter die ersten Zehn und ließen dabei namhafte Teams wie Schweden II, Litauen oder Lettland hinter sich. "Das ist uns bei den letzten Wettkämpfen nicht gelungen", freute sich der Bad Harzburger Tom Buchholz über das gute Rennen. Und Wenke Heinemann hob noch einmal die Spezialität der Sprintstaffel hervor: "Die Kombination aus dem Gedränge nach dem Massenstart mit Gegnerkontakt und den nächsten Runden, die wir konzentrierter angehen konnten, war eine Besonderheit", so die Dresdnerin.

Eine Besonderheit war auch die Fernsehübertragung, die im Rahmen der Winter-Universiade besonders aufwendig und gut gelang. So konnten (und können im Livestream unter SOR Sprint Relay - Torino 2025 FISU Games Winter - FISU.tv immer noch) alle Interessierten den äußerst spannenden und gut durchinszenierten Wettkampf verfolgen.

In dem bis zuletzt spannenden Rennen setzten sich die Finnen durch. Damit holte sich Amanda Yli Futka nach ihrem Einzelerfolg die zweite Goldmedaille innerhalb von drei Tagen. Doch bis dahin war es ein hartes Stück Arbeit, das letztlich ihr Teamkamerad Niklas Ekström erfolgreich beendete. Denn Amanda Yli Futka wirkte nicht auf den Punkt konzentriert und leistete sich Fehler. Dabei kam es in der zweiten Runde beinahe zum Eklat als ein sie verfolgender Kameramann mit dem Kommentar "Mistake, mistake" (Fehler, Fehler) unstatthaft ins Renngeschehen eingriff - letztlich ohne Folgen. Entscheidender war, dass die finnische Einzelsiegerin ihre läuferische Überlegenheit nicht gegen die starke Idunn Strand ausspielen konnte. Daher schickte die Norwegerin ihren Teamkameraden Teodor Mo Hjelseth an Position eins liegend auf die Schlussstrecke. Doch wer dachte, dass sich der Einzelsieger vom Sonntag nun auch den Staffelsieg nicht mehr nehmen lassen würde, sah sich getäuscht. Mit einer seltsam kraftlos wirkenden Vorstellung auf der letzten von insgesamt sechs Strecken, die die Zweierteams zurückzulegen hatten, fiel der Norweger Stück für Stück zurück und querte mit der "Blechmedaille" als Vierter die Ziellinie.

Ganz anders dagegen Niklas Ekström. Der Finne entwickelte schon aus der Wechselzone heraus richtig viel Druck und versuchte frühzeitig das Rennen zu machen. Am Ende war es die richtige Entscheidung, denn der Schwede Jonathan Ståhl, der an Position vier wechselte, lief eine bärenstarke Runde und verkürzte den großen Rückstand so weit, dass nicht mehr viel zu einer Sprintentscheidung um den Titel gefehlt hätte. Beinahe die "Leidtragenden" waren Delia Giezendanner und Corsin Elias Boos. Denn die Schweizer liefen ein starkes Rennen und nisteten sich beinahe unbemerkt in der Spitzengruppe ein. Gerade auf den letzten beiden Strecken ließen sie nicht von den führenden Teams ab und verdienten sich mit einer beachtlichen Leitung die umjubelte Bronzemedaille.

Während die Ski-Orientierungslauf-Wettkämpfe nun beendet sind, findet die Winter-Universiade erst am Donnerstag ihren Abschluss. Das Multi-Sportevent gilt als Olympische Winterspiele der Studierenden und bekommt daher besondere Beachtung. Entsprechend hat der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) als zuständiger Fachverband entschieden, in seiner großen Delegation von Aktiven vieler Sportarten dieses Mal auch Ski-Orientierungsläufer mitzuführen. Unter der Leitung von Disziplinchef Nikolaus Risch ist es das erste Mal, dass deutsche Ski-Orientierungsläufer bei einer Winter-Universiade mit dabei sind. Die Sportart wurde schon einmal 2019 bei der Winter-Universiade im russischen Krasnojarsk ausgetragen. Mit ihren Leistungen in Turin haben Wenke Heinemann, Pia (Uni Göttingen) und Tom Buchholz aber gute Argumente geliefert, dass auch bei der kommenden Winter-Universiade wieder deutsche Ski-Orientierungsläufer dabei sind.

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Start zur Sprintstaffel bei der Winter-Universiade. Bei den Zweier-Mixed-Teams muss jedes Teammitglied drei Runden laufen. Foto: FISU
Start zur Sprintstaffel bei der Winter-Universiade. Bei den Zweier-Mixed-Teams muss jedes Teammitglied drei Runden laufen. Foto: FISU
Eike Bruns
Zweifacher Doppelerfolg bei Deutschen Meisterschaften
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