15. August 2024
WMOC Langdistanz
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Die dritte Medaillenentscheidung am letzten Wettkampftag der diesjährigen Seniorenweltmeisterschaften brachte wenig Veränderung gegenüber der Mitteldistanz. Wieder waren die Podien fest in skandinavischer Hand. Für das Gelände lohnte sich eine Teilnahme trotzdem allemal, auch wenn es nicht für die vorderen Platzierungen reichte.
Das Beste kommt zum Schluss: Während Geländewahl und Bahnlegung der Mitteldistanz Kompromisse erforderten, um eine gemeinsame Zielwiese für Quali und Finale für über 5.000 Teilnehmer zu bieten, schöpften die Organisatoren der WMOC beim Langfinale aus dem Vollen. Ein Laufgebiet auf einer Turku vorgelagerten Schäreninsel bot neben den ortsüblichen Steinen, Felsen und gut belaufbaren Sümpfen herrliche, ausgedehnte, offene Felsplatten, die zu hohem Lauftempo einluden. So benötigte beispielsweise der ehemalige finnische Nationalläufer Fredric Portin als Sieger der M35 über 12,5km nur gut 70 Minuten. Einige Höhenmetern gab es auf den Bahnen ebenfalls, wenngleich bei den Angaben in den Postenbeschreibungen der Verdacht besteht, dass die Hilfshöhenlinien als vollwertige Höhenlinien mitgezählt wurden.
Die Herausforderung der Bahnen bestand besonders auf den schönen langen Schlägen durch die halbe Karte darin, trotz des hohen Tempos sauber den Kartenkontakt und die Kompassrichtung zu halten. Wem dies gelang, konnte genussvoll über die ausgedehnten Felspassagen dahingleiten.
Schweden und Finnland teilten sich erneut einen Großteil des Edelmetalls auf, diesmal aber lagen die Finnen knapp vor der schwedischen Konkurrenz und gewannen 12 Goldmedaillen gegenüber 11 Schwedischen. Die ehemaligen (und in ihrer Altersklasse immer noch) Schweizer Top-Läufer*innen Simone Niggli (W45) und Baptiste Rollier (M40) gewannen erneut ihre Altersklassen, ebenso wie Gjermund Urset (NOR, M55) und Sharon Crawford (USA, W80).
Die besten deutschen Platzierungen erliefen Wiebke Sihver (W55) und einmal mehr Kristin Ritzenthaler (W50). Beide erreichten Platz 28 im A-Finale ihrer Altersklassen. Da der Qualifikationslauf am Dienstag sowohl für die Mittel- als auch für die Langdistanz zählte, sind es ähnliche Läufer*innen, die weitere deutsche Top50-Platzierungen erliefen. Auf Platz 34 bei den Herren kam Nikolaus Risch (M75). Veronika Lange in der W65 erreichte Platz 36. Auf den 38. Platz liefen sowohl Liisa Rihko-Struckmann (W60) als auch Helmut Conrad (M80). Ebenfalls in der M80 erreichte Dieter Conrad den 42. Platz. Jeweils als 49. schafften Sabine Juckeland (W60) und Nils Schmiedeberg (M55) knapp den Sprung in die Top50.
Die Seniorenweltmeisterschaften im nächsten Jahr werden Anfang August in Katalonien stattfinden. Rund um Girona, am Fuße der Pyrenäen, werden neben vielen Höhenmetern die Temperaturen eine Hauptherausforderung werden. Die Wettkämpfe finden vom 08.-15. August statt.
