04. Oktober 2022
Meisterschaftswochenende im Harz
Das OL-Wochenende im Harz war ein Fest, ausgerichtet von Orientierungssportlern aus den verschiedensten Regionen für Orientierungsläufer mit Leib und Seele. Zu sehen waren unterschiedlichste Gebiete und starke Einzelleistungen sowie die gewohnten Namen ganz oben auf dem Podest. In Abwesenheit der Nationalläufer, welche beim Weltcup in der Schweiz starteten, liefen die Altmeister Karin Schmalfeld (BSV Halle-Ammendorf) und Sören Lösch (USV Jena) in der Eliteklasse zum Meistertitel über die Langdistanz. Den Deutschland-Cup gewann der Post SV Dresden. Der Sieg beim Schüler-Cup ging an den USV TU Dresden.
Den Auftakt bildete ein Lauf zur Deutschen Park Tour am Samstagnachmittag in Blankenburg. Für knapp 600 Teilnehmer ging es zunächst durch die historische Altstadt, in welcher die Orientierung durch künstliche Straßensperren und die Öffnung von mehreren Durchgängen erschwert wurde. Auf vielen Bahnen mussten zahlreiche Höhenmeter bis zum Schloss Blankenburg absolviert werden, bevor es dann im letzten Teil der Strecke durch den schnell belaufbaren Schlosspark, den Berggarten oder Fasanengarten hinab in Richtung Schlosshotel Blankenburg ging, wo die Zielarena aufgebaut war. Die Bestzeiten in den Eliteklassen setzen an diesem Tag Katharina Linke (MTV Seesen) und Timon Lorenz (OLG Regensburg).
Die Deutschen Meisterschaften über die Langdistanz wurden am Sonntag nur wenige Kilometer weiter rund um die Burg und Festung Regenstein ausgelaufen, wo sich innerhalb der Burgmauern das Wettkampfzentrum und das Ziel befand. Auf dieser Etappe gab es gleich mehrere Anforderungen. Zunächst bestand für die ca. 930 Teilnehmer die Aufgabe darin, möglichst schnell durch den offenen und auch teilweise sehr feingliedrigen Nadelwald zu kommen, ohne die Orientierung zu den vereinzelten Stein- und Felsposten zu verlieren. Weiterhin musste in den unterschiedlichsten Felsbändern sauber orientiert werden. Gegen Ende führten die Bahnen dann hinauf auf das Burgareal, in welches durch einen Tunnel eingelaufen wurde. Die Eliteklassen gewannen Karin Schmafeld (BSV Halle-Ammendorf) und Sören Lösch (USV Jena) mit jeweils mehr als 2 Minuten Vorsprung auf Oleksandra Parkhomenko (OLV Landshut) und Dorothea Müller (Post SV Dresden) sowie Philipp Müller (Post SV Dresden) und Christoph Prunsche (TuS Lübbecke).
Zum Deutschland-Cup und Schüler-Cup am Tag der Deutschen Einheit reiste der gesamte Tross dann nach Halberstadt. In den Spiegelsbergen galt es auf einer relativ kleinen Karte die Höhenformationen stetig im Auge zu behalten sowie die korrekten Posten zu lochen. Die Sichtbarkeit und die Belaufbarkeit des Geländes waren immer wieder durch Unterbewuchs stärker eingeschränkt. Die Dresdner Vereine liefen dabei von Anfang an um die vordersten Platzierungen mit. Vom zweiten bis zum fünften Läufer führten zwei Staffeln des Post SV Dresden das Klassement an und gaben diesen Vorsprung auch bis zum Ende nicht mehr her. Auf dem dritten Rang lief der USV TU Dresden ein.
Der Nachwuchs des USV TU gewann den Schüler-Cup vor dem OLV Steinberg und dem Post SV Dresden.
Neben diesen drei ganz unterschiedlichen Wettkämpfen und Orten gab es noch eine Abendveranstaltung in Thale, wo die Meister und Bundesranglistensieger geehrt wurden und das Nationalteam virtuell über den Förderverein zugegen war.
Zum Programm zählten weiterhin jeden Tag unterschiedliche Angebote für Kinder, welche nicht an den Hauptrennen teilnehmen konnten. Der MDR berichtete im Rundfunk und Fernsehen mehrfach über die Veranstaltungen, weitere Pressevertreter informierten sich vor Ort über den Orientierungssport. Auf Stippvisite bei den Veranstaltungen waren ebenfalls die Ministerin für Inneres und Sport in Sachsen-Anhalt Frau Dr. Zieschang sowie die Bürgermeister der beteiligten Städte.
Zusammengefasst war es eine Veranstaltung, die auch durch die Kombinationen mit dem Junioren-Europa-Cup einen unglaublich großen Planungsaufwand hatte und so in der Art und Weise nur durch das Wohlwollen, das Fachwissen und die Beharrlichkeit aller involvierten Personen zustande kommen konnte. Für die Region und den Orientierungssport war es in jeglicher Hinsicht eine hervorragende Werbung mit vielen zufriedenen Gesichtern.
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