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30. Juni 2012

Zweite Bronzemedaille zur JEM über die Langdistanz

Die nach Frankreich ausgesandten deutschen Nachwuchsläufer bewiesen beim heutigen Europameisterschaftslauf über die Langdistanz, dass der gestrige erfolgreiche Tag kein Zufall war und dass sie durchaus in der Lage sind, international im Nachwuchsbereich mitzuhalten. Die gesamte Auswahl bot vorzeigbare Leistungen im zumeist ruppigen, sumpfigen Wald, der zudem mit vielen harten Anstiegen gespickt war.

Hanna Müller (TV Kippenheim) holte auch im zweiten Einzelrennen eine Bronzemedaille! Die in der Schweiz lebende Auswahlläuferin war nach ihrem gestrigen Erfolg einigem Druck ausgesetzt. Nicht zuletzt auch deswegen, da sie zu den Auserwählten zählte, die man live in der GPS-Übertragung verfolgen konnte. Zudem durfte sie auch erst als letzte Starterin der W16 den Kampf aufnehmen. Trotz leichter Erkältung und Husten gelang ihr ein starker Lauf. Dorothea Müller (Post Dresden) verbesserte ihr Resultat vom Sprint um 11 Plätze, kam damit in die Top20 der D16. Leonore Winkler (USV Jena) fing ihr Rennen mit einer ähnlich starken Leistung wie am Vortag an. Der Jenenserin fiel es im Laufe des Rennens aber zunehmend schwerer die steilen, fordernden Berge zu erklimmen. Trotz allem platzierte sie sich mit ihrem Lauf souverän in der ersten Hälfte des Starterfeldes und fast 15 Plätze vor ihrer letztjährigen JEM-Platzierung. Der Däne Mikkel Aaen zeigte nach seinem suboptimalen gestrigen Sprint nun doch wieder eine überaus dominante Leistung in der H16 und holte Gold. Der Rennverlauf von Mark Otto (Kaulsdorfer OLV) glich dem Vortag. Nachdem er am zweiten Radioposten lange die Führung hielt, fiel er trotz eines größeren Fehlers auf einen immer noch sehr guten neunten Rang zurück.

Theresa Flechsig (USV TU Dresden) zeigte einmal mehr, wie stark sie in forderndem, hartem Gelände sein kann. Leider fehlte ihr aufgrund einer langwierigen Erkrankung in der Winterzeit die notwendige Vorbereitung und somit heute die Geschwindigkeit, um sich weiter vorn zu platzieren. Moritz Döllgast fing sein Rennen mit einem groben Fehler an. Er rannte zum ersten Funkposten mit über acht Minuten Rückstand auf die Spitze hinterher, zündete danach aber den Turbo, der immerhin zu Platz 35 reichte. Morgen wollen vor allem die drei Mädels in der D16 zeigen, welch starke Truppe sie bilden.

Ergebnisse

W16
1. Angelika Maciejewska	Polen		37:23 min 
2. Anna Sticková	Tschechien	39:48 min 
3. Hanna Müller		Deutschland	40:09 min 
16. Dorothea Müller	Deutschland	47:04 min 
33. Leonore Winkler	Deutschland	50:33 min 
M16
1. Mikkel Aaen		Dänemark	45:04 min 
2. Arnaud Perrin	Frankreich	48:40 min
3. Thomeas Knudsen	Dänemark	48:52 min
9. Mark Otto		Deutschland	52:33 min
48. Markus Grätsch	Deutschland	65:41 min
W18
1. Viktoriia Sukharevska Ukraine	45:59 min
2. Gunvor Hov Hoydal	Norwegen	46:33 min
3. Ellen Reinhard	Schweiz		47:57 min
30. Theresa Flechsig	Deutschland	58:36 min
45. Sabine Rothaug	Deutschland	64:01 min
M18
1. Marek Minar		Tschechien	53:53 min 
2. Eeli Viholainen	Finnland	55:12 min 
3. Krzysztof Wolowczyk	Polen		55:58 min 
35. Moritz Döllgast	Deutschland	63:25 min 
69. Jan Felix Topp	Deutschland	74:49 min

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