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02. Juni 2022

JWOC-Trainingslager in Portugal

In der letzten Woche fand das Vorbereitungstrainingslager für die JWOC im Juli statt. Sieben JWOC-Interessenten konnten gemeinsam mit den Trainern Karsten und Matti direkt in Aguiar da Beira, dem Veranstaltungsort für die Junioren-WM, in relevantem Gelände trainieren und sich bei zwei Testwettkämpfen mit Jugendteams anderer Nationen messen.

Das Training bestand aus zwei Sprints und einigen Einheiten in unterschiedlichen Waldgebieten. Hierbei lag der Fokus mal eher auf kurzen Postenverbindungen, mal auf langen Routenwahlen. Im Wald konnte das durch den Veranstalter geschaffene Festpostennetz genutzt werden, zudem gab es zwei Trainings mit SI-Stationen.

Für den Sprint sind vor allem kleine Dörfer, in denen sich durchaus auch Felsplatten zwischen den Häusern befinden können, wettkampfrelevant. Die vielen schmalen Gassen forderten schnelle Entscheidungen über die Route und eine hohe Aufmerksamkeit beim Orientieren.

Charakteristisch für die detailreichen Waldgelände waren viele Steinobjekte verschiedener Größe. Auch sind allen die schwer belaufbaren Grüns in Erinnerung geblieben, die ihre Spuren auf Armen und Beinen hinterlassen haben. Gern auf langen Routen genutzt wurden natürlich Wege, die allerdings auf einigen Karten weniger zahlreich vorhanden waren. An ihrer Stelle gab es große offene Flächen mit Felsuntergrund, auf denen den OL-Schuhen mit Metal-Dobs gedankt wurde, die vor den Rutschen bewahrten.

Am Wochenende fanden dann die beiden Test-Wettkämpfe statt, die sowohl die Athleten als auch die Veranstalter für die JWOC vorbereiten sollten. Auf einer neuen Karte, welche zudem als Ersatzgelände für die Läufe im Juli dient, wurden eine Lang- und eine Mitteldistanz ausgerichtet.

Der Samstag der Langdistanz war der wärmste Tag der ohnehin sonnigen Trainingswoche. Dadurch wurde der Lauf gleichermaßen für Beine und Kopf anstrengender. Neben diesen läuferischen Anforderungen war auch die o-technische Schwierigkeit hoch: Routenwahlentscheidungen für lange und kurze Verbindungen mussten getroffen werden, während gleichzeitig bei wechselnd guter Belaufbarkeit der Kartenkontakt auf der aktuellen Route gehalten wurde.

Die Mitteldistanz am nächsten Tag besaß natürlich ein insgesamt höheres Lauftempo, aber auch hier galt: lieber ein Blick auf die Karte mehr als zu riskieren, ungenau zu orientieren. Besonders wichtig war hier, sich an den eigenen Plan zu halten und die Objekte zu sehen, die zum Posten leiten sollten. Das bedeutet, es war eine hohe Konzentration gefragt, die oft und gerne mit einer Abkühlung am Getränkeposten aufgefrischt wurde.

Trotz manch ärgerlichen Fehlers in dem anspruchsvollen Gelände konnte jeder ein Erfolgserlebnis mitnehmen. Jetzt entscheidet sich nach dem Sichtungstermin am kommenden Wochenende in Roßwein, wer mit den gewonnenen Erkenntnissen die Läufe bei der JWOC meistern darf.

An dieser Stelle vielen Dank an unsere Trainer für die Organisation. Ohne die Koordination von Anreise und Fahrten, letztes In-Erinnerung-rufen der Ziele und eure lockere Art wäre das spannende Trainingslager nicht möglich gewesen.

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