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22. August 2024

Weltmeister­schaften im Biathlon-OL 2024: Vier Medaillen für Deutschland

Deutsche Mannschaft bei WBOC 2024
Foto: Bernd Wollenberg
Foto: Bernd Wollenberg

Benno Schütz (ESV Lok Berlin-Schöneweide / SV Schorfheide) startete für sich selbst überraschend in seine neue Altersklassenkategorie der H 40 mit gleich zwei WM-Titeln in den Disziplinen „Classic“ und „Sprint“, Jürgen Schwanitz (TSV OLA Deggendorf) erlief sich in der von ihm eigentlich gar nicht geliebten Disziplin „Classic“ den Vizeweltmeister der H 75 und Bernd Wollenberg (SV Schorfheide) eine Bronzemedaille im „Sprint“ , ebenfalls in der H 75.

In der Kategorie H 21 E errang Sebastian Fleiß (Berliner Turnerschaft / SV Schorfheide) in beiden Wettbewerben jeweils Platz 23, Karsten Blume (Berliner TSC / SV Schorfheide) erlief sich Platz 24 im „Classic“ und Platz 25 beim „Sprint“ und sicherten sich damit noch wertvolle Punkte im diesjährigen Weltcupgeschehen.

Unter den 141 Startern im „Classic“-Wettbewerb und den 132 beim „Sprint“ waren lediglich neben uns 7 deutschen Teilnehmern noch 5 Engländer, 2 Polen, 1 Tscheche und 4 von uns trainierte „Neulinge“ aus dem Irak, zusammen also lediglich 19 Nichtskandinavier am Start. Dier erwähnten vier Iraker wollen speziell mit unserer Hilfe den Orientierungssport inkl. Biathlon-OL in ihrem Heimatland entwickeln. Alle vier sind ausgebildete Sportwissenschaftler und wirken als Trainer seit vielen Jahren an verschiedenen Orten des Irak.

Laufen im Wildwuchs war im dänischen „Dünenwald“ von Ulfborg in Westjütland unweit der Nordseeküste das äußere Merkmal der 19.Weltmeisterschaften im Biathlon-Orientierungslauf der Internationalen Biathlon-OL-Föderation IBOF. In dieser Gegend starten hauptsächlich im „Normalfall“ dänische Orientierer – jedoch meistens mit lokalem Hintergrund – denn selbst unter den einheimischen Anhängern unseres schönen Natursports gehört das ausgewählte Wettkampfgelände zu den real „großen Herausforderungen“ unserer direkten nördlichen Nachbarn.

Die dänischen Ausrichter vom Vestjysk OK um unseren langjährigen Freund Carsten Hellinge zählte dann insgesamt in der „Ulfborg Skytte Arena“ mit 373 Startern über die drei Wettbewerbe gegenüber 353 Starter 2023 im schwedischen Idre Fjäll nur 20 mehr und gegenüber 420 Starfällen der WM im Vorcoronajahr 2019 im finnischen Hollola bei Lahti dann doch 47 weniger... Dort stellten sich im Sprintwettbewerb 160 statt nun 132 Starter der Konkurrenz, im Klassikwettbewerb 150 statt nun 141 und in den Staffeln stellten sich 102 gegenüber 100 dem Starter.

Sicherlich: Diese Teilnehmerzahlen liegen deutlich unter denen einer normalen “Fuß-OL-WM“, vor allem, wenn man da bedenkt, dass es in Addition der Junioren, Elite und Senioren deutlich mehr werden. Allerdings – und das möchte ich immer wieder sehr gern doch betonen - muss unbedingt beachtet werden, dass beim Biathlon-OL allein aus Sicherheitsgründen die vorhandenen Schießbahnen eine „Massenteilnahme“ ausschließen. Und betrachten wir mal so an Rande die anderen Orientierungssportdisziplinen genauer, sind beim „Trail-O“ oder „Mountainbike-O“ auch andere Teilnehmerfelder als beim traditionellen „Fuß-OL“ zu beobachten.

Und – um das auch einmal anzumerken: Jeder Freizeitlaufsportveranstalter würde bei den in seinen Augen geringten Starfeldern eines Fuß-OL sofort von „Minusgeschäft“ sprechen…Es gilt halt nach wie vor: Je komplizierter eine Sportdisziplin real ist, desto geringer sind auch die Teilnehmerfelder – so ist das nun einmal.

Basti beim Lauf Basti beim Lauf
Foto: Bernd Wollenberg
Foto: Bernd Wollenberg
Jürgen beim OL Jürgen beim OL
Foto: Bernd Wollenberg
Foto: Bernd Wollenberg
Gold für Benno Gold für Benno
Foto: Bernd Wollenberg
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Bernd Wollenberg
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