27. Juni 2025
Abflug JWOC 2025 – es geht los!
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Das Team ist bereit, die JWOC eröffnet – morgen geht’s los. Die JWOC 2025 in Baselga di Pinè wartet mit neun Medaillenentscheidungen, spannenden Sekundenkämpfen, hervorragenden Geländen und – wie im letzten Jahr – einer ausführlichen Berichterstattung.
Mit einer feierlichen Zeremonie im Event-Ort Baselga di Pinè wurden die Juniorenweltmeisterschaften am heutigen Freitag eröffnet. In ihren Begrüßungsreden hießen Vertreter vom IOF, vom Ausrichter, aber auch Vertreter der Region Trentino-Südtirol die Athlet*innen willkommen, bevor die Jüngste von ihnen, Kataliina Kokkoniemi Zuluaga, die Wettkämpfe offiziell eröffnete. Vor Ort sind fast 350 Junior*innen aus 41 Ländern von 6 Kontinenten – die JWOC wird international.
Das Programm
28.06.2025 – Sprintstaffel – ab 15:30 Uhr
29.06.2025 – Sprint – ab 9:00 Uhr
30.06.2025 – Langdistanz – ab 9:00 Uhr
02.07.2025 – Mitteldistanz – ab 9:00 Uhr
03.07.2025 – Staffel – ab 9:00 Uhr
Das deutsche Team
Zwei Trainingslager in der Region absolvierte das Team, dazu noch einige Trainings unmittelbar vor den Wettkämpfen in den vergangenen Tagen. Wettkampfkarten wurden mit Streetview gezeichnet, die Gelände ausführlich analysiert – die deutschen Junior*innen sind so vorbereitet wie möglich auf die kommenden Tage.
Mit steilen Berghängen können die Deutschen inzwischen umgehen. Es kommt zu rasanten Wechseln der Laufgeschwindigkeit. Bergauf ist es besonders physisch fordernd, bergab dagegen kommen die Athlet*innen bei hoher Geschwindigkeit an die Grenze der technischen Fertigkeiten. Verwinkelte Gassen und viele Richtungswechsel gibt es im Sprint, im Wald sind die Gelände besonders im Höhenbild komplex, mit vielen Löchern und Senken auf der Langdistanz. Dazu kommt eine im Allgemeinen gute Belaufbarkeit.
Fordernd werden auch die Wetterbedingungen. Es ist warm, an den meisten Wettkampftagen wird die Temperatur wohl um 30 Grad Celsius betragen. Bei den Athlet*innen stößt das auf geteiltes Echo, auch wenn die meisten inzwischen akklimatisiert sind und sich mit den Bedingungen angefreundet haben. Wie Annika Stamer es treffend zusammenfasste: „Ich bin bereit zu schwitzen!“
Zielvorgaben bei einer JWOC zu formulieren fällt schwer. Zu groß sind die Startfelder, zu unbekannt sind noch die einzelnen Athlet*innen im internationalen Feld. Alle nominierten deutschen Starter*innen haben das Potential, Top50-Platzierungen zu erreichen, wobei einzelne Athlet*innen in die Top30 vorstoßen werden. Mit optimalen Läufen ist auch eine Top20-Platzierung möglich.
In den Staffeln rechnet sich das Team besonders gute Chancen aus, da sie sowohl in der Sprintstaffel als auch in den Waldstaffeln mit recht homogenen Leistungsvermögen der einzelnen Athlet*innen an den Start gehen werden. In der Sprintstaffel soll es in Richtung der Top8, also der besten Platzierung einer deutschen JWOC-Sprintstaffel bisher, gehen. In den Waldstaffeln ist eine Top10-Platzierung das erwartete Ziel, bei optimalem Verlauf könnte es sogar in Richtung eines Diploms gehen.
Übertragung
Wie sich in den letzten Jahren etabliert hat, wird es auch zur JWOC 2025 eine TV-Übertragung geben. Für alle fünf Wettkampftage kostet das Ticket 30€. Zusätzlich werden alle Läufer*innen mit GPS ausgestattet sein.
Als Betreuer*innen ist auch das Team für Öffentlichkeitsarbeit in Baselga di Pinè vor Ort. Neben den Trainertätigkeiten wird es so Bilder und Interviews live von der Arena geben, jeden Abend kann der Wettkampf durch schreibfrische Artikel auf OSport.de verfolgt werden.
Die Favorit*innen
Im Wald kommen die Favorit*innen aus den bekannten Nationen. Schweden, Norwegen, Finnland, Tschechien und der Schweiz. Das steile Gelände dürfte insbesondere den Kontinentaleuropäern liegen, die sowieso starken Schweizer also noch stärker favorisiert als schon zuvor. Im Sprint ist das Favoritenfeld traditionell breiter und auch Athleten anderer Nationen können weit vorn mitmischen.
Die beiden großen Favoriten bei den Herren sind David Baumberger und Loic Berger aus der Schweiz. Mit Matthieu Bührer fällt der dritte große Eidgenosse verletzt aus, seine Kollegen werden ihn sicher würdig vertreten. Aus Tschechien ist Daniel Bolehovsky, der auch an der Elite-WM im Team der Tschechen ist, der wahrscheinlich stärkste Läufer. Bei den Skandinaviern ist es schwer, einzelne Läufer hervorzuheben, zu stark sind die Teams in der gesamten Breite insbesondere im Wald. Als Mitteldistanzweltmeister im Juniorenbereich 2023 ragt der Schwede Hannes Mogensen noch etwas heraus. Im Sprint gehören weitere starke Läufer zu den Favoriten: Alles voran der Slovake Filip Jancik, der wohl schnellste Läufer im Feld. Aus Ungarn könnte Marton Csoboth weit vorn mitmischen.
Bei den Damen gibt es zwei große Favoritinnen: Im Sprint geht der Sieg wohl nur über die Ungarin Rita Maramarosi, auf den Walddistanzen ist Lucie Dittrichova (CZE) Goldfavoritin Nummer eins. Natürlich bekommen auch sie zahlreiche Konkurrentinnen. Natürlich zu nennen sind die Schweizerinnen um Henriette Radzikowski und Seline Sannwald. Aus Finnland läuft Eeva Liina Ojanaho um die Medaillen, die schon oft am obersten Podestplatz schnupperte, ein Einzelsieg im internationalen Nachwuchsbereich fehlt ihr allerdings noch. Den hat ihre Teamkollegin Elli Punto, die ihren Sprinttitel von 2024 in diesem Jahr verteidigen möchte. Beide genannten Topfavoritinnen bekommen auch aus dem eigenen Lager Konkurrenz: Aus Ungarn zählt Janka Mikes zum erweiterten Favoritinnenkreis, aus Tschechien Viktorie Skachova.
Generell gilt jedoch bei einer JWOC: Im Junior*innenbereich sind internationale Vergleiche schwerer zu treffen als in der Elite, außerdem entwickeln sich Nachwuchsläufer*innen unterschiedlich schnell. Überraschungen sind vorprogrammiert und die Aufzählung zuvor erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Deshalb gilt ab morgen: Einschalten, zuschauen, mitfiebern!
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