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25. Juni 2023

EYOC-Staffel zum Abschluss

Cedrik Klein  das gesamte Team der EYOC 2023 v2
Das Team bei der EYOC 2023 in Bulgarien
Foto: Cedrik Klein
Das Team bei der EYOC 2023 in Bulgarien
Foto: Cedrik Klein

Der Staffelwettkampf bietet den Athleten die Erfahrung des gemeinsamen Wettbewerbs. Es geht nicht nur um individuelle Leistungen, sondern um die gemeinsame Anstrengung des Teams, das kollektive Ziel zu erreichen. Nach einem starken Staffelergebnis 2022 konnte das deutsche Team heute weniger punkten. In den Staffeln D16 und H16 passierte der Worst-Case: Ein Fehlstempel und somit keine Wertung der Staffel. Es folgt ein kleiner Erfahrungsbericht jeder Staffel und zum Schluss ein Rückblick auf die ganze EYOC.

Das Wetter war heute etwas erträglicher, zu der Sonne gesellten sich immer wieder Wolken die Schatten spendeten. Das Gelände wirkte anspruchsvoll, aber wunderschön. Einige Athleten erzählen selber:

D16: Lena Baath, Marika Prolingheuer, Anna Holfeld: Fehlstempel

Pos. 1 Lena Baath: „Ich habe mir die ganze Zeit vor dem Start gesagt, dass ich mein Ding mache und ich mich auf meinen Lauf konzentriere. Dadurch war ich auch gar nicht so aufgeregt. Beim ersten Posten hatte ich dann die hinterste Gabel. Ich war bei beiden Posten davor, die ich nicht hatte und habe dann ein kleines Tal mit einem Graben verwechselt. Irgendwann habe ich es verstanden, war dann aber schon relativ alleine.“ Lena passierte dann etwas, was viele Ol’er vielleicht kennen: „Ich habe immer die Codezahlen kontrolliert. Als ich beim fünften Posten stand, merkte ich wie ich die falsche Codezahl im Kopf hatte, kontrollierte nochmal und sah, dass sie stimmte. Dann bin ich einfach weiter. Jetzt ist klar: ich hatte den 4. Posten weggeknickt und bin ihn einfach überlaufen. Danach hatte ich kurz noch Kontakt zu 2 Nationen, bin aber relativ alleine gelaufen. Eigentlich wollte ich von Anfang an Kontakt nach vorne halten, um in das Feeling zu kommen bei internationalen Staffeln mitzulaufen… Leider hat das nicht funktioniert. Auch wenn ich den Fehlstempel habe und enttäuscht bin, ich freue mich richtig für die beiden anderen, dass sie noch so einen guten Lauf hatten.“

Pos. 2 Marika Prolingheuer: „Technisch lief es ganz gut bei mir. Einen Fehler habe ich gemacht, vielleicht 20-30 Sekunden aber läuferisch ging bei mir heute nicht viel.“

Pos. 3 Anna Holfeld: „Mein Lauf war echt gut, es hat richtig Spaß gemacht und ich glaub ich habe auch nochmal ein paar Leute überholt. Ich habe auch keine richtigen Fehler gemacht, nur kleine Schlenker im Postenraum. Weil ich relativ weit hinten losgeschickt wurde, hatte ich nochmal richtig Motivation ein paar Leute einzuholen, auch weil ich wusste, dass ich schneller bin. Es war echt schön.“


H16: Lennart Mühlstädt, Lionel Kumbier, Niklas Wetzel: Fehlstempel

In der H16 Staffel passierte der Fehlstempel auch auf der ersten Strecke. Lennart Mühlstädt stempelte einen falschen Gabelposten.

H18: Ole Baath, David Saupe, Loic Dequiedt: Platz 11

Pos. 3 Loic Dequiedt: „Mein Lauf heute war auch ziemlich gut. Ich bin in einer Tram gelaufen aus 3-4 Leuten, aber die ganze Zeit vorne weg gelaufen, also habe ich eigentlich keinen gesehen. Ich bin sehr gut rein gekommen, habe auch eigentlich keine wirklichen Fehler gemacht, nur ein paar Ungenauigkeiten an wenigen Posten. Am Ende hatte ich läuferisch noch mehr Kraft als die anderen und konnte auch nochmal einen Engländer einholen. Insgesamt bin ich sehr zufrieden.“

D18: Marlene Fritz, Annika Stamer, Julia Fritz: Platz 7

Pos. 1 Marlene Fritz: „Der Massenstart war gar nicht so schnell, aber zum ersten Posten habe ich die Entfernung nicht richtig einschätzen können. Ich habe mich dann dafür entschieden in die richtige Richtung einfach weiter zu laufen, aber habe zu wenig comittet und bin zu schwammig gelaufen, hatte dann den Anschluss zur Spitze leider schon verloren. Danach lief es wieder richtig gut und ich habe eigentlich keine Fehler gemacht.“

Pos. 2 Annika Stamer: „Ich war am Anfang erstmal alleine, bis ich dann eine paar Leute aufgelaufen habe. Mit meiner Routenwahl zu Posen 6 bin ich nicht ganz zufrieden. Beim Sichtposten war ich nicht vor Ungarn/Frankreich und Kroatien, die mich dann aber auflaufen konnten, weil ich mich physisch nicht gut fühlte. Meine Fehlerzeit war nicht größer als 30s.“

Pos. 3 Julia Fritz: „Mein Lauf war eigentlich auch gut. Direkt beim ersten Posten habe ich 2 Nationen eingesammelt. Zum 6. Posten habe ich zwei Mal Zeit verloren…eigentlich bin ich ganz zufrieden. Ich habe mich etwas langsam gefühlt, wahrscheinlich war ich es aber gar nicht.“


Till Buchberger lief im Mixed-Team mit Italien und Israel, Moritz Kuntze mit Portugal und Ungarn, Stanja Lindig mit Norwegen und Schweden.


Was sich auf den ersten Blick sagen lässt: Im Vergleich zur Spitze verloren die Athleten dieses Jahr vor allem physisch Zeit. Ohne die Fehlstempel bei der Staffel läuft Deutschland auf Platz 9 der Nationenwertung, so ist es am Ende der 11. Platz. Die Nachwuchssportler zeigten am vielen Stellen hervorragende Leistungen. Auch wenn die Staffel das Teamergebnis ein bisschen dämpft, es war eine erfolgreiche EYOC für das deutsche Team, von der es mit einer Bronzemedaille zurückkehrt. Viele Athleten waren zufrieden mit ihren Leistungen. An dieser Stelle nochmals Gratulation an Loic und seinen Heimtrainer Tilo Pompe, die auf einem wunderbaren Weg sind und mit ihrer klasse Zusammenarbeit zeigen was möglich ist. Ein Dank geht auch an die vielen Landeskader, Vereine, Eltern und Heimtrainer, die es den jungen Sportlern ermöglichen solche wunderschönen Erfahrungen zu sammeln. Hinter jeder guten Einzelleistung steckt ein Team und als solches entwickelt sich der Nachwuchssport in Deutschland weiter.


In einer Woche reist der zweite Teil des Nachwuchskaders nach Rumänien zur Junioren-Weltmeisterschaft. Die Wettkämpfe werden in der Woche vom 03. bis 08. Juli ausgetragen. Ein Artikel mit allen wichtigen Infos, auch zum mitverfolgen folgt auf o-sport.de.

 

Ergebnisse

H16
1. CZE (Vladimir Srb, Prokop Tomasek, Erik Heczko) 1:21:06
2. SUI (Lavio Mueller, Andrin Meier, Andri Gujan) +3:43
3. POL (Stanislaw Drapella, Filip Wodzicki, Tomasz Rzenca) +7:17
MP GER (Lennart Mühlstädt, Lionel Kumbier, Niklas Wetzel)

D16
1. FIN (Lotta Laakso, Roosa Muukkonen, Iida Koskinen) 1:23:40
2. SUI (Rahel Good, Lotta Marit Luethi, Luisa Gartmann) +0:46
3. POL (Julia Biskupska, Jasmina Olejnik, Antonina Slonska) +7:13
MP GER (Lena Baath, Marika Prolingheuer, Anna Holfeld)

H18
1. NOR (Sondre Olaussen, Kristoffer Strom Wik, Nils Anders Niklasson) 1:27:22
2. SUI (Loic Berger, Leander Wylenmann, Lukas Gasser) +0:22
3. SWE (Odin Ek, Svante Selin, Ludwig Rosen) +1:56
11. GER (Ole Baath, David Saupe, Loic Dequiedt) +6:37

D18
1. FIN (Virna Pellikka, Elli Punto, Eeva Liina Ojanaho) 1:30:42
2. CZE (Michaela Novotna, Katerina Stepova, Lea Martanova) +1:15
3. HUN (Bodza Virag Gerzsenyi, Janka Mikes, Rita Maramarosi) +6:12
7. GER (Marlene Fritz, Annika Stamer, Julia Fritz) +14:28

Cedrik Klein Marlene Fritz beim Massenstart der D18 Cedrik Klein Marlene Fritz beim Massenstart der D18
Der Massenstart der D18 mit Marlene Fritz.
Foto: Cedrik Klein
Der Massenstart der D18 mit Marlene Fritz.
Foto: Cedrik Klein
Cedrik Klein Lena Baath am Endposten Cedrik Klein Lena Baath am Endposten
Lena Baath am Endposten
Foto: Cedrik Klein
Lena Baath am Endposten
Foto: Cedrik Klein
Cedrik Klein Loic bei der abendlichen Siegerehrung der Langdistanz Cedrik Klein Loic bei der abendlichen Siegerehrung der Langdistanz
Das deutsche Highlight der diesjährigen EYOC - Loic Dequiedt (hier bei der Siegerehrung) gewinnt Bronze.
Foto: Cedrik Klein
Das deutsche Highlight der diesjährigen EYOC - Loic Dequiedt (hier bei der Siegerehrung) gewinnt Bronze.
Foto: Cedrik Klein

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