29. September 2025
Ein steiniger Weg zum DM-Staffel-Titel
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Der USV TU Dresden und einmal mehr der Post SV Dresden krönten sich in Süssenbach bei Regensburg zu den deutschen Staffelmeistern in den Elitekategorien. Beim BRL über die Mitteldistanz siegten Stanja Lindig (SSV Planeta Radebeul) und Toby Scott (OLV Steinberg).
In steilem, felsigem Gelände wartete ein rundum gelungenes Staffelwochenende auf die fast 600 Teilnehmer*innen. Spannende und technisch anspruchsvolle Bahnen besonders im Wald sorgten für hochwertige Wettkämpfe, auch wenn die einzelnen Entscheidungen dadurch mitunter nicht gar so spannend gerieten und das Startfeld schnell weit auseinandergezogen war.
Los ging es am Freitag mit einem Park Tour Sprint in Regensburg. Östlich der Universität hatte Timon Lorenz am Galgenberg in einem Mix aus Wohnanlagen und größeren Gebäudekomplexen des TechSquare interessante Bahnen gelegt. Mit großem Wiesenanteil, aber auch vielen unpassierbaren Hecken und Dickichten, die man in der Karte schnell übersah, ging es besonders darum, eine flüssige Routine abzurufen. Aufgrund der weiten Anreise waren leider nicht allzu viele Läufer*innen am Start, nur etwa 200 fanden ihren Weg bereits am Freitagnachmittag in die Oberpfalz. In den Elitekategorien gewannen Patricia Siegert (USV TU Dresden) und Toby Scott (OLV Steinberg).
Mit der DM Staffel stand am Samstagmittag der Hauptwettkampf des Wochenendes auf dem Programm. Die vergleichsweise kurzen Strecken verhießen einige Schwierigkeit, zumal der Wald sehr gut belaufbar war. Höhenmeter und viele Felsen aber, die zu einigen Fehlern einluden, ließen schon auf der Startstrecke die Felder der Kategorien weit auseinanderlaufen. Spektakulär, wenn auch nicht ganz ungefährlich, war schon der Massenstart, zu dem es über die Zielwiese steil hinab in den Wald ging, die ersten Posten konfrontierten die Läufer*innen sogleich mit der technischen Schwierigkeit des Geländes und einige Staffeln verloren bereits zu Posten eins viel Zeit.
Die erste Entscheidung des Tages ging erwartungsgemäß in den Kinderklassen über die Bühne: Erste Läuferin im Ziel war Merle Richter für die überlegene D12-Staffel des Post SV Dresden. Zu diesem Zeitpunkt hatten die führenden Staffeln in den Eliteklassen gerade erst auf die zweiten Läufer*innen gewechselt.
In der Damenelite zeichnete sich nach dem Startstreckensieg durch Sabine Rothaug (OSC Kassel) bald ein Zweikampf zwischen den beiden Staffeln des USV TU Dresden ab. Durch einen tollen Lauf von Patricia Siegert auf Strecke zwei ging das nominell zweite Team in Führung auf die Schlussstrecke. Dort konnte Kerstin Uiboupin allerdings das Ruder für die erste Mannschaft herumreißen. Die schnellste Zeit auf der Schlussstrecke lief Stanja Lindig (SSV Planeta Radebeul), die ihrem Team damit die Bronzemedaille sicherte und schon eine Duftmarke für den BRL am nächsten Tag setzte.
Die Hauptklasse der Herren dominierte ein weiteres Jahr der Post SV Dresden in der schon fast traditionellen Besetzung. Moritz Müller gewann die Startstrecke, nur der USV TU Dresden konnte noch Kontakt halten. Besonders die Konkurrenz des MTV Seesen verlor schon entscheidende Zeit. Nachdem auch Philipp Müller seine zweite Strecke gewinnen konnte, schickte er seinen Schlussläufer mit einem beruhigenden Polster von über drei Minuten auf die Verfolger ins Rennen. Spannender als um den Sieg wurde es um die Silbermedaille. Markus Grätsch für den USV TU Dresden gegen Ole Hennseler (MTV Seesen) hatte es in der Vergangenheit bereits des Öfteren gegeben. Ole Hennseler setzte sich durch, zeigte technisch aber keine überirdische Leistung, sodass es um den Sieg nicht noch spannend wurde.
In beiden Eliteklassen war allerdings zu merken, dass die Nationalläufer*innen beim Weltcup in der Schweiz weilten – vielleicht zum Glück, sonst hätte der USV TU Dresden noch das gesamte Damenpodest gestellt.
Die knappste Entscheidung des Tages fiel in der Kategorie D18. Fast zeitgleich gingen Jannika Wetzel (SV Robotron Dresden) und Katja Horst (SC Königstein) auf die Schlussstrecke. An der Arenapassage sah es noch gut aus für die Königsteinerinnen, die dort 40 Sekunden Vorsprung hatten. Kurz vor Schluss erst fiel die Entscheidung: Katja Horst verfehlte ihren Posten, während Jannika Wetzel die Nerven behielt und vorbeizog. Gut vierzig Sekunden betrug der Vorsprung für die Damen des SV Robotron Dresden im Ziel.
Rund um die DM Staffel am Samstag gab es als Rahmenwettkampf den durch Ralph Körner organisierten Stubenthal-TrailO. Im neuartigen Format des PreO-Sprints, also auf besonders kurzer Strecke und mit verminderter Maximalzeit, waren 20 Posten zu bewerten. Dabei ging es nicht darum zwischen mehreren unterschiedlichen Optionen abzuwägen, sondern lediglich zu beurteilen, ob ein Posten richtig oder falsch steht. Rund 50 Teilnehmer*innen der DM Staffel nutzten die Gelegenheit, dieses Format auszuprobieren. In der Hauptklasse gewann Bjarne Friedrichs (MTV Seesen) souverän und blieb dabei als einzige*r Starter*in fehlerfrei.
Zum Abschluss des Wochenendes stand am Sonntagvormittag ein BRL Mittel auf dem Programm, in dem vor der abschließenden DM Lang wertvolle BRL-Punkte um den Gesamtsieg gesammelt werden konnten. Sowohl in der Hauptklasse der Damen als auch bei den Herren wurde es äußerst eng.
In der Damenelite lagen nur 91 Sekunden zwischen den ersten sechs Platzierten. Den Sieg sicherte sich Juniorin Stanja Lindig (SSV Planeta Radebeul) mit nur sechs Sekunden Vorsprung. Bei den Herren lagen Platz eins und zwei sogar noch um eine Sekunde enger zusammen, es gewann Toby Scott (OLV Steinberg), der diesen Sieg erst auf den letzten Posten klarmachte.
Schön zu sehen war an diesem Sonntag, dass zahlreiche Altersklassenläufer*innen in die Elite hochmeldeten. Ein großes Startfeld in der Elite wertet diese mit einer höheren Leistungsdichte auf, zumal einige Altersklassenläufer*innen auch noch zeigen konnten, dass sie weit vorne mitlaufen können. Bestes Beispiel dafür: Karin Schmalfeld (BSV Halle-Ammendorf) auf Platz 3 der Damen.
Mit diesem Wochenende ist auch bereits eine Vorentscheidung um die Bundesranglistensiege 2025 gefallen, auch wenn in der nächsten Woche noch zweimal Punkte zu vergeben sind. Mit einem Abstand von 20 Punkten dürfte in der D45 der Sieg für Karin Schmalfeld beispielsweise bereits feststehen. In anderen Kategorien ist der Abstand zwar nicht gar so groß, es müssten jedoch außergewöhnliche Leistungen vollbracht werden, um die Führenden noch abzulösen. Wiederum in anderen Kategorien wird es dagegen hochspannend, wenn die Bestplatzierten nur um Zehntelpunkte getrennt sind. Nicht nur im Kampf um die DM Titel werden dann wohl Sekunden entscheiden.
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