28. Mai 2026
Vorschau: Weltcup in Schweden
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In den beiden Städten Skara und Lidköping startet am heutigen Donnerstag die zweite Runde des Orientierungslaufweltcups 2026. Aus Deutschland ist ein vierzehnköpfiges Team am Start.
Das Programm
Do. 28.05.2026 – 9:30 Uhr – KnockOut Qualifikation
Do. 28.05.2026 – 16:00 Uhr – KnockOut Finalrunden
Sa. 30.05.2026 – 15:00 Uhr – Einzelsprint
So. 31.05.2026 – 14:30 Uhr – Sprintstaffel
Verfolgen könnt Ihr die Wettkämpfe auf den üblichen Wegen: Es gibt einen (funktionierenden) Livestream, Liveresultate und GPS-Tracking.
Das Gelände
Wettkampfort ist die västergötaländische Region um die Orte Skara und Lidköping, direkt am Südufer des Vännern. Dort am größten schwedischen See erwartet die Läufer*innen typisch schwedisches Sprintgelände: Wenig verwinkelte, unsymmetrische Gassen, wie sie zuletzt in der Schweiz gefragt waren, sondern mehr Blockbebauung. Es kommt also besonders auf eines an: Höchstmögliches Tempo. „Compared to switzerland we are missing the vertical part“, bemerkte Bundestrainer Vojtěch Král bezüglich der Region treffend. Hinzu kommen dagegen sicherlich – typisch schwedisch – zahlreiche Sperren, bei denen es teils wohl auch darum gehen wird, schmale Durchlässe in Hecken und Zäunen zu erkennen, mit denen diese zeitsparend umgangen werden können. Während der KnockOut in Lidköping stattfindet, geht es für die beiden Wochenendwettkämpfe ins benachbarte Skara.
Das Team
Sieben Damen und sieben Herren reisten nach Schweden, ein Großteil von ihnen direkt von der DM Sprintstaffel aus. Mit dabei ist unter anderem Anselm Reichenbach, der am Wochenende dreifach deutscher Meister wurde. „Die Beine sind noch ein bisschen müde, aber bis morgen haben die sich gut erholt!“, gibt er am Vortag der ersten Weltcupwettkämpfe zu Protokoll. „Die deutschen Meisterschaften, also alle Läufe, waren eine gute Vorbereitung!“ Wichtig sei es auch gewesen zu sehen, dass die anderen Jungs nicht weit hinter ihm zurück sind, was für ein gutes Teamgefühl sorgt. Auch Jule Roßner, Deutsche Meisterin im Einzelsprint, konnte wichtige Erkenntnisse aus dem Wochenende ziehen: „Ich konnte vor allem mental viel von der DM mitnehmen. Bei den Wettkämpfen will ich ‚da‘ sein und meine Routinen abspulen.“ Wie Teamkollege Anselm betont sie außerdem, wie wichtig es sei, beim OL Spaß zu haben und nicht zu viel intrinsischen Druck zu haben. Sie sagt aber auch: „Wir sind viele junge Leute im Team, die bei den Wettkämpfen lernen müssen.“
Bundestrainer Vojtěch Král erwartet bessere Ergebnisse als vor Monatsfrist in der Schweiz. Er sei zuversichtlich, dass wir beim heutigen KO-Sprint mehrere Athlet*innen in den Viertelfinals sehen können. Die Athlet*innen haben in den letzten Monaten sehr viel Arbeit in die Tempoarbeit gesteckt. Jedem von ihnen sei bewusst, wie wichtig dies im internationalen Starterfeld ist und alle von ihnen arbeiten mit Leichtathletikvereinen zusammen.
Die Favorit*innen
Die Favoritinnen im Damenfeld sind wohl die üblichen Verdächtigen: Simona Aebersold hat zuletzt eine neue persönliche Bestzeit auf 10 Kilometer aufgestellt und will nach dem Heimweltcup ohne Sieg diesen Makel sicher noch vor der WM auslöschen. Mit Sanna Fast und Hanna Lundberg machen ihr zwei Schwedinnen Konkurrenz, die nun ihrerseits einen Heimweltcup laufen und eine starke Form nachweisen können. Aus Norwegen greift Pia Young Vik nach einem weiteren Sieg. Für eine Überraschung könnte ein weiteres Mal die dänische KO-Siegerin vom Schweizweltcup, Hedvig Valbjorn Gydesen, oder Majia Sijanoja aus Finnland sorgen.
Bei den Herren dürften die ganz schnellen Jungs die besten Chancen haben. Allen voran Tuomas Heikkila, der weiterhin auf seinen ersten Weltcupsieg wartet, an dem er in den letzten Jahren immer wieder knapp vorbeischrammte. Im Einzelsprint muss unbedingt auch mit dem Tschechen Tomas Krivda und Yannick Michiels aus Belgien gerechnet werden, auch wenn letzterer jüngst kleinere Verletzungssorgen hatte. Aus Schweden haben besonders Isak von Krusenstierna (Einzel) und August Mollén (KnockOut) gute Chancen. Schweizer Ambitionen äußern sich im Einzelsprint besonders in Person von Tino Polsini, der zuletzt den Heimweltcup gewann. Mit klaren Ambitionen im Gesamtweltcup, wenn auch nicht Topfavorit in dieser Weltcupwoche, reist Kasper Fosser (NOR) ins Nachbarland. Und für eine Überraschung könnte letztlich Zoltan Bujdoso (HUN) sorgen, der zuletzt schon auf dem Weltcuppodium lief.
In der Sprintstaffel wird es auf das seit Jahren währende Duell hinauslaufen. Schweden gegen die Schweiz und Norwegen. Zuletzt konnten die Norweger*innen dieses Duell für sich entscheiden. Wie endet es dieses Mal?
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