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24. Februar 2021

Abwechslungs­reiches Online-Trainingslager des Nachwuchskaders

Das erste Online-Trainingslager des Orientierungslauf-Nachwuchskaders ist Geschichte. Vom 13. bis zum 20. Februar wurde über Zoom ein Mix aus Vorträgen, Meetings und Trainings angeboten, der von den jungen Orientierungsläufern gut besucht war.

Die besten Ideen entstehen oft bei langen Dauerläufen – so auch die einer Online-Vortragsreihe für den Nachwuchskader und die zugehörigen Heimtrainer, initiiert von Nina Döllgast und Bjarne Friedrichs. Da das traditionell für Mitte Februar geplante Technik-Trainingslager dieses Jahr leider nicht stattfinden konnte, die Erfahrungen aus zwei virtuellen Kickoff-Meetings im Januar jedoch durchweg positiv waren, wurde der Versuch gestartet, ersatzweise sogar eine komplette Online-Trainingswoche auf die Beine zu stellen.

Mit einer Umfrage konnten die verschiedenen Wünsche der Nachwuchsathleten erfasst werden, um ein möglichst am Bedarf orientiertes Programm zusammenzustellen. Aufgrund der Situation im Trainerteam, für das nach wie vor mehrere Stellen zu besetzen sind, wurde der Kreis der Heimtrainer in die Organisation mit einbezogen. Dies erwies sich als Glücksfall, da auf diese Weise mehrere Experten für verschiedene Bereiche als Referenten gewonnen werden konnten.

Nach einem Auftaktmeeting startete die Vortragsreihe mit dem stark nachgefragten Thema Ernährung, das die promovierte Ernährungswissenschaftlerin Kristin Hagen-Ritzenthaler ansprechend aufbereitete. Sportwissenschaftler Thilo Bruns brachte Athleten und Heimtrainern Möglichkeiten zur Trainingssteuerung näher und regte zur Analyse der eigenen Trainingsauswertung an, während Ärztin Anja Kästner auf das Erkennen, Kurieren und Vermeiden von Verletzungen abzielte und gute Tipps weitergeben konnte. Mit Lars Klyve war auch ein ausländischer Referent dabei – der Norweger berichtete von seinen Erfahrungen und Vorgehensweisen bei der Vorbereitung auf Saisonhöhepunkte und hatte dazu auch einige skandinavische Routenwahlen mitgebracht, bei denen sichere, einfache Routen gefunden werden sollten.

Um die spezielle Vorbereitung auf die EYOC- und JWOC-Gelände kümmerten sich Wieland Kundisch und Nikolaus Risch. Beide "entführten" ihre Zuhörer mit Erfahrungsberichten und einigen Kartenbeispielen nach Litauen bzw. in die Türkei und hatten viele hilfreiche Hinweise zusammengetragen. Neben diesem gut gefüllten Vortragsprogramm gab es auch ein Skizzentraining von Karsten Leideck und eine Selbstreflexionsübung von Kristine Fritz als interaktive Einheiten.

Ergänzt wurde das Programm durch die Möglichkeit, an drei verschiedenen Stabilisationstrainings teilzunehmen, die von Physiotherapeut Martin Hennseler sowie den beiden ehemaligen Nachwuchskadermitgliedern Philipp Schwarck und Anna Wartewig angeleitet wurden. Am Rande der Einheiten gab es immer wieder die Möglichkeit des Austausches untereinander. Für einen Abend waren dazu auch die Athleten des Elitekaders eingeladen, die ihren jüngeren Mitstreitern viele Fragen beantworteten und auch nach dem offiziellen Programm noch zum Gespräch bereit waren.

Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden, auch im Namen der Athleten. Es war eine erfrischend abwechslungsreiche Woche, die bei den Jugendlichen sehr gut ankam. Aufgrund der positiven Erfahrungen ist geplant, in den nächsten Wochen weitere Meetings, zum Teil wieder mit externen Referenten, anzubieten. Wer sich vorstellen kann, dem Nachwuchsteam mit eigenem Wissen und Erfahrungen die Zeit bis zum lang ersehnten Start einer Wettkampfsaison zu verkürzen, kann sich gerne innerhalb der nächsten Wochen in die Vortragsreihe einbringen.

Mehr:
Junioren-Weltmeisterschaften (JWOC) 2021 in Kocaeli (Türkei)
Jugend-Europameisterschaften (EYOC) 2021 in Vilnius (Litauen)