21. September 2026
Wir sagen MOIN!
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Mit großer Vorfreude reisten am vergangenen Wochenende rund 400 Jugendliche in den Norden Deutschlands. Der Jugendländervergleichskampf stand an, für die allermeisten von ihnen DAS Highlight der Saison. Was ihnen in Lübeck geboten wurde, dürfte wohl keine*n von ihnen enttäuscht haben. Es bleibt ein Wochenende voller Spaß, Begeisterung und mit dem obligatorischen 16. sächsischen Gesamtsieg in Folge.
Ein lautes MOIN, mit dem das schleswig-holsteinische Jugendteam zum Abschluss der Parade der Landesverbände die deutsche OL-Jugend willkommen hieß, stand stellvertretend für den herzlichen Empfang der Stadt Lübeck zum JLVK 2026. Übernachtung in der Albert-Schweizer-Schule, die Turnhalle für die Siegerehrung lag direkt angrenzend und auch das Wettkampfzentrum für die Läufe lag in Laufentfernung. Der Wesloer Wald bot ein würdiges Gelände. Große Teile waren flach und überaus schnell belaufbar. H20-Sieger Ole Baath berichtete nach dem Lauf von einem Kilometerschnitt von 4:32 Minuten/Kilometer, was auf einer 9 Kilometer langen Strecke sicher nicht alltäglich ist. Erst in den Teilen in der Nähe der Arena wurde es etwas grüner, etwas unübersichtlicher und durch kleine Höhenstrukturen auch etwas diffiziler.
In den Genuss dieses Waldes kamen die Jugendlichen gleich doppelt. Am Samstag im Einzel forderte jener offene, objektarme Anfangsteil zunächst eine gute Abwägung zwischen präzisem Kompasslauf und risikoarmer Umlaufroute. Die sonntägliche Staffel dagegen fand in dem etwas unübersichtlicheren Teil des Waldes statt, in dem ein einziger ungenauer Kompasslauf verheerend sein konnte und zu ungewollten Suchaktionen führen konnte.
Im Einzel nutzten die Schleswig-Holsteiner ihren Heimvorteil – gleich zwei Heimsiege hatten unsere Nordlichter durch Solveig Burckhardt (D12) und Raika Harlass (D14) zu feiern. Überhaupt durfte man sich insgesamt über sehr abwechslungsreiche Podiumsbesetzungen freuen – zumindest im Einzel gab es Siege aus sechs verschiedenen Landesverbänden. Jeweils doppelt erfolgreich waren neben den Gastgebern Bayern mit Jara Lauer (D16) und Ole Baath (H20), Sachsen mit Theodor Herr (H14) und Stanja Lindig (D20), sowie das Saarland durch Leopold Köhler (H12) und Jacob Imbsweiler (H16). Weitere Siege gingen an Baden-Württemberg in der H18 (Daniel Schmidt) und Hessen bei den gleichaltrigen Damen (Katja Horst). Entsprechend eng war das Ergebnis nach diesem ersten Tag. Nur an der Spitze hatte sich Sachsen bereits etwas abgesetzt – die qualitative Breite ist einfach unschlagbar.
Am Samstagmittag bekam der JLVK 2026 hohen Besuch: Ministerpräsident Daniel Günther stattete dem Wettkampf einen Besuch ab. In seiner Ansprache drückte er seine Freude aus, so viele glückliche und sportbegeisterte Jugendliche in der Hansestadt begrüßen zu dürfen. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung des freundschaftlichen Wettkampfs und des länderübergreifenden Zusammenhalts, den er bezeugen durfte.
Der Abend stand im Zeichen dessen, worauf sich viele ähnlich intensiv wie auf die Läufe vorbereiteten und nicht weniger freuten: Die Mottopräsentation der Landesverbände und anschließend die Siegerehrung. Wie in jedem Jahr wurde es stimmungsvoll. Das Spektrum reichte von theaterreifen Erzählungen, wie jener der Flucht der Brunhilde aus Sachsen-Anhalt oder eine sächsische Asterix-Nachstellung, in der wir endlich hinter das Geheimnis ihrer Überlegenheit kamen, über Kostüm- und Tanzchoreographien mit zahlreichen niedersächsischen KiKa-Figuren und einem hessischen Zombie-„Thriller“, bis hin zu niederländischen und berlinerischen Technopartys. Nicht weniger laut wurde es bei der anschließenden Siegerehrung, zu der natürlich auch das obligatorische Buchstabieren der Verbandsnamen nicht fehlen durfte. Und – dem etwas gestrafften Zeitplan sei Dank – zum Ausklang blieb Zeit für eine lange, ausgelassene Party.
Staffeltag ist Sachsentag, das bewiesen die Grünen in diesem Jahr einmal mehr. Waren die Sieger*innen am Vortag noch bunt gemischt, so strahlte am Sonntag vor allem das sächsische Grün vom obersten Treppchen. Acht von zehn Kategorien gewannen die Sachsen, entsprechend groß war der thüringische (D12) und hessische Jubel (H14), den Seriensiegern einen Sieg abgeluchst zu haben. Auch in der H18 waren die Sachsen nur das zweite Team im Ziel, die dänischen Gäste allerdings zählten nicht in die offizielle JLVK-Wertung. Einen Vorgeschmack auf die Gesamtwertung gab schon der erste Zieleinlauf des Tages in der H12, auch wenn Kilian Schuster Guidolin (Bayern) dem siegreichen Sachsen Kurt Georg Jobke erheblich näher auf den Fersen war, als es schließlich in der Gesamtwertung der Fall war.
Diese nämlich gewann der LTV Sachsen einmal mehr überlegen. 150 Punkte betrug der Vorsprung am Ende auf die zweitplatzierten Bayern. Diese wiederum setzten sich nach einem engen Ergebnis am Einzeltag vor Niedersachsen durch.
Neben dem Deutschland-Pokal der Gesamtwertung gingen auch die Herbert-Schmidt-Pokale der Jugend und der Junioren einmal mehr nach Sachsen. Auch hier sicherte sich den jeweils zweiten Platz der LTV Bayern, im Juniorenpokal schaffte der LTV Berlin mit einem starken Staffelergebnis den Sprung aufs Podest.
So geht ein tolles JLVK-Wochenende ein weiteres Mal viel zu schnell zu Ende. Gleichzeitig steigt die Vorfreude auf das nächste Jahr. Dann nämlich wird uns der sächsische Landesverband begrüßen. Die Party steigt am Wochenende des 17.09. – 19.09. in Dresden. Werden wir dann noch mehr sein, als wir in diesem Jahr schon waren?
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Ergebnisse des JLVK 2026