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19. August 2011

Der König regiert in Frankreich.

Der weltbeste Läufer der letzten Jahre über die Mitteldistanz hat erneut zugeschlagen. Thierry Gueorgiou (Frankreich) holte sich mit einem überragenden Rennen den Weltmeistertitel über diese Distanz. Im Damenrennen gewann Schweden auch den dritten Einzeltitel. Vor einer stark auftrumpfenden dänischen Nachwuchsläuferin gewann Helena Jansson.

Von Anfang an lief Gueorgiou ein konzentriertes Rennen. Schon zur zweiten Zwischenzeit war klar, dass einzig der nach ihm gestartete Peter Öberg (Schweden) annähernd mithalten konnte. Doch der Schwede leistete sich gegen Ende des Rennens im erneut sehr schwer zu belaufenden Gelände rund um La Féclaz einen Fehler. Hauchdünn konnte Öberg beim Zielsprint dann die Silbermedaille vor dem Norweger Olav Lundanes sichern. Über allem thronte aber der nun siebenfache Champion über die Mitteldistanz aus Frankreich. Mit sagenhaften zwei Minuten Vorsprung lief der Franzose bei strahlendem Sonnenschein in einer eigenen Liga. Auch im Damenbereich thront eine Nation über allen anderen. Nachdem die Titel über die Sprint- und die Langdistanz schon nach Schweden gingen, sicherte Helena Jansson nun für die Skandinavier auch den letzten Einzeltitel im Damenbereich. Im Ziel sprach Jansson überglücklich vom Teamgeist innerhalb der Mannschaft, durch den für jeden Einzelnen erst die überragenden Leistungen möglich wurden.

Zunächst setzte die Juniorin Ida Bobach bei ihrem Lauf eine Bestzeit nach der nächsten. Erst die letztgestarteten Topfavoriten aus Schweden und Finnland konnten diese Zeiten egalisieren. Mit knapp 2 Minuten Vorsprung am zweiten Radioposten übernahm Helena Jansson klar die Führung. Trotz eines kleinen Fehlers gegen Ende des Rennens war der in der Schweiz lebenden Schwedin der Sieg nicht zu nehmen. Über die Zwischenzeiten und die Videoleinwand war im weiteren Verlauf des Rennens zu beobachten, wie sich ein enges Rennen zwischen Minna Kauppi (Finnland) und der Dänin Bobach um die Silbermedaille entwickelte. Im Ziel reichte es für Kauppi nach einem wenig optimalen Schlussteil aber nicht mal mehr für einen Platz unter den Top 3. Bronze erreichte Judith Wyder (Schweiz). Vom orientierungstechnischen Anspruch war auch diese Entscheidung kaum zu überbieten. Kaum ein Läufer kam optimal über die Bahn. Immer wieder konnten auf der Videoleinwand zahlreiche kleine und größere Fehler der weltbesten Orientierungsläufer beobachtet werden. Die Stimmung glich aufgrund der zahlreichen Fans aus dem In- und Ausland einem Hexenkessel.

Den Abschluss der WM in Frankreich bildet morgen die Staffel. Ab 13.15 Uhr starten die Teams auf ihre Bahnen. Für Deutschland laufen Bjarne Friedrichs, Christoph Brandt und Sören Lösch.

Ergebnisse

Damen
1. Jansson, Helena	SWE		33:10 min
2. Bobach, Ida		DEN		34:26 min
3. Wyder, Judith	SUI		35:11 min
Herren
1. Gueorgiou, Thierry		FRA		34:38 min
2. Öberg, Peter			SWE		36:59 min
3. Lundanes, Olav		NOR		37:01 min

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