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26. Februar 2022

Saison­vorbereitung im Süden

Vom 12.-20.2 trainierten der Erwachsenenkader des deutschen Nationalteams in Portugal. Dabei wurden sowohl Wald und Sprint Einheiten trainiert, als auch die Wettkämpfe des NAOMs bestritten. Das Trainingslager war der erste gemeinsame Anlass des Teams dieses Jahr, der in Präsenz stattfand, und diente der generellen Saisonvorbereitung.

Eigentlich gehört ein Trainingslager im Februar/März zum Standardprogramm des Elite-Nationalteams, fand jedoch aus offensichtlichen Gründen in den letzten zwei Jahren nicht statt. Nicht nur die angenehmeren Temperaturen, sondern auch die Möglichkeit fertige Trainingspakete, also aktuelle Karten mit Bahnen, sowie im Gelände markierten Posten, nutzen zu können, locken verschiedenste OLer-Gruppen jedes Jahr im Frühjahr in den europäischen Süden. Dieses Jahr ging es daher nach Portugal. Die erste Hälfte des Trainingslagers wurde in der Region der diesjährigen Junioren-WM rund um Aguiar da Beira absolviert, und die zweite Hälfte, inklusive der NAOM-Wettkämpfe, rund um Castelo de Vide.

Das Trainingslager konnte in gewisser Weise als erster Stresstest der persönlichen OL-Fähigkeiten für die kommende Saison gesehen werden. Hier ging es neben Basisarbeit darum zu erkennen, wie der aktuelle Stand der physischen und o-technischen Fähigkeiten ist, im Gegensatz zu Maßnahmen, welche näher zur Saison liegen, bei welchen die spezifische Wettkampfvorbereitung im Vordergrund steht. Durch einen Mix aus intensiven und extensiven Sprint-, sowie Waldtrainings, inklusive zwei Nacht-OLs, wurde den Athleten ein breites Programm angeboten. Prinzipiell anzustreben ist natürlich, dass jeder Athlet das komplette Programm wahrnimmt, jedoch mit Hinsicht auf das individuelle Wintertraining und den dabei teilweise beinhaltenden Verletzungen dosierten einige Athleten sinnvoll ihr eigenes Trainingsvolumen bzw. kompensierten mit Alternativtraining.

Zwar enttäuschte das Wetter in den ersten Tagen mit nur leicht besseren Bedingungen als in Deutschland, allerdings konnte dafür das Gelände mit verschieden großen Steinen, Felsen und Felsplatten punkten. Darüber hinaus stellten Dickichte eine Herausforderung bei der kurzen und langen Routenplanung. Die für die Sprints genutzten Bergdörfer überzeugten dabei immer mit steilen und spannenden Gassen, sowie besten Aussichten über die umliegenden Landschaften.

Am Ende des Trainingslagers standen die drei Wettkämpfe (Mittel, Sprint, Mittel) des NAOMs an. Bei den letzten beiden handelte es sich zudem um WREs, sodass die Athleten WRE-Punkte sammeln konnten, um zum einen „bessere“, also spätere, Startplätze bei internationalen Wettkämpfen zu erhalten, zum anderen auch weiter das Nationenrankings Deutschlands zu verbessern. Das Nationenranking in der WRE bestimmt darüber, wie viele Startplätze einer Nation bei internationalen Anlässen wie Weltcups zur Verfügung stehen. Langfristiges Ziel ist also, durch einen Aufstieg hier mehr Startplätze zur Verfügung zu haben. Durch die international besetzten Starterfelder hatten die Kaderathleten außerdem die Möglichkeit eine internationale Standortbestimmung durchzuführen.

Die ersten wichtigen Wettkämpfe für den Elitekader stehen Anfang März in Spanien an, welche die ersten Sichtungsläufe für die diesjährigen internationale Saison darstellen. Danach folgen ab April in Belgien und Dänemark weitere (Sprint-)Wettkämpfe zur Selektion, wobei dann Ende Mai mit dem Weltcup im schwedischen Borås der erste große Wettkampf der Saison stattfindet.

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