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23. November 2021

JAKT in St. Andreasberg

"Erstmal war es schön, dass nach zwei Jahren endlich wieder ein JAKT trotz immer noch vorhandenen Coronarisiken stattfinden konnte!"

Dieses Gefühl war wahrscheinlich bei allen Beteiligten vorherrschend, als sie sich am Freitagmittag in Richtung Harz aufmachten. Nachdem das Jugendanschlusskadertreffen (JAKT) im vergangenen Jahr noch der Pandemie zum Opfer gefallen war, konnte es in diesem Jahr mit einigen Hygienemaßnahmen stattfinden.

Unter Test- und Maskenpflicht versammelte sich die deutsche Orientierungslaufjugend im Sportjugendheim "Jangstel Inn" in St. Andreasberg. Vier Trainingseinheiten sowie zahlreiche Vorträge bildeten den Rahmen, zwischendurch war aber trotz eines engen Zeitplans noch Zeit zum Kennenlernen, Austausch und für gemeinsame soziale Aktivitäten wie eine Kicker- oder Basketballsession. Zweck des JAKT ist vor allem die Kontaktaufnahme zwischen Bundeskader und talentierten Athleten, die den Anschluss an ebenjenen finden wollen.

Das Wochenende begann am späten Freitagnachmittag mit einem Nachtsprint durch die steilen Gassen und den Kurpark von St. Andreasberg.

Am Samstagmorgen folgte ein Staffelstart-Training bei Clausthal-Zellerfeld – ein Massenstart mit über fünfzig Teilnehmern ist doch immer wieder ein besonderes Erlebnis, das Motivation, aber auch Teamgeist, auf besondere Art fördert. Ruhiger ging es dann am Nachmittag zu, in einem für die meisten unbekannten, recht speziellen Technik-Test ging es um die Arbeit mit Postenbeschreibung, Kompass und Höhenlinien.

Ein Beweglichkeitstest am Abend zeigte den Teilnehmenden ihre Stärken und Schwächen auf, um in Zukunft auch hier noch zielgerichteter zu trainieren. Vorträge hielten unter anderem Veit Slodowski zur Zweckmäßigkeit von Kraft- und Beweglichkeitstraining, Ole Hennseler berichtete über das Jahr 2021 im Elitekader. Hervorzuheben ist sicherlich ein Vortrag von Teilnehmerin Anna Mühlstädt zum Thema Fußgelenksverletzungen, der durch ein Handout mit zentralen Tipps und einen individuellen Test zur Sprunggelenksstabilität ergänzt wurde.

Den Abschluss am Sonntag bildete ein Training zum Thema "Vereinfachen". Im dichten Nebel und Regen – manch einer fühlte sich an den BRL-Lang im selben Gelände zwei Monate zuvor erinnert – musste unsere OL-begeisterte Jugend auf selbstgezeichneten Karten ihre Posten finden. Sicherlich waren die Karten einiger Läufer nicht ausreichend, aber auch das ist ja ein Lerneffekt und Spaß schien es trotzdem gemacht zu haben.

Natürlich durfte auch das morgendliche Warm-Up nicht fehlen, frei nach dem Motto von Bundesjugendfachwart Joachim Stamer: "Wenn du morgens aufstehen sollst und dann steht da dieses Riesenvieh, 'der Schweinehund', dann musst du ihn nicht zwischen den Ohren kraulen und pflegen, sondern am besten direkt erschießen." Angesichts der guten Stimmung an diesem Wochenende war das definitiv kein Problem, im Wintertraining wird es dem ein oder anderen aber vielleicht durch die vielen langen, kalten Trainings bei Dunkelheit helfen.

Zum Abschluss bleibt ein großes Dankeschön an alle Beteiligten: allen voran unserer motivierten deutschen OL-Jugend, die dieses Wochenende trotz aller Umstände zu einem echten Event gemacht hat und das Herz eines jeden Trainers höherschlagen lassen muss, den Organisatoren des Wochenendes in Person von Joachim Stamer und Kilian Lilje, den Vortragenden für ihren Input, sowie den angehenden A-Trainern für die Vorbereitung der Trainings.

Für alle, die durch den JAKT in ihrer Motivation bestärkt wurden, OL leistungssportlich zu betreiben, gilt der Bewerbungsschluss vom 28.11.2021 um 23:59 Uhr für den Bundesnachwuchskader 2022.

Mehr:
Dokument "Kaderbewerbung Nachwuchs 2022"