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25. Mai 2022

Weltcup­auftakt ins Jahr 2022

Nach drei Trainingslagern und sieben Testläufen im Rahmen des Nationalkaders startet die internationale Elitesaison in dieser Woche mit einem Sprint-Weltcup im schwedischen Borås in die Worldgames-Saison. Nach den guten Ergebnissen der letzten Jahre hat das Damenteam sechs Startplätze zur Verfügung, die Herren treten mit vier Läufern an.

Das Programm:

Einzelsprint am Donnerstag, 26.05.2022 ab 10:00 Uhr in Sjöbo
KO-Sprint am Samstag, 28.05.2022 ab 8:00 Uhr in Byttorp und Borås Stadtzentrum
Sprintstaffel am Sonntag, 29.05.2022 ab 13 Uhr in Borås Stadtzentrum

 

Die deutschen StarterInnen:

Herren:
            Bojan Blumenstein
            Colin Kolbe
            Erik Döhler
            Felix Späth

Damen:
            Birte Friedrichs
            Hanna Müller
            Leonore Winkler
            Patricia Nieke
            Paula Starke
            Susen Lösch

 

Die Erwartungen:

Nach einer intensiven Saisonvorbereitung in Spanien, Dänemark und Belgien brennen die AthletInnen darauf, sich im vollbesetzten internationalen Feld zu beweisen. Auch wenn die internationale Konkurrenz im Sprint-OL noch dichter ist als im Wald und der Sprint-OL nicht unbedingt das bevorzugte Wettkampfformat einiger unserer AthletInnen ist, blickt Bundestrainer Thomas Meier zuversichtlich auf die kommenden Wettkämpfe. Neben den Ergebnissen aus Belgien konnten auch die Ergebnisse der letzten Sichtungsläufe in Dänemark dazu beitragen – im Einzelsprint erreichten drei Herren und zwei Damen in einem äußerst stark besetzten Teilnehmerfeld das Finale der besten 45, im KO-Sprint immerhin zwei Herren und eine Dame das Viertelfinale. Als Optimalziel im Einzelsprint gelten je zwei Top40-Platzierungen und damit wie auch im KO-Sprint das Erlaufen von Weltcuppunkten. Ein wahrscheinlich noch größerer Erfolg wäre das Erreichen des Halbfinals im KO-Sprint – wie es bei den letzten Qualiläufen Erik Döhler gelang, wenn auch mit etwas Glück. Für die abschließende Sprintstaffel wird eine Platzierung unter den besten 15 angestrebt, auf jeden Fall muss aber eine Steigerung gegenüber den letzten internationalen Vergleichen sichtbar sein.

Das Damenteam wird einmal mehr angeführt von Susen Lösch. An ihren beiden 14. Plätzen des Weltcupfinals aus dem letzten Jahr möchte sie sich aber für diesen Weltcup nicht orientieren, ist ihre Stärke doch eher das Orientierungsvermögen im Wald als das im Sprint gefragte hohe Lauftempo. Diesen Weltcup sieht sie vielmehr als erste richtige Standortbestimmung vor der WM. Die Ziele sind daher im Einklang mit dem Bundestrainer formuliert: Weltcuppunkte in beiden Einzeldisziplinen, also Top40 im Einzelsprint, Viertelfinalqualifikation im KO-Sprint. Letzteres gelang ihr in diesem Jahr bei beiden KO-Sprint-Testläufen.
Birte Friedrichs, Leonore Winkler, Patricia Nieke und Paula Starke haben bereits einige internationale Starts zu verzeichnen. Daneben ist auch Hanna Müller dabei, die nach einigen Jahren Abwesenheit im deutschen Bundeskader in diesem Jahr wieder eingestiegen ist. Sie sieht sich selbst ebenfalls eher als Wald-OLerin, sodass es schwerfällt angemessene Erwartungen zu formulieren – ihr letzter und einziger Sprint-Weltcup liegt bereits fünf Jahre zurück. Grundsätzlich sieht sie größere Chancen im Einzelsprint, neben Susen schaffte auch sie zuletzt in Dänemark die Finalqualifikation. Für eine Viertelfinalquali im KO-Sprint müsse dagegen alles zusammenpassen.

Quasi als Heimrennen kann Erik Döhler in Borås an den Start gehen, lebt er doch zur Zeit im schwedischen Göteborg. Für schwedische Sprintwettkämpfe typisch erwartet er viele künstliche Sperren und dadurch die Herausforderung, keine Durchgänge zu übersehen. Auch die Geländetypen erwartet er recht vielfältig. So finden Sprintstaffel und KO-Finale im Stadtzentrum von Borås statt, die anderen Läufe könnten viel Wiesengelände und mitunter sogar Waldanteile haben. Trotz seiner zuletzt sehr guten Platzierungen – Halbfinale im KO-Sprint und Platz 16 im WRE-Sprint von Esbjerg – stapelt er in Hinblick auf seine Platzierungen tief. Da bei den Topnationen 8, teilweise sogar 9 StarterInnen an den Start gehen dürfen, ist der Weltcup wahrscheinlich der schwierigste Wettkampf für gute Platzierung – gerade in einem engen Rennen wie dem Sprint. Auch er hält sich an die Regel: „Top40 wäre super.“

Während Colin Kolbe sich bereits durch die guten Ergebnisse in Antwerpen qualifizieren konnte, ist Felix Späth neben Bojan Blumenstein der vierte Läufer, der bei den letzten Sichtungsläufen seine Nominierung für diesen Weltcup herauslaufen konnte, wobei das nach eigener Aussage auch begünstigt durch die gesundheitliche Schwächung weiterer Bewerber war. Auch wenn er mit der KO-Quali zuletzt sehr unzufrieden war, war er doch einer der drei deutschen Finalisten beim Einzelsprint in Dänemark. Eine derartige Platzierung soll auch bei diesem Wettkampf das Ziel sein, getreu der Maßgabe Weltcuppunkte zu erlaufen. Die Nominierung selbst bedeutet ihm sehr viel, ist es doch quasi eine Vorauswahl für sein großes Ziel, die beiden Saisonhöhepunkte Weltmeisterschaft und Worldgames, an denen schlussendlich nur drei bzw. zwei Läufer nominiert werden können.

 

Übertragen werden die Wettkämpfe online im Livecenter der IOF. Start des GPS ist morgen um 10:30 Uhr, der Livestream beginnt um 12:00 Uhr.

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