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15. August 2024

WMOC Langdistanz

Wiebke Sihver
Wiebke Sihver (W55) sorgte mit Platz 28 für das beste deutsche Ergebnis bei der WMOC Langdistanz.
Foto: Sabine Nieke
Wiebke Sihver (W55) sorgte mit Platz 28 für das beste deutsche Ergebnis bei der WMOC Langdistanz.
Foto: Sabine Nieke

Die dritte Medaillenentscheidung am letzten Wettkampftag der diesjährigen Seniorenweltmeisterschaften brachte wenig Veränderung gegenüber der Mitteldistanz. Wieder waren die Podien fest in skandinavischer Hand. Für das Gelände lohnte sich eine Teilnahme trotzdem allemal, auch wenn es nicht für die vorderen Platzierungen reichte.

Das Beste kommt zum Schluss: Während Geländewahl und Bahnlegung der Mitteldistanz Kompromisse erforderten, um eine gemeinsame Zielwiese für Quali und Finale für über 5.000 Teilnehmer zu bieten, schöpften die Organisatoren der WMOC beim Langfinale aus dem Vollen. Ein Laufgebiet auf einer Turku vorgelagerten Schäreninsel bot neben den ortsüblichen Steinen, Felsen und gut belaufbaren Sümpfen herrliche, ausgedehnte, offene Felsplatten, die zu hohem Lauftempo einluden. So benötigte beispielsweise der ehemalige finnische Nationalläufer Fredric Portin als Sieger der M35 über 12,5km nur gut 70 Minuten. Einige Höhenmetern gab es auf den Bahnen ebenfalls, wenngleich bei den Angaben in den Postenbeschreibungen der Verdacht besteht, dass die Hilfshöhenlinien als vollwertige Höhenlinien mitgezählt wurden.
Die Herausforderung der Bahnen bestand besonders auf den schönen langen Schlägen durch die halbe Karte darin, trotz des hohen Tempos sauber den Kartenkontakt und die Kompassrichtung zu halten. Wem dies gelang, konnte genussvoll über die ausgedehnten Felspassagen dahingleiten.

Schweden und Finnland teilten sich erneut einen Großteil des Edelmetalls auf, diesmal aber lagen die Finnen knapp vor der schwedischen Konkurrenz und gewannen 12 Goldmedaillen gegenüber 11 Schwedischen. Die ehemaligen (und in ihrer Altersklasse immer noch) Schweizer Top-Läufer*innen Simone Niggli (W45) und Baptiste Rollier (M40) gewannen erneut ihre Altersklassen, ebenso wie Gjermund Urset (NOR, M55) und Sharon Crawford (USA, W80).

Die besten deutschen Platzierungen erliefen Wiebke Sihver (W55) und einmal mehr Kristin Ritzenthaler (W50). Beide erreichten Platz 28 im A-Finale ihrer Altersklassen. Da der Qualifikationslauf am Dienstag sowohl für die Mittel- als auch für die Langdistanz zählte, sind es ähnliche Läufer*innen, die weitere deutsche Top50-Platzierungen erliefen. Auf Platz 34 bei den Herren kam Nikolaus Risch (M75). Veronika Lange in der W65 erreichte Platz 36. Auf den 38. Platz liefen sowohl Liisa Rihko-Struckmann (W60) als auch Helmut Conrad (M80). Ebenfalls in der M80 erreichte Dieter Conrad den 42. Platz. Jeweils als 49. schafften Sabine Juckeland (W60) und Nils Schmiedeberg (M55) knapp den Sprung in die Top50.

Die Seniorenweltmeisterschaften im nächsten Jahr werden Anfang August in Katalonien stattfinden. Rund um Girona, am Fuße der Pyrenäen, werden neben vielen Höhenmetern die Temperaturen eine Hauptherausforderung werden. Die Wettkämpfe finden vom 08.-15. August statt.

Thomas Rothkegel Thomas Rothkegel
Thomas Rothkegel vom Post SV Dresden.
Foto: Sabine Nieke
Thomas Rothkegel vom Post SV Dresden.
Foto: Sabine Nieke
Sole Nieminen Sole Nieminen
Noch einmal: Die älteste Teilnehmerin der WMOC 2024 - Sole Nieminen.
Foto: Sabine Nieke
Noch einmal: Die älteste Teilnehmerin der WMOC 2024 - Sole Nieminen.
Foto: Sabine Nieke
Jung und alt Jung und alt
Jung und alt zusammen im Wald. Bei der WMOC gilt das ganz besonders, wenn der Nachwuchs zeitgleich beim Rahmenlauf (hier Fin5) laufen darf.
Foto: Sabine Nieke
Jung und alt zusammen im Wald. Bei der WMOC gilt das ganz besonders, wenn der Nachwuchs zeitgleich beim Rahmenlauf (hier Fin5) laufen darf.
Foto: Sabine Nieke
Zielwiese Zielwiese
Ein Blick über die Zielwiese der WMOC 2024 Langdistanz
Foto: Sabine Nieke
Ein Blick über die Zielwiese der WMOC 2024 Langdistanz
Foto: Sabine Nieke

Mehr:
Ergebnis WMOC Langdistanz
Website WMOC 2025

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