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27. September 2019

OL-Weltcup über die Mitteldistanz

Zum Auftakt des OL-Weltcups in Laufen (BL) konnten die Eidgenossen über die Mitteldistanz einen Sieg und weitere drei Podestplätze feiern. Im Damenrennen distanzierte die Schwedin Tove Alexandersson die weitere Konkurrenz deutlich. Stärkste deutsche Läuferin war Susen Lösch (USV Jena). Das Mitteldistanzrennen führte die insgesamt rund 200 Läuferinnen und Läufer aus über 20 Nationen durch das Gelände «Stürmenchopf» oberhalb des Städtchens Laufen.

Das Mitteldistanzrennen der Frauen war eine Machtdemonstration der zehnfachen Weltmeisterin Tove Alexandersson. Zu absolvieren war eine Bahn mit vielen kurzen Postenverbindungen zwischen dem dritten und 14. Kontrollpunkt. Nach dem Start und zum Ende des Rennens galt es längere Teilstrecken zu laufen. Die Schwedin gewann das Rennen mit einem grossen Vorsprung von über zweieinhalb Minuten vor der 21-jährigen Simona Aebersold (Schweiz). Das Podest ergänzte die Schweizer Mannschaftskameradin Sabine Hauswirth. Susen Lösch erlief mit Abstand das stärkste deutsche Resultat. Die Wahlschwedin startete schnell in das steile Waldgebiet mit vielen dichteren, grünen Flächen. Nach Unsicherheiten am 11. Posten und einer ungünstigen Routewahl zum 12. Posten gingen auf dem läuferisch geprägten letzten Abschnitt weitere Sekunden verloren. Im Ziel beendete die Wahlschwedin das Rennen auf Rang 26.

Paula Starke (USV TU Dresden) berichtete von einem physisch guten Lauf, bei dem das hohe Tempo und die kurzen Postenabstände allerdings Schwierigkeiten beim Vorplanen der Posten bereiteten, so dass das Gesamtfazit mit Rang 68 nicht positiv ausfiel. Leonore Winkler (USV Jena) startete erstmalig bei einem Weltcup und ging gleich als Erste auf ihre Bahn. Ein Lauf mit vielen Unsicherheiten bedeutete im Gesamtklassement Rang 80. Der Schweizer Joey Hadorn feierte im physisch anspruchsvollen Terrain den ersten Weltcupsieg seiner Karriere. Hinter ihm klassierte sich der sechsfache Gesamtweltcupsieger Daniel Hubmann (Schweiz). Dritter wurde Martin Regborn aus Schweden.

Bojan Blumenstein (OSC Kassel) zeigte sich konsterniert nach seinem Rennen. Mit jeweils zwei kleinen Fehlern und schlechten Routen sowie einer Form, die nicht wie erhofft ist, ging es im Klassement auf Rang 60. Erik Döhler (TUS Rüppurr) analysierte im Ziel mehr als 2:30 Minuten Fehler auf einer nach eigener Aussage technisch einfacheren Bahn, bei der allerdings im gesamten Starterfeld erstaunlich viele Fehler gemacht wurden. Im läuferisch harten Rennen mit physischen fordernden Bergpassagen galt es bei den Routenwahlen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Auch Ole Hennseler (MTV Seesen) analysierte alles andere als einen fehlerfreien Lauf. Sprintspezialist Marvin Goericke (Berliner TSC) war mit der Tagesform nicht zufrieden. Colin Kolbe verpasste den 7. Posten und musste daher disqualifiziert werden. Die Stadt Laufen bildet am Wochenende den Austragungsort von zwei weiteren Weltcupläufen. Am Samstag steht ein Knock-out Sprint an, am Sonntag folgt ein klassisches Sprintrennen.

Ergebnisse

Damen
1. T. Alexandersson	Schweden	37:01 min 2. S. Aebersold		Schweiz		39:37 min 3. S. Hauswirth		Schweiz		39:50 min 26. S. Lösch		Deutschland	45:17 min 68. P. Starke		Deutschland	51:29 min 80. L. Winkler		Deutschland	54:52 min
Herren
1. J. Hadorn		Schweiz		37:21 min 2. D. Hubmann		Schweiz		37:30 min 3. M. Regborn		Schweden	37:58 min 60. B. Blumenstein	Deutschland	45:25 min 63. E. Döhler		Deutschland	45:53 min 68. O. Hennseler	Deutschland	46:21 min 103. M. Goericke	Deutschland	55:40 min C. Kolbe		Deutschland	Fehlstempel

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