21. September 2023
Vorschau: DM Lang 2023 in Regensburg
Der nationale Saisonabschluss steht an: Die deutschen Meisterschaften über die Langdistanz. Die OLG Regensburg lädt in den Süden Deutschlands ein, um die OrientierungsläuferInnen mit der besten Ausdauer zu ermitteln. Auf der erweiterten Karte „Felsenparadies“ geht es um die Medaillen.
Die WettkämpferInnen erwartet typisches Gelände des bayrischen Waldes. Viele Felsformationen und Steine, aber auch teils gut belaufbarer Hochwald, durchsetzt von steilen Zwischentälern. Andere Kartenteile bestehen eher aus flachen Feuchtgebieten, auch einige Dickichte gibt es. Ein dichtes Wege- und Schneisennetz resultiert aus der intensiven Bewirtschaftung. Über 12,3km und 450 Höhenmeter für die Herrenelite, 9 Kilometer und fast 400 Höhenmeter für die Damen stehen auf dem Programm. 27 respektive 17 Posten sind dabei anzulaufen. Man darf sich darauf freuen, was der junge Bahnleger Lukas Janischowski für die LäuferInnen in den Wald gezaubert hat.
Umrahmt wird die DM Lang von einem Sprint am Freitag und dem prestigeträchtigen Deutschlandcup am Sonntag. Der diesjährige DM-Sprint-Sieger Timon Lorenz lädt am Freitag auf das Campusgelände der Uni Regensburg ein. Komplexe, mehretagige Strukturen erwarten die TeilnehmerInnen. Wer gemeldet ist, kann sich schon auf den ein oder anderen Gedankenknoten einstellen. Der Deutschlandcup am Sonntag findet auf derselben Karte wie die DM Lang statt, hier legt Klemens Janischowski die Bahn.
Und wer gewinnt?
Über 700 Teilnehmende, etwas weniger als im Vorjahr, sind für die DM Lang gemeldet. Im Deutschlandcup sind insgesamt 140 Staffeln gemeldet, 70 von ihnen laufen in der Hauptklasse.
In der Damenelite am Samstag treten fast alle Medaillenkandidatinnen an, die Deutschland zu bieten hat. Neben den in Deutschland lebenden Nationalläuferinnen Paula Starke, Patricia Nieke (beide USV TU Dresden) und Birte Friedrichs (MTV Seesen) reist auch die DM-Sprint-Siegerin Susen Lösch (USV Jena) aus Schweden an, um ihren Teamkolleginnen den Sieg streitig zu machen. Auch die in diesem Jahr bei internationalen Anlässen stärkste deutsche Langdistanzläuferin, Hanna Müller (Gundelfinger Turnerschaft), ist mit von der Partie. Wie sich ihre Probleme an der Achillessehne auf ihre Siegchancen auswirken ist abzuwarten. Außenseiterchancen hat unter anderem Anna Reinhardt (USV TU Dresden). Im Frühjahr konnte sie den BRL Lang in Willebadessen gegen einige Nationalläuferinnen gewinnen.
Nicht ganz so stark ist das Feld in der Herrenelite besetzt. Mit Ole Hennseler (MTV Seesen) und Riccardo Casanova (OLG Regensburg) stehen nur zwei Nationalläufer am Start. Wie schon häufiger dieses Jahr werden sie sich ein Duell mit Toby Scott (OLV Steinberg) liefern. Spannend wird auch das Duell mit Altmeister und Titelverteidiger Sören Lösch (USV Jena). Vor zwei Wochen in Kassel hat er bereits gezeigt, dass er gut in Form ist und ein Tempo im Bereich der drei laufen kann. Die starken Junioren, die das Feld in diesem Jahr bereits mehrfach aufgemischen konnten, laufen ein letztes Mal in der Juniorenkategorie H20. So ergibt sich für andere die Chance auf einen Podiumsplatz – die jungen Lucas Imbsweiler (TV Oberbexbach) oder Martin Scheuermann (SSV Planeta Radebeul) vielleicht. Nie zu unterschätzen sind auch die Postler Moritz Döllgast und Matthias Kretzschmar.
Im Deutschlandcup wird der Sieg wohl nur über die drei großen Dresdner Vereine gehen. Die DauersiegerInnen des Post SV Dresden schicken sich an, den Titel ein weiteres Mal zu verteidigen. Topherausforderer ist der USV TU Dresden – im Staffelaufgebot werden möglicherweise gleich vier NationalkaderathletInnen stehen. Auch der SV Robotron Dresden darf sich Hoffnungen machen. Außenseiterchancen haben die Sieger der DM Staffel in der Herrenelite – die OLG Regensburg. Ihnen könnte es aber an vergleichbar starken Damen fehlen. Auch der MTV Seesen und USV Jena könnten von Patzern der Konkurrenz profitieren.
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