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20. April 2022

Dänemark­trainingslager der Nachwuchs- & Elitekader, erste Sichtungsläufe für EYOC und JWOC

Wie viele deutsche OLerInnen zog es auch den Nachwuchskader um die Osterzeit nach Dänemark. Vom 09.-16.4. konnte dabei um Silkeborg ein neuer Geländetyp kennengelernt und an grundlegenden O-Techniken gearbeitet werden. Dass die gelernten Techniken gut umgesetzt werden konnten, zeigten die guten Ergebnisse bei dem Mehrtagewettkampf Påskeløb. Fast zeitgleich absolvierte der Elitekader ein Sprinttrainingslager weiter im Süden Dänemarks.

Nachdem dieses Jahr bereits bei einem Lehrgang in der sächsischen Schweiz und auch bei der CEYOC in Polen vor allem in steinigem Gelände trainiert wurde, galt es in diesem Traininglager vor allem die Arbeit mit feinen Höhen zu üben. Dabei bot das Gelände steile Hänge mit tiefen Tälern, aber ebenso feine Höhenstrukturen bei denen es eher auf eine sichere Feinorietierung ankam.

Eine wichtige Rolle spielte bei den Trainings auch immer wieder das Orientieren mit hohem Tempo. Im schnell belaufbaren Wald sollten die AthletInnen üben, ein hohes Tempo zu gehen und die Geschwindigkeit des Waldes auszunutzen. Die Trainingsformen wurden so gewählt, dass der Gegnerkontakt oft eine wichtige Rolle spielte. Es wurden Staffelsituationen simuliert und der Zwei-oder auch Mehrkampf im Gelände geübt, welcher auch in der Praxis gerade bei internationalen Wettkämpfen oft auftritt.

Dabei half besonders, dass die ersten Trainings zusammen mit den Landerskadern aus Niedersachsen und Westfalen durchgeführt wurden, wodurch sich oft mehr als 50 LäuferInnen im Wald befanden. Der Bundeskader, aber auch die AthletInnen der Landeskader konnten gegenseitig voneinander profitieren. An dieser Stelle nochmals einen Dank an alle Verantwortlichen für die problemlose Zusammenarbeit und gemeinsame Vorbereitung der ersten Trainings. So zeigte sich hervorragend, wie alle Seiten voneinander profitieren können, wenn man seine Kräfte zusammenlegt.

Abgeschlossen wurde das Trainingslager mit dem Påskeløb. Der Wettkampf wurde als Sichtung für die Qualifikation zur EYOC oder JWOC ausgeschrieben. Neben den AthletInnen, die schon im Traininglager waren, reisten weitere junge LäuferInnen privat an, so auch einige kaderexterne BewerberInnen.

Während der Läufe organisierte das Trainteam des Bundeskaders eine Quarantäne, um allen Sichtungsteilnehmern faire Ausgangsbedingungen zu schaffen und sie an die übliche Organisation bei wichtigen internationalen Wettkämpfen heranzuführen.

Viele LäuferInnen zeigten bei den Wettkämpfen ihr großes Potential. Oft konnten sie sich gegen die Spitze der dänischen Jugend durchsetzen. Das Trainerteam ist davon überzeugt, dass daraus mit harter Arbeit in den nächsten Jahren regelmäßig internationale Top-Ergebnisse erzielt werden können. Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle die Gesamtsiege von Annika Stamer (D16), Loic Dequiedt (H16) und Birte Friedrichs (D21). Weitere Podestplatzierungen erreichten Jule Weigert (2. Platz D14), Stanja Lindig (3. Platz D16), Marlene Fritz (2. D18), Jule Roßner (3. D18), Anselm Reichenbach (2. H20), sowie die AltersklassenläuferInnen Karin Schmalfeld (2. D45) und Tilo Pompe (3. H50).

Der nächste Lehrgang wird bereits nächstes Wochenende in einem Sprint-TL in Darmstadt stattfinden. Dabei trainieren der Nachwuchskader und der Elitekader zusammen. Auch davon erwartet das Trainerteam viele gegenseitige Profite, um zusammenzuwachsen.

Auch besagter Elitekader trainierte in der vergangenen Woche in Dänemark. Am Wochenende vor Ostern stand das offizielle WOC-Vorbereitungstrainingslager rund um den WM-Ort Kolding an. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Elitenationalteams verschiedener Länder konnten vom Veranstalter angebotene Sprint-Trainingsmöglichkeiten genutzt werden. Es wurde ein Mix aus intensiven und extensiven Trainings angeboten, darunter zum Ausgleich eines so sprintlastigen Trainingscamps auch ein Waldtraining. Ein erstes Highlight gab es gleich zu Beginn in einem vollständigen Knock-Out-Training, wo auch die eliminierten LäuferInnen die KO-Runden erleben konnten. So konnte die große Konkurrenz bei den intensiven Trainings effektiv genutzt werden. Extensiv wurde zum Beispiel ein Fenster-Linien-OL gelaufen. Natürlich nicht, um es den LäuferInnen so schwer wie irgendmöglich zu machen, es war vielmehr nur genau das auf der Karte, was wirklich benötigt wird. Eben diese Objekte sollten in lockerem Lauftraining visualisiert werden.

Wer die Trainingslager und Wettkämpfe des Bundeskaders noch intensiver verfolgen will, kann ganz viele Impressionen und nähere Einblicke über die Instagramm-Kanäle der Bundeskader gewinnen.

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