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11. Juli 2013

Prunsche und Tröße im Finale der Mitteldistanz

Mit einem absolut überzeugenden Qualifikationslauf marschierte Christoph Prunsche (TuS Lübbecke) in das WM-Finale über die Mitteldistanz. Christiane Tröße (SV TU Ilmenau) gelang Selbiges im Damenrennen. Für Christoph Brandt (SSV Planeta Radebeul) und Bjarne Friedrichs (MTV Seesen) war der Lauf südlich von Vuokatti eine richtig bittere Erfahrung.

Zur Qualifikation über die Mitteldistanz konnte man fast den Eindruck gewinnen als wären die Damen und die Herren in einem komplett anderen Wald unterwegs gewesen. Während die Damen die ersten beiden Posten teilweise minutenlang einkreisten, kamen die nach ihnen gestarteten Herren oft mit wenigen Fehlern durch denselben Waldabschnitt. Dieser Abschnitt war geprägt von einem sehr feingliedrigen Relief, in welchem die Orientierung durch eine stark eingeschränkte Sicht zusätzlich erschwert wurde. Im weiteren Rennverlauf hielt sich der Zeitverlust durch technische Unzulänglichkeiten bei den meisten Läufern in Grenzen. Aufgrund der Laufgeschwindigkeit war es im größtenteils abfallenden Laufgelände aber durchaus möglich, noch Zeit zu verlieren. Scheinbar vollkommen unbeeindruckt von den technischen und läuferischen Herausforderungen zeigte sich Christoph Prunsche. Als 10. im Klassement hatte er weniger als 3 Minuten Rückstand auf die Spitze in seinem Qualifikationslauf über 4,1 km. Ein Umstand, der Herrentrainer Andreas Lückmann ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Auch mit den Läufen von Christoph Brandt und Bjarne Friedrichs könnte der Bundestrainer im anspruchsvollen Gelände zufrieden sein. In den schnellen Vorläufen 1 und 2 reichten die Zeiten aber nicht aus, um unter die Top 15 zu kommen. Die Frustration war dementsprechend spürbar. Friedrichs kam sehr gut durch den technisch stark fordernden Teil der Bahn, verlor dann aber wieder im schnelleren zweiten Teilstück an Zeit.

Ähnlich wie viele andere Damen zuvor haben Sieglinde Kundisch (USV TU Dresden) und Esther Doetsch (DJK Adler Bottrop) im ersten Abschnitt Zeit liegen gelassen. Durch die teilweise extremen Zeitabstände wäre die Dresdner Orientierungsläuferin trotzdem fast in das Finale eingezogen. Ganz im Gegensatz zu Esther Doetsch, welche einen im Durchschnitt schnelleren Vorlauf erwischte und sich mit einer besseren Zeit deutlich weiter hinten platzierte. In einem noch engeren Qualifikationslauf lief Christiane Tröße auf Rang 14. Sie konnte die Marschroute von Damentrainer Jan Birnstock umsetzen, kam ohne größeren Zeitverlust durch den Anfangsteil der Bahn und beendete das Rennen über 3,6 km auch ohne größere Fehler. Das Finale der Mitteldistanz findet am Freitag statt. Die ersten Starter gehen ab 12.10 Uhr (MEZ) in den Wald.

Ergebnisse

Damen Vorlauf 1
1. Annika Billstam	Schweden	
1. Merja Rantanen	Finnland	28:26 min
15. Jasmine Neve	Australien	38:06 min
23. Esther Doetsch 	Deutschland	47:21 min

Vorlauf 2
1. Tove Alexandersson	Schweden	28:26 min
15. Inage Hinako		Japan		47:19 min
18. Sieglinde Kundisch 	Deutschland	48:50 min
Vorlauf 3
1. Inga Dambe		Lettland	30:01 min
14. Christiane Tröße	Deutschland	36:10 min

Herren Vorlauf 1
1. Daniel Hubmann	Schweiz		25:50 min
15. Simonas Krepstas 	Litauen		30:27 min
17. Christoph Brandt	Deutschland	30:47 min
Vorlauf 2
1. Matthias Kyburz	Schweiz		26:56 min
15. Simon Uppill	Australien	31:34 min
20. Bjarne Friedrichs	Deutschland	32:53 min
Vorlauf 3
1. Kalvis Mihailovs	Lettland	27:39 min
10. Cristoph Prunsche	Deutschland	30:30 min

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