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12. April 2014

Sabine Rothaug und Susen Lösch ziehen ins Sprintfinale ein

Im beschaulichen portugiesischen Küstenstädtchen Sesimbra fanden am heutigen Tag die Qualifikationsrennen für das Sprint-Finale der EM statt. Drei deutsche Damen und ein Herr stellten sich der Herausforderung zwischen all den Gassen und Treppen die Optimalroute zu finden. Die Wertung des Vorlaufes über die Mitteldistanz wurde annuliert.
Sabine Rothaug
Sabine Rothaug
Foto: Nationalteam
Sabine Rothaug
Foto: Nationalteam

Während Anna Reinhardt und Felix Spät deutlich am „Cut“ scheiterten, sicherte sich Susen Lösch bereits ihr zweites A-Finale bei der EM. Und die Juniorin Sabine Rothaug überraschte indem sie als 16. in ihrem Vorlauf ebenfalls das Ticket für das morgige A-Finale in Palmela löste. Susen, die als allerletzte Läuferin auf die Strecke ging, berichtete über ihren Lauf: „Am Start war ich diesmal super aufgeregt, vielmehr als vor der Mitteldistanz. Aber das legte sich in dem Moment als das Rennen startete. Unterwegs hatte ich zwei bis drei kleine Unsicherheiten, aber ich konnte trotzdem die ganze Zeit die Kontrolle behalten. Am Ende habe ich noch mal richtig Tempo gemacht, weil ich wusste, dass es knapp werden würde.“ Unmittelbar nach ihrem Zieleinlauf sagte Sabine: „Das hat heute richtig Spaß gemacht!“ Ein kleiner Routenwahlfehler kostete zwar ein wenig Zeit, ansonsten konnte sie aber ihr momentanes Leistungsvermögen voll ausschöpfen. „Wenn mir morgen noch mal so ein Lauf gelingen würde – das wäre schon genial!“ fasst sie ihre Hoffnungen für das Finale zusammen.

Susen Lösch
Susen Lösch
Foto: Nationalteam
Susen Lösch
Foto: Nationalteam

Neuigkeiten gibt es auch noch im Nachgang zum Mitteldistanzvorlauf. Dort unterliefen den Organisatoren mehrere Fehler. Ein Posten, von dem jedoch nur ein Männervorlauf betroffen war, stand etwa 30 m falsch an einer benachbarten Kuppe (in einem Gebiet mit einer Sichtweite von mehreren hundert Metern). Zudem war die Pflichtstrecke für manche Läufer nicht ausreichend gut markiert. Daraufhin brach eine Welle von Einsprüchen über die Organisatoren ein. Deren Vorschlag war daraufhin, alle Herren, die durch den falschen Posten das A-Finale verpasst hatten, noch zusätzlich ins A-Finale mit aufzunehmen. Dieser Vorschlag ging einigen wenigen Teams nicht weit genug. Sie protestierten gegen die Wertung des gesamten Vorlaufs inclusive des Damenrennens, das von dem betreffenden Posten überhaupt nicht berührt war. Am Ende entschied die Jury im Sinne der Protestierenden, dass der komplette Lauf annulliert wird und alle Damen und Herren am Montag im A-Finale laufen dürfen. Die Startreihenfolge soll aufgrund der momentan nur bedingt aussagefähigen Weltrangliste festgelegt werden.

Ein bitterer Nachgeschmack bleibt bei dieser Geschichte. Unter dem Vorwand eine Ungerechtigkeit, die etwa 4-5 Läufer betroffen haben dürfte, auszugleichen, wurde nun eine „Lösung“ gefunden, die sehr vielen Läufern unrecht tut, die in den Vorläufen starke Leistungen gebracht haben, aber z.B. in der Weltrangliste nicht vorn platziert sind. Aufgrund der nun sehr großen Starterfelder werden die Topläufer vor ihrem Lauf viele Stunden in der Quarantäne verbringen müssen. Hinzu kommt, dass die Proteste zum Teil auch dadurch motiviert waren, der IOF eine Lektion zu erteilen – nämlich künftig solche Großveranstaltungen nicht mehr an weniger erfahrene OL-Nationen zu vergeben. Das deutsche Team hat keinen Einspruch oder Protest verfasst, da sich die Läufer durch die organisatorischen Fehler nicht in ihren Läufen beeinträchtigt sahen.

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Jan Birnstock
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