20. August 2024
Berg-MTBO
Gäbe es spezielle Berg-MTBOs, dann wäre letztes Wochenende ein Klassiker gewesen.
Am Sonnabend gab sich der Verein aus Wehrsdorf, rund um Urgestein Harald Männel die Ehre und setzte die Posten am Nordhang des höchsten Berges des Erzgebirges. Mit einer Mitteldistanz wurden schon ordentlich Höhenmeter gefordert. Diese konnte man dann natürlich durch ungeschickte Routenwahlen noch beliebig erweitern. Gestartet wurde im Sprintcharakter um das Biathlon-Stadion herum. Darauf folgten lange Verbindungen ins Tal und wieder hoch.
Dazu muss man noch erwähnen, dass die beiden Wettbewerbe auch in den Tschechischen Cup eingebunden waren, was natürlich die Starterzahlen und das sportliche Niveau deutlich erhöhten.
Bei den Herren konnte sich ein österreichischer Starter gegen die Stars aus Tschechien durchsetzen. Andreas Waldmann gewann mit 1:35 min Vorsprung auf Riccardo Rossetto aus Italien und 1:54 min auf Vojtech Ludvik. In der Damen Elite blieben die tschechischen Starterinnen unter sich Adéla Ryglová siegte vor Rozálie Kucharová und Romana Škodová.
Nebenbei sei noch erwähnt, dass das Wetter am Fichtelberg geradezu ideal war mit 25 Grad, Sonne und kein Wind. Was eine hervorragende Überleitung zum Sonntag bietet. Denn warum auch immer meint der Wettergott, oder wer auch immer dafür zuständig ist, dass wenn MTBO am Rabenberg ist, muss es regnen. Jedenfalls war es diesmal und die letzten Jahre so.
Die morgendlichen „frühen Vögel“ konnten die Posten noch im Trockenen setzen und auch die Startphase blieb verschont. Doch auf der mit Höhenmetern nur so strotzenden Ultralangdistanz inklusive Free-Order Posten regnete es zeitweise wie aus Eimern. Was hoffentlich zu keinen unfairen Bedingungen führte.
Zumindest waren trotz der Bedingungen keine großen Kritikpunkte zu vernehmen. Außer wenn man vielleicht nicht so der Bergfloh ist, waren die Rampen rund um den Rabenberg schon eine ordentliche Herausforderung. Einer sagte zum Bahnleger und Wettkampfchef Mark Huster „ich weiß wo dein Auto steht“. Aber das war nur scherzhaft gemeint. Denn es war am Ende eine viel gelobte Leistung des SV Sachsen 90 Werdau.
Im Eliterennen siegte erneut Andreas Waldmann vor Vojtech Stránský und Jan Haśek. Bei den Mädels Jindra Perùtková vor Olga Limonova aus St. Petersburg und Valerie Kamererová.
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