17. Juli 2025
Vorschau: EYOC 2025
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Für unseren Nachwuchs steht an diesem Wochenende der wichtigste internationale Wettkampf des Jahres an. Zur Jugendeuropameisterschaft (EYOC) geht es in diesem Jahr ins tschechische Brno in Mähren, im südöstlichen Teil des Landes. Fünfzehn deutsche Jugendliche sammeln dabei wichtige internationale Erfahrung.
Das Programm
18.07. – Langdistanz in Babice nad Svitavou
19.07. – Sprint in Brno-Kociánka
20.07. – Staffel in Babice nad Svitavou
Wer die Wettkämpfe verfolgen möchte, sucht am besten die Veranstaltungswebsite auf. Es gibt dort Livesplits, in den älteren Klassen W/M 18 werden alle Teilnehmer*innen mit GPS ausgestattet sein. Darüber hinaus haben die Veranstalter einen eigenen Livestream via Youtube angekündigt – wie umfangreich dieser sein wird ist nicht bekannt, also schaltet rein!
Das Gelände
Die Langdistanz findet bei Babice nad Svitavou etwa 20 Kilometer nordöstlich von Brno statt. Das Gelände ist von tiefen Tälern geprägt. Mit entsprechend vielen Höhenmetern sind die vergleichsweise kurzen Bahnen gespickt, in der M 18 beispielsweise sind es nur sechs Kilometer, mit 480 Höhenmetern wird es physisch anspruchsvoll. Auf dem Plateau rund um die Arena ist das Gelände flacher, aber grüner. Viele kleine Senken prägen dort das Kartenbild. Für tschechische Verhältnisse sind die Wälder recht grün. „Relativ intensive Vegetation“, nannte es Kaderläufer Lennart Mühlstädt. In tschechischen Kreisen wurden die Gelände dort despektierlich mit „Buschhölle“ tituliert. Letzterer Geländeteil wird in der Staffel besonders relevant. Schon der Veranstalter schreibt, dass die Sichtbarkeit und Belaufbarkeit in diesen Bereichen schlecht ist – auf gegabelten Staffelbahnen wird das durchaus anspruchsvoll werden.
Der Sprint wird in Brno selbst ausgetragen. Im nördlichen Stadtteil Kociánka warten ein Wechsel aus offenen Wohnkomplexen, aber auch Waldanteile in Hanglage auf die Athlet*innen. Zum Ende der Strecke geht es durch ein Schulgebiet. Auch die inzwischen weit verbreiteten künstlichen Sperrungen werden zum Einsatz kommen und für Unvorhersehbarkeit sorgen.
Das Team
Fünfzehn hochmotivierte, junge Athlet*innen sind bereits zu Beginn der Woche nach Tschechien gereist. Ein Startplatz bleibt damit aufgrund eines kurzfristigen Krankheitsfalls (Lionel Kumbier) ungenutzt.
Eine spezifische Vorbereitung in wettkampfrelevanten Geländen, wie sie beispielsweise vor der JWOC erfolgte, absolvierte das Team nicht. Im Jugendbereich geht es darum, die Athlet*innen möglichst vielseitig auszubilden, sodass in möglichst viele Geländetypen Erfahrung gesammelt wird. Eine Vorbereitung anhand der alten Karten, sowie einige Trainings im direkten Vorfeld der Wettkämpfe erfolgte natürlich dennoch, sodass das Team gut vorbereitet ist. Entsprechend hat Bundestrainer Veit Slodowski auch keine konkreten Erwartungen an Einzelergebnisse. „Die Erwartung, die ich habe ist, dass alle Erfahrungen sammeln, Spaß haben und Läufe im Bereich ihrer Möglichkeiten machen“, so der Bundestrainer. Eine Vorstellung hat er nur bezüglich des kombinierten Teamergebnisses in der Nationenwertung – er sieht Deutschland in den Top10. Wenn es gut läuft, könnte es auch in Richtung des letztjährigen 7. Platzes gehen.