04. April 2025
Vorschau: DM Sprint
Es ist so weit, die DM Sprint am Wochenende steht vor der Tür. Vier Wettkämpfe in drei Tagen – Zeit, einen genaueren Blick voraus zu werfen!
Im beschaulichen Bergbau- und Universitätsstädtchen Clausthal-Zellerfeld steigt ab morgen das erste Meisterschaftswochenende der Saison. Los geht es bereits am Freitagnachmittag. Statt des inzwischen vor DMs üblichen Park Tour-Sprints steht die Staffelentscheidung der Hochschulmeisterschaft an. Den Höhepunkt des Wochenendes bildet der Samstag: Vormittags werden die Medaillen im Einzelsprint ausgelaufen, nachmittags folgt die DM Sprintstaffel. Am Sonntag geht es in fußläufiger Entfernung in den Wald zur DBK Mannschaft.
Am Samstagabend gibt es eine große Siegerehrung in der Aula der TU Clausthal. Es gibt Snacks und Getränke, die Geehrten freuen sich sicher über viele Zuschauer*innen.
Was ist zu erwarten?
Die Wettkampfzentren der Sprints sind in verschiedenen Bereichen des Campusgeländes der TU Clausthal. Große Gebäudekomplexe auf Wiesenflächen in Hanglage, aber auch die Innenstadt erwarten die Läufer*innen.
Wichtig! Wer in einer Privatunterkunft in Clausthal übernachtet, muss diese am Samstag bis um 8:30 Uhr verlassen haben. Dann gilt eine absolute Geländesperre und Wettkampfteilnehmer*innen, die Postensetzer*innen begegnen, werden sofort disqualifiziert.
Wer gewinnt die DM Sprint?
Das ist zum Glück nicht so eindeutig und bei derart großen Starterfeldern - 80 Läuferinnen in der Damen Elite, fast 100 bei den Herren - wird es zu spannenden Entscheidungen kommen. In der Elite der Damen ist der Bundeskader vollzählig am Start. Auch das starke Juniorinnenteam wird ein gewichtiges Wörtchen mitreden wollen. Im vergangenen Jahr präsentierte sich Hanna Müller an der Sprint-WM in bester Form. Ob in diesem Jahr auch ihre Frühform für den Sieg reicht? Titelverteidigerin Patricia Nieke wird alles daran setzen das zu verhindern. Die schnellste Sprinterin der Juniorinnen dürfte Jule Roßner sein – kann sie in die Medaillen laufen? Auch Maren Guthier sollte man aufgrund ihrer Laufstärke auf der Rechnung haben.
Eindeutiger ist die Lage bei den Herren. Titelverteidiger Riccardo Casanova wird in diesem Jahr nicht antreten, es gibt also einen neuen Titelträger. Die besten Chancen auf die Medaillen dürften die vier letztstartenden Herren haben, allesamt Bundeskaderathleten. Ole Hennseler scheiterte im letzten Jahr um Sekunden, Timon Lorenz gewann den Titel 2022. Sie müssen sich den jungen Wilden, Marek Pompe und Konstantin Kunckel erwehren. Es wäre eine Überraschung, wenn der neue Deutsche Meister einen anderen Namen als diese vier trägt. Hoffnung auf einen Diplomplatz können sich dagegen auch andere machen, neben Konrad Stamer vielleicht auch die Altmeister Marvin Goericke oder Christoph Prunsche.
Die deutschen Meisterschaften beschränken sich natürlich nicht nur auf die Eliteklassen, es wird auch abseits dieser zahlreiche spannende Medaillenrennen geben. Im letzten Jahr gewannen Anicó Kulow und Oleksandra Parkhomenko zeitgleich die D35 – wer hat in diesem Jahr die Nase vorn? Kann Christoph Freudenfeld – als Sprintspezialist in der letzten, hörenswerten Podcastfolge des „Dickichtgeflüsters“ zu Gast – den avisierten Titel gegen die jüngere Konkurrenz erringen?
Spannung in der Sprintstaffel!
Noch unvorhersehbarer als die DM Sprint ist wohl die DM Sprintstaffel. In einem Massenstartrennen kann viel geschehen, große Fehler, aber auch Underdogs, die im Feld mitschwimmen können. Im Feld der Elite dürften die Medaillen nicht ohne zumindest einen der drei großen Dresdener Vereine vergeben werden. Die Titelverteidiger kommen vom SV Robotron Dresden, die in diesem Jahr aber ohne Loic Dequiedt auskommen müssen. Kann der USV TU Dresden Profit daraus schöpfen? Ihre starken Elitedamen müssen die TUler sogar auf zwei Teams aufteilen. Wer hat Außenseiterchancen? Regensburg wird sicherlich weit vorn zu finden sein, daneben sind auch Seesen, Preetz und das OL-Team Filder mit reichlich Bundeskaderathlet*innen besetzt.
Im Jugendbereich wird nichts ohne den OLV Steinberg zu entscheiden sein. Wenn nicht wie im letzten Jahr ein Fehlstempel passiert, sind Julian Doetsch und Michael Schlei unangefochtene Spitze, auch die Damen gehören zu den stärksten ihrer jeweiligen Altersklassen. Als zweitstärkstes Team ist wohl der SV Robotron Dresden einzuschätzen mit den D16-Bundeskaderdamen Emilia und Jannika Wetzel und Greta Pompe.
Und wer gewinnt bei der DHM?
Bei den Herren dürfte der Sieger identisch dem der DM sein – ein Grund mehr für Titelverteidiger Ole Hennseler alles auf Sieg zu setzen. Im letzten Jahr wurde die Hochschulmeisterschaft allerdings im Wald ausgetragen, ein Metier, das ihm noch besser liegt.
Der Damentitel wird einen neuen Träger bekommen: Sabine Rothaug und Hanna Czerlinski sind als Doppelsiegerinnen zwar am Start, werden gegen die Bundeskaderdamen aber wohl das Nachsehen haben. Mit Jule Roßner und Julia Fritz schickt sich die nächste Generation an, den vormaligen Titelträgerinnen Emma Caspari und Paula Starke den Sieg streitig zu machen.
Die Staffeln werden mit Sicherheit spannender als im letzten Jahr, als nur eine Handvoll Staffeln an den Start ging. Die TU Dresden wird auf Revanche aus sein, nachdem sie sich im letzten Jahr bei den Herren knapp geschlagen geben musste.
Bei den Damen könnte sich erneut die Uni Göttingen durchsetzen, wenn auch in anderer Besetzung als im Vorjahr. Die größte Konkurrenz kommt für sie aus Erfurt und Leipzig.
