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07. Juli 2026

Weltmeisterschaften 2026 in Genua

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Beim Modelevent stellt sich das Team auf die Wettkämpfe zur WOC 2026 ein, welche am heutigen Dienstag beginnen.
Foto: Josef Neumann
Beim Modelevent stellt sich das Team auf die Wettkämpfe zur WOC 2026 ein, welche am heutigen Dienstag beginnen.
Foto: Josef Neumann

Die Weltmeisterschaften 2026 stehen an. In der ligurischen Küstenstadt Genua werden vom 07.-11.07.2026 die Titelträger*innen in den drei Sprintformaten bestimmt: Einzelsprint, KnockOut-Sprint und Sprintstaffel. Die ersten Entscheidungen stehen bereits am heutigen Dienstag an.

Das Programm

Di, 07.07. 9:00 – 11:40 Uhr – Qualifikation zum Einzelsprint
Di, 07.07. 14:10 – 17:00 Uhr – Finale Einzelsprint
Do, 09.07. 9:00 – 11:30 Uhr – Qualifikation zum KnockOut-Sprint
Fr, 10.07. 12:45 – 17:00 Uhr – Finale KnockOut-Sprint
Sa, 11.07. 15:30 – 17:00 Uhr – Finale Sprintstaffel

Bevor es in den Einzelformaten um die Medaillen geht, muss zunächst eine Qualifikation überstanden werden. Die letzten Weltcuprennen haben gezeigt, dass auch für vermeintlich große Namen hier bereits Schluss sein kann, auch wenn die Startfelder bei den Weltmeisterschaften etwas reduziert sind.
Im Einzelsprint qualifizieren sich jeweils die besten 15 aus drei Heats für das Finale am Nachmittag. Im KnockOut-Sprint ziehen sogar nur die besten 12 jedes Heats ins Viertelfinale ein.
Bei der Sprintstaffel ist jede Nation berechtigt, ein Team an den Start zu bringen.

 

Das Gelände

Einen Vorgeschmack, was die Athlet*innen bei den Weltmeisterschaften erwarten könnte, brachte bereits ein Weltcup in Vorbereitung im Frühsommer 2024: Physisch und technisch höchst fordernde Wettkämpfe werden würdige Weltmeister*innen küren. Verwinkelte Altstädte mit schmalen Gassen und Treppen warten am Hang des Apennin, sodass einerseits viele Richtungswechsel, andererseits Routenwahlen in der Horizontalen wie auch der Vertikalen anstehen. 
Zum Einzelsprint, sowie der Qualifikation für den KnockOut-Sprint, geht es in den Stadtteil Sestri Ponente. Das KnockOut-Finale und die Sprintstaffel finden direkt in der Altstadt von Genua statt – mit stimmungsvoller Arena direkt auf der Piazza Matteotti, einem der zentralen Plätze der Stadt.

 

Das Team

Damen

Julia Fritz (OL-Team Filder)
Maren Guthier (OLV Steinberg)
Hanna Müller (Gundelfinger Turnerschaft)
Jule Roßner (OK Leipzig)

 

Herren

Konstantin Kunckel (USV TU Dresden)
Timon Lorenz (OLG Regensburg)
Marek Pompe (SV Robotron Dresden)
Anselm Reichenbach (SSV Planeta Radebeul)
Anton Silier (Preetzer TSV)

In den Einzelformaten hat jede Nation drei Startplätze zur Verfügung. Bei den Damen dürfen damit Jule Roßner und Hanna Müller in beiden Formaten an den Start gehen, bei den Herren läuft Konstantin Kunckel in Einzelsprint & KnockOut. Anselm Reichenbach verzichtet nach kürzlicher Verletzung auf einen Start im Einzelsprint, sodass Ersatzläufer Anton Silier für ihn zum Einsatz kommt. Die Entscheidung über einen Start im KnockOut-Sprint fällt erst in den nächsten Tagen.

In der Sprintstaffel gehen auf Damenseite Maren Guthier und Jule Roßner für Deutschland an den Start. Ob Anselm Reichenbach auf Seiten der Herren neben Marek Pompe an den Start gehen wird, wird ebenfalls erst im Laufe der Wettkampfwoche entschieden.

Nach einer guten Vorbereitung im Frühjahr ist das Team motiviert, die Form in Ergebnisse umzusetzen. Maßstab ist sicherlich die WM 2024 in Edinburgh (SCO), zu der im Einzelsprint eine Finalteilnahme durch Hanna Müller gelang. Besonders die Teamperformance zum KnockOut-Sprint beim Weltcup in Schweden macht Hoffnung auf tolle Ergebnisse, mit dem Höhepunkt von Platz 6 durch Anselm Reichenbach. In der Sprintstaffel soll der 13. Platz von vor zwei Jahren unterboten werden.

 

Die Favorit*innen

Zu den Weltmeisterschaften ist die gesamte internationale Spitze vertreten. Entsprechend viele Athlet*innen machen sich Hoffnung auf eine Medaille oder sogar den Sieg.

Ein Blick auf die Ergebnisliste der WM 2024 offenbart: Besonders bei den Damen bahnt sich mit dieser WM ein Generationenwechsel an. Aus den Top10 von vor zwei Jahren treten in diesem Jahr nur noch je fünf Athlet*innen an. Die Favorit*innen gehören größtenteils zu den Jüngeren. Einzelsprint-Europameisterin Pia Young Vik (NOR) ist erst 23, KnockOut-Europameisterin Cecile Calandry (FRA) mit 25 nur geringfügig älter. Das gilt auch für die starke Einzelsprinterin Hanna Lundberg (SWE) und die Dänin Hedvig Valbjorn Gydesen (DEN), die mit zwei Weltcupsiegen Favoritin im KnockOut ist. Ist sie auf den letzten Posten dabei, geht bei der Medaillenentscheidung nichts ohne sie. Dagegen ist die 28-jährige Topfavoritin Simona Aebersold (SUI) fast schon ein „Oldie“.

Topfavorit bei den Herren ist der Norweger Kasper Harlem Fosser. Besonders wenn es technisch wird, kann er sich eigentlich nur selbst schlagen. Neben ihm allerdings ist das Feld der Favoriten noch breiter als das der Damen. Schon seit Jahren knapp dran, bisher aber noch ohne großen Sieg ist, auch Tuomas Heikkila (FIN) ein Hauptanwärter auf die WM-Titel. Gute Chancen im Einzelsprint haben auch Eirik Langedal Breivik (NOR), Tomas Krivda (CZE), Tino Polsini (SUI) oder Mattias Barros Vallet (FRA). Im KnockOut-Sprint zählen unter anderem Europameister August Mollén (SWE) oder Guilhem Verove (FRA) zum Favoritenfeld.
Apropos „Oldie“, die WM 2026 ist erst die zweite WM seit 2004 ohne den inzwischen 43-jährigen Schweizer Daniel Hubmann (bei der Heim-WM 2012 wegen Verletzung nicht dabei), für den es in diesem Jahr im starken Schweizer Team doch nicht mehr reichte.

Von den vier Einzelweltmeister*innen von 2024 ist nur ein Sieger am Start. Tove Alexandersson (SWE) fokussiert sich aktuell auf Trail- und Bergläufe; wird vermutlich erst zur Waldsaison wieder einsteigen. Der Einzelsprintsieger der Herren von 2024, Martin Regborn (SWE), befindet sich im Formaufbau nach einer Operation im Winter. Riccardo Rancan (SUI) ist zwar dabei, aufgrund langwieriger Verletzungsprobleme im letzten Jahr aber nicht der Favorit, seinen KnockOut-Titel zu verteidigen.

Das favorisierte Team in der Sprintstaffel sind die amtierenden Europameister*innen aus Norwegen. Mit Victoria Haestad Bjornstad, Eirik Langedal Breivik, Kasper Harlem Fosser und Pia Young Vik ist das Team eingespielt und kann sogar den verletzungsbedingten Ausfall von Andrine Benjaminsen problemlos kompensieren. Der Kampf um die weiteren Medaillen ist umso offener, neben der Schweiz und Schweden haben zuletzt Tschechien und Finnland ordentlich Druck gemacht.

 

WOC verfolgen!

Zu den Weltmeisterschaften gibt es wie in jedem Jahr eine umfassende Übertragung. Die Finalläufe werden im IOF Livestream professionell übertragen. Dieser kostet eine Gebühr von 27€ für alle drei Rennen. Als Kommentatoren steht das erfahrene Duo Katherine Bett (GBR) und Jonas Merz (SUI) bereit. Der Stream zu den Qualifikationsläufen wird kostenlos auf SporteuropeTV übertragen. Hier braucht ihr nur ein Login anzulegen. 
Zusätzlich zu den Streamingangeboten stehen selbstverständlich Liveresultate auch mit Funkposten aus dem Gelände, sowie GPS-Logging zur Verfügung.

Schaltet rein und unterstützt unser Team – es warten spannende Wettkämpfe auf Athlet*innen wie Zuschauende!

Mehr:
Website WM 2026 Genua
WM 2026 auf IOF Live
Livestreaming im IOF TV

Leon Kollenbach
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