22. Mai 2026
Vorschau DM Sprint
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Die nächste Meisterschaft steht an: Nördlich des Harzes steht das volle Sprintprogramm auf der Agenda. DM Sprint, DM Sprintstaffel und die Premiere der DM KnockOut-Sprint – Liveübertragung inklusive.
Ohne Unterlass geht die nationale Saison weiter. Am dritten aufeinanderfolgenden Wochenende folgt die nächste Meisterschaft – erneut geht es zum DM-Sprintwochenende zum MTK Bad Harzburg. Während die Meisterschaften im letzten Jahr noch zentral im Harz ausgetragen wurden, finden die Wettkämpfe in diesem Jahr im Vorland statt.
Los geht es am Samstag mit der Qualifikation zur DM Sprint. In Bad Harzburg ist das WKZ am Bündheimer Schloss auf dem Gestüt Junicke. Ungewöhnlicherweise findet die Qualifikation erst am Mittag statt – das Finale wird erst am Sonntag ausgetragen. Der Qualifikationsmodus ist bekannt – je nach Kategorie gibt es 1-3 Qualifikationsheats. Die Bestplatzierten qualifizieren sich gemäß eines im Bulletin aufgezeigten Schlüssels für den Medaillenkampf. Alle anderen dürfen im B-Finale auf die Strecke gehen. Der Qualifikationslauf ist im Jugend- und Elitebereich gleich doppelt wichtig: Auch die Zusammenstellung der KnockOut-Heats erfolgt über diesen. In der Elite qualifizieren sich die schnellsten Sechs jedes Heats, in der Jugend (16/18) die insgesamt zwölf Zeitschnellsten. Zu beachten ist außerdem: Wer plant im KnockOut-Halbfinale anzutreten, muss nach der Qualifikation zur Einwahl in die Heats vor Ort bleiben. Und wer noch unsicher ist, ob KnockOut mit all der Hektik das Richtige für ihn/sie ist: Probiert es aus und rennt einfach vorne weg – dann bekommt ihr von der Hektik nichts mit ;)
Der Sonntag wird damit äußerst fordernd: Zunächst steigt das Sprintfinale am Vormittag einige Kilometer außerhalb der Stadt. In den Straßen und Gassen von Osterwieck geht es um die Sekunden. Bahnleger ist wie im letzten Jahr Tom Buchholz, der sich sicherlich einige spannende Feinheiten ausgedacht hat.
Anschließend geht es zurück zum Bündheimer Schloss zum KnockOut. Und dort sind nicht nur die 60 Athlet*innen gefordert, die sich für diesen qualifiziert haben – wir brauchen euch alle, um richtig Stimmung zu machen! Für ausreichendes Verpflegungsangebot ist gesorgt, sodass ihr euch gar keine Gedanken über eine Einkehr in den Harzburger Lokalen machen müsst. Darüber hinaus gibt es erstmals eine Liveübertragung inklusive Stream und Arenaleinwand, sodass ihr hautnah dran seid. Ihr müsst sowieso vorbeikommen – zwischen der Halbfinal- und Finalrunde findet die Siegerehrung der deutschen Meisterschaften an gleicher Stelle statt.
Der Montag steht ganz im Zeichen der Sprintstaffel. In Hornburg, wiederum einige Kilometer weiter nördlich. Wiederum erwartet die Läufer*innen ein mittelalterliches Fachwerkstädtchen mit allen Besonderheiten, die dieser Geländetyp zu bieten hat. Am Ende werden wir bestens wissen, welcher Verein die schnellsten Beine hat.
Und was gilt es sonst noch zu beachten?
Bad Harzburg, Osterwieck und Hornburg, alle drei Städte sind nicht sonderlich groß. Entsprechend große Teile der Gelände liegen unter einer Geländesperre – informiert euch, bis zu welchen Uhrzeiten ihr eure Quartiere geräumt haben müsst, wo ihr euch aufhalten dürft und welche Lokale am Samstagabend im Bereich der Geländesperre liegen.
Wer sind die Favorit*innen?
Im Elitebereich sind die Startfelder wie schon vor zwei Wochen gut besetzt. Entsprechend spannende Wettkämpfe dürfen wir erwarten.
Bei den Damen ist die Sprintsiegerin vor zwei Wochen, Ellen Klüser, nicht am Start. Dafür aber sind die weiteren Platzierten vor Ort: Marlene Fritz (OL-Team Filder) und Stanja Lindig (SSV Planeta Radebeul) haben bei einem technisch anspruchsvollen Sprint in Baunatal schon gezeigt, wie gut die Form ist. Am Start ist auch die amtierende deutsche Meisterin Jule Roßner (OK Leipzig), die gute Chancen hat ihren Titel zu verteidigen. Streitig machen wollen ihn ihr auch die arrivierten, am aussichtsreichsten unter ihnen Hanna Müller (Gundelfinger Turnerschaft) und Birte Friedrichs (MTV Seesen). Besonders im KnockOut ist auch mit der schnellen Maren Guthier (OLV Steinberg) zu rechnen. Internationale Konkurrenz auf dem Niveau unserer Spitzenläuferinnen ist durch die Kanadierin Robyn Astridge am Start.
Bei den Herren reist Marek Pompe (SV Robotron Dresden) als amtierender Meister an. Topfavorit allerdings ist er nicht: Sprint- und KnockOut-Spezialist Anselm Reichenbach (SSV Planeta Radebeul) gibt sich die Ehre, der Premiere beizuwohnen und seinen ersten DM-Titel im Elitebereich abzuräumen. In guter Form ist auch Timon Lorenz (OLG Regensburg), der vor zwei Wochen nur einem der zurzeit besten Sprinter weltweit den Vortritt lassen musste. Auch die weiteren Medaillenkandidaten rekrutieren sich aus dem Kreise des Nationalteams – Ole Hennseler (MTV Seesen) oder Konstantin Kunckel (USV TU Dresden) können sich gute Chancen ausrechnen. Vom OLV Steinberg tritt Toby Scott mit Medaillenambitionen an.
Überraschungen bei den Herren könnte es besonders im KO-Sprint geben: Im engen Feld der Elite wird es anspruchsvoll, unter die ersten 18 Läufer zu laufen – umso größer könnte dann die Motivation für einen ambitionierten Schlussspurt sein.
Eine Prognose zu den Favorit*innen in der Sprintstaffel ist schwer zu treffen. Der Elitekader reist zum unmittelbar anschließenden Weltcup nach Schweden, sodass viele von ihnen die Sprintstaffel nicht mitlaufen werden. Ein im Allgemeinen immer guter Tipp dürfte trotzdem der USV TU Dresden sein, aber auch der Titelverteidiger MTV Seesen wird mit einigen Topläufer*innen antreten.

