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24. Juni 2023

Bronzemedaille für Loic Dequiedt !!!

Cedrik Klein das Siegerpodest der H18
Noch in Laufklamotten ging es direkt nach dem Zieleinlauf zur Flower Ceremony. Der Freude über Platz 3 tat das keinen Abbruch.
Foto: Cedrik Klein
Noch in Laufklamotten ging es direkt nach dem Zieleinlauf zur Flower Ceremony. Der Freude über Platz 3 tat das keinen Abbruch.
Foto: Cedrik Klein

Der zweite Tag der EYOC brachte eine technisch und vor allem physisch anspruchsvolle Langdistanz. Loic Dequiedt zeigt eine souveräne Leistung. Nach 60:15 Minuten Laufzeit konnte er die Bronzemedaille erlaufen und krönte damit seine bisherige Laufbahn, die mit dem 9. Platz im Sprint am gestrigen Tage, sowie dem 4. Platz im Sprint 2022 bereits verheißungsvoll an Fahrt aufgenommen hat. Er zeigt damit, dass er konstant bei den besten Nachwuchsathleten Europas mitlaufen kann. Auch der Rest des Teams zeigt viele vor allem technisch gute Leistungen. Die Qualität der Karte war hervorragend. An vielen Stellen war der Wald sehr gut belaufbar, auch im hellgrün.

„Der Lauf war ziemlich gut. Ich bin gut reingekommen. Nur zwei kleine Fehler habe ich gemacht. Zu Posten 7 und auf der längeren Verbindung zur 11 habe ich Zeit verloren. Vor allem im Schlussteil habe ich aber viel Zeit gewonnen, was ich während des Laufs gar nicht so dachte.“ – Loic Dequiedt zu seinem Bronze-Lauf. Für Deutschland ist es die erste Medaille des Nachwuchskaders auf einer Langdistanz nach dem Erfolg von Dorothea Müller 2013 in Portugal.

Viele Stimmen des deutschen Teams zeigten sich nach dem Lauf positiv. Vor allem mit ihrer technischen und strategischen Leitung waren viele deutsche Athleten zufrieden. Julia Fritz (D18) sagt: „Ich war heute deutlich zufriedener als gestern. Ich habe den Lauf etwas ruhiger angegangen um gut in den Lauf zu starten und am Ende noch konzentriert zu sein. Das hat richtig gut funktioniert. Die Zeit habe ich vor allem bei den Routenwahlen verloren, getroffen habe ich alle Posten gut.“ Und ihre Schwester Marlene Fritz: „Ich hatte einen richtig cleanen Lauf. An einigen Stellen habe ich etwas Tempo rausgenommen, was aber gut war!“ Mit Annika Stamer zusammen zeigten die 18er Damen eine mannschaftlich geschlossen gute Leistung. Bei Stanja Lindig, auch D18, lag der größere Zeitabstand vor allem an der Physis: „Ich habe [mich], so wie letztes Jahr, physisch einfach nicht gut gefühlt. Ich weiß nicht woran es liegt, aber ich konnte absolut nicht laufen. Technisch bin ich eigentlich gut zurechtgekommen.“

Eine entscheidende Rolle könnten neben der Physis heute die Routenwahlen gespielt habe, die Analyse muss abgewartet werden. Schon während der Langdistanz waren sich Athleten über ihre Wahl unsicher: „Bei meiner Route zur 8 war ich mir erst unsicher, dachte sie ist nicht so gut ist, aber wahrscheinlich war sie gar nicht so schlecht“, sagte Annika Stamer nach dem Lauf. Aufgrund der steilen Hänge und tiefen Täler ergaben sich auf jeder Bahn unterschiedliche Varianten, die auf den ersten Blick nicht trivial schienen.

Bei den 16ern zeigten die beiden Dresdner Anna Holfeld und Lennart Mühlstädt die besten deutschen Ergebnisse. Für Anna ist die EYOC der erste Einsatz im deutschen Trikot, umso stärker lässt sich ihre Leistung einschätzen. Im Vergleich zu gestern konnte sie sich nochmals um mehr als 15 Plätze im Vergleich zu ihren internationalen Konkurrentinnen verbessern. Lennart zeigte einen soliden Lauf ohne größere Fehler, verlor dabei nur etwas Zeit im Postenraum. In der gleichen AK belegte er letztes Jahr Platz 57, steigerte sich in diesem Jahr um über 20 Plätze. Auch der Rest zeigte sich teils zufrieden. Lena Baath (D16) schätzte ihre Leistung so ein: „Mein Lauf heute war richtig gut. Ich habe bis zum 7. Posten keine Fehler gemacht. Zum 8. Posten hatte ich eigentlich eine gute Route, aber ich habe gemerkt wie ich unkonzentriert wurde, stand im Tal, konnte plötzlich nicht mehr richtig zuordnen wo oben und unten ist und hatte zwischenzeitlich auch eingesüdet. Ich habe fast 2 Minuten gebraucht um mich wieder rein zu finden. Danach lief es wieder super. Der eine Posten nervt mich jetzt.“
Sicher gab es heute auch größere Zeitabstände und Fehler deutscher Athleten, auf dem Weg nach oben sind auch das aber wertvolle Erfahrungen. Im Schnitt war es ein erfolgreicher Tag für die deutsche Mannschaft.

Zum Abschluss werden morgen die Staffelrennen ausgetragen. Das Gelände schließt an dem der Langdistanz an, ändert aber nur teilweise seine Charakteristik. Ab 8:30 deutscher Zeit werden die Altersklassen gestartet. Verfolgt werden kann wieder via Live-Results, GPS oder Instagramm. Heute Abend heißt es erstmal Party – und Team Germany ist auch dabei.


Staffelaufstellung in dieser Reihenfolge:
D16: Lena Baath, Marika Prolingheuer, Anna Holfeld
H16: Lennart Mühlstädt, Lionel Kumbier, Niklas Wetzel
H18: Ole Baath, David Saupe, Loic Dequiedt
D18: Marlene Fritz, Annika Stamer, Julia Fritz
Die anderen Athleten starten in Mixed-Staffel mit anderen Nationen.

 

Ergebnisse

D16
1. Fanny Delahaye FRA 48:33
23. Anna Holfeld +11:59
49. Lena Baath +17:49
55. Marika Prolingheuer +21:13

H16
1. Aapo Virkajarvi FIN 46:58
22. Lennart Mühlstädt +10:31
53. Niklas Wetzel +20:17
64. Lionel Kumbier +27:04
87. Moritz Kuntze +49:52

D18
1. Eeva Liina Ojanaho FIN 55:54
28. Annika Stamer +12:13
29. Julia Fritz +12:42
31. Marlene Fritz +12:55
55. Stanja Lindig +22:03

H18
1. Tomas Kucera CZE 58:50
3. Loic Dequiedt +1:15
33. Ole Baath +10:35
62. David Saupe +19:58
69. Till Buchberger +22:53

Cedrik Klein Loic Dequiedt auf den leztem Metern zur Bronzemedaille Cedrik Klein Loic Dequiedt auf den leztem Metern zur Bronzemedaille
Nur noch wenige Meter, dann ist es vollbracht!
Foto: Cedrik Klein
Nur noch wenige Meter, dann ist es vollbracht!
Foto: Cedrik Klein
Cedrik Klein Anna Holfeld war wieder beste deutsche in der D16 Cedrik Klein Anna Holfeld war wieder beste deutsche in der D16
Anna Holfeld war erneut die besten Deutsche in der D16. Hier hat sie gerade den Schlussposten passiert und läuft dem Ziel entgegen.
Foto: Cedrik Klein
Anna Holfeld war erneut die besten Deutsche in der D16. Hier hat sie gerade den Schlussposten passiert und läuft dem Ziel entgegen.
Foto: Cedrik Klein
Cedrik Klein Stanja und Lena verfolgen die Live Ergebnisse v2 Cedrik Klein Stanja und Lena verfolgen die Live Ergebnisse v2
Nach dem eigenen Lauf wird mit den TeamkollegInnen mitgefiebert: Hier Lena Baath und Stanja Lindig.
Foto: Cedrik Klein
Nach dem eigenen Lauf wird mit den TeamkollegInnen mitgefiebert: Hier Lena Baath und Stanja Lindig.
Foto: Cedrik Klein
Cedrik Klein  v2 Cedrik Klein  v2
Ein schattiges Plätzchen ist bei den Temperaturen angebracht.
Foto: Cedrik Klein
Ein schattiges Plätzchen ist bei den Temperaturen angebracht.
Foto: Cedrik Klein
Annika auf ihrer Route zum 8 v2. Posten Annika auf ihrer Route zum 8 v2. Posten
Annikas Route zu Posten 8. Viele ihrer Konkurrentinnen nahmen den Weg im Osten.
Annikas Route zu Posten 8. Viele ihrer Konkurrentinnen nahmen den Weg im Osten.
Loic mit souveraener Technik v2 Loic mit souveraener Technik v2
Die vermeintlich schwächere Route zu Posten 4 perfekt ausgeführt und keine Zeit verloren, die Routenwahl zu 8 gut getroffen - technisch und taktisch zeigte Loic sich dem Wald gewachsen.
Die vermeintlich schwächere Route zu Posten 4 perfekt ausgeführt und keine Zeit verloren, die Routenwahl zu 8 gut getroffen - technisch und taktisch zeigte Loic sich dem Wald gewachsen.

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