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09. Mai 2022

Staffel-DM – Da lebt die Zeit wieder auf

Nach zweijähriger Zwangspause fanden sich am letzten Wochenende endlich wieder rund 550 Läuferinnen im Erzgebirge in der Nähe der Uhrenstadt Glashütte – die mit dem Slogan „Hier lebt die Zeit“ wirbt – ein und liefen um die nationalen Titel im Staffel-OL sowie im Mannschafts-OL. Veranstalter war der Deutsche Orientierungssport Verband und Ausrichter der Post SV Dresden.

Das von Andreas Lückmann, teilweise mit moderner und supergenauer GNSS-Aufnahmetechnik kartierte Gelände erwies sich als abwechslungsreich, mit steilen Anstiegen. Da entschied sowohl manche Routenwahl als auch die Feinorientierung über die Platzierungen. Zwei Sichtstrecken sorgten bei frühsommerlichen Temperaturen für greifbare Spannung im Zielareal.

Das Catering übernahm der schlagkräftige Ausrichterverein gleich mit und sicherte seiner Klubkasse hoffentlich eine willkommene Zusatzeinnahme. Und „ganz nebenbei“ organisierten sie am Freitagabend einen weiteren Wertungslauf der Deutschen Parktour im Städtchen Glashütte. Sogar ein preisgünstiges Massenquartier konnte nach der langen Corona-Pause angeboten werden.

Die Staffel

Bei den Herren sichern sich die beiden großen Dresdner Vereine Post und TU Gold und Silber. Dabei gab es von Anfang an immer wieder Wechsel in den Platzierungen in einem der spannendsten Rennen der letzten Jahre. Unsicherheiten in der Feinorientierung und unterschiedliche Routen sorgten für Positionswechsel.

Hervorzuheben sind die Leistungen der beiden Junioren Marek Pompe und Konstantin Kunckel, die nach der Startrunde das Feld anführten.

Mit Schlussläufer Markus Grätsch lief der USV TU Dresden klar um die Siegchance. Philipp Müller nutzte am Ende eine letzte Chance für den Post SV Dresden und lief mit 23 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie.

Das junge Team des MTV Seesen konnte mit der schnellsten Einzelzeit des Schlussläufers Ole Hennseler noch auf den Bronzerang vorlaufen.

Das Damenrennen wurde im Gegensatz zu dem der Herren sehr souverän durch den USV TU Dresden gewonnen. Alle drei Läuferinnen bauten ihren Vorsprung stetig auf am Ende rund 15 (!) Minuten vor dem weiteren Dresdner Großverein SV Robotron Dresden aus.

Mannschafts-OL

Die Disziplin Mannschafts-OL ist eine liebgewonnene deutsche Besonderheit, die von den Aktiven immer ein gehöriges Maß an Empathie für das eigene Team erfordert. Hier werden Deutsche Bestenkämpfe ausgetragen, keine Meisterschaften.

Bei den Herren belegten am Sonntag die gleichen Vereine die Plätze eins bis drei wie am Vortag. TU Dresden und Post Dresden tauschten nur die Plätze. TU Dresden teilte die knapp 50 Aufteilposten optimaler als Post Dresden ein.

Bei den Damen teilte nachweislich der MTV Seesen am effektivsten die 37 Aufteilposten ein und zeigte auch die beste Laufleistung. Auf Platz zwei ordnen sich etwas enttäuscht der USV TU Dresden und auf Platz drei der überglückliche OLV Potsdam ein. Der USV TU Dresden ist enttäuscht, weil sein erstes Team mit einem Fehlstempel aus dem Wald kam, wie so viele an diesem Sonntag. Aber dann springt eben das zweite TU-Team ein.

 

Deutsche Meisterschaften Staffel-OL

Damen

1. USV TU Dresden I         2:04:27
(Uiboupin, Starke, Nieke)
2. SV Robotron Dresden      2:20:32
(Zmítková, Heinemann, Heinemann)
3. USV TU Dresden II        2:25:21
(Kretzschmar, Kaufmann, Trilca)

Herren

1. Post SV Dresden          1:52:21
(Döllgast, Kretzschmar, Müller)
2. USV TU Dresden 1:52:44
(Kunckel, Kundisch, Grätsch)
3. MTV Seesen 1:59:26
(Hennseler, Buchberger, Hennseler)

  

Deutsche Bestenkämpfe Mannschafts-OL

Damen

1. MTV Seesen              49:53
(Friedrichs, Buchberger, Linke)
2. USV TU Dresden 52:46
(Reinhardt, Trilca, Kaufmann)
3. OLV Potsdam 58:02
(Heidrich, Szada, Bringezu)

Herren

1. USV TU Dresden        1:01:51
(Kundisch, Grätsch, Kunckel)
2. Post SV Dresden 1:02:45
(Müller, Döllgast, Kretzschmar)
3. MTV Seesen 1:07:03
(Hennseler, Buchberger, Hennseler)

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