03. Oktober 2023
EOC 2023: Italien
Mit den Europameisterschaften – gleichzeitig Weltcupfinale – steht in Italien der letzte internationale Höhepunkt des Jahres an. Rund um Verona am Gardasee werden die Medaillen über die Sprintdistanzen vergeben.
Wie üblich werden im Jahr einer Wald-WM die Europameisterschaften im Sprint ausgetragen. Einzelsprint, Sprintstaffel und KnockOut-Sprint heißt also das Programm.
Vier Damen und sechs Herren vertreten die deutschen Farben. In den Einzeldisziplinen ist das Ziel, die Qualifikationsläufe in den Top15 (Einzelsprint) bzw. Top12 (KO-Sprint) zu beenden. Damit wären die jeweiligen Finale erreicht. Dass das möglich ist, zeigte unter anderem Felix Späth mit Platz 29 beim letzten Weltcup. Auch die Testläufe im belgischen Gent vor Monatsfrist können positiv stimmen. Juniorenweltmeister Anselm Reichenbach, der zu seinem ersten Weltcupeinsatz kommen wird, verpasste dort gegen starke internationale Konkurrenz den Einzug ins KO-Finale denkbar knapp. In der Staffel will das deutsche Team sicher den 18. Platz aus Tschechien schlagen. Hier hat das Team tempomäßig die größten Defizite; im nächsten Jahr, wenn es um eine erfolgreiche World-Games-Qualifikation geht, wird die Sprintstaffel voraussichtlich mit ausschlaggebend sein. Für das Selbstbewusstsein wäre eine Verbesserung der Platzierung sicherlich gut.
Damen
Birte Friedrichs (MTV Seesen)
Patricia Nieke (USV TU Dresden)
Paula Starke (USV TU Dresden)
Leonore Winkler (USV Jena)
Herren
Bojan Blumenstein (OSC Kassel)
Erik Döhler (TUS Karlsruhe-Rüppurr)
Colin Kolbe (TUS Lübbecke)
Anselm Reichenbach (SSV Planeta Radebeul)
Jannis Schönleber (Gundelfinger Turnerschaft)
Felix Späth (OLG Siegerland)
Laufgelände werden typische, norditalienische Innenstädte sein. Zum Einzelsprint geht es nach Verona. Die Sprintstaffel wird nur wenige Kilometer weiter östlich in Soave stattfinden. In Vincenza schließt der KO-Sprint die Titelkämpfe ab. Die Qualifikation dazu findet am Morgen im Vorort Creazzo statt, zum Finale geht es einmal mehr in die Innenstadt.
Titelverteidigende Europameister von 2021 sind die Schweizer in der Besetzung Simona Aebersold – Joey Hadorn – Matthias Kyburz – Elena Roos. Sie dürften auch in diesem Jahr die Favoriten sein – ein letztes Mal in dieser Besetzung, denn Elena Roos wird ihre erfolgreiche Karriere nach diesem Weltcup beenden. Die Weltmeisterschaften dagegen gewannen im letzten Jahr die Schweden. Ob sie in derselben Besetzung auflaufen werden, ist ungewiss. In Tschechien war die damalige Startläuferin Lina Strand nicht am Start, mit Hanna Lundberg oder Sara Hagström steht aber ein starker Ersatz bereit.
Im Einzelsprint gewannen 2021 mit Emil Svensk und Tove Alexandersson zwei Schweden. Weltmeister aus dem letzten Jahr sind Kasper Fosser (NOR) und Megan Carter Davies (GBR).
Auch im KO-Sprint wird es nicht über Alexandersson gehen. Sie ist amtierende Welt- und Europameisterin. Mit Matthias Kyburz (SUI) gibt es auch bei den Herren einen absoluten KnockOut-Spezialisten, der beide Titel in seiner Person vereinigt.
Wie üblich können die Wettkämpfe online im Livecenter der IOF sowie im IOF TV verfolgt werden.
Mittwoch, 04.10. Einzelsprint
ab 9:00 Uhr Qualifikation
14:30 – 16:45 Uhr Finale
Freitag, 06.10. Sprintstaffel
15:45 – 16:45 Uhr
Sonntag, 08.10. KO-Sprint
ab 8:30 Uhr Qualifkation
ab 12:20 Uhr Viertelfinale bis Finale

