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07. Mai 2026

Vorschau: DM Mittel in Kassel

"Das Hilla"
"Das Hilla" bietet ein idyllisches Wettkampfzentrum für die DM Mittel am Kasseler Brasselsberg.
Foto: "Das Hilla"
"Das Hilla" bietet ein idyllisches Wettkampfzentrum für die DM Mittel am Kasseler Brasselsberg.
Foto: "Das Hilla"

Das erste Meisterschaftswochenende der Saison steht an. Knapp 750 Sportler*innen stehen bei der DM Mittel in Kassel an der Startlinie. Eingeladen zum Meisterschaftswochenende wird durch den OSC Kassel. Was erwartet die Läufer*innen? Wer sind die Favorit*innen?

Die Wettkämpfe

Im Habichtswald oberhalb von Kassel, in direkter Nachbarschaft zum Weltkulturerbe Bergpark Wilhelmshöhe, steigt am Samstag die Deutsche Meisterschaft über die Mitteldistanz. In überwiegend altem, gut belaufbarem Buchenwald zählt jede Sekunde. Mehrere Felsbänder an den Rändern des mitunter steilen Bergrückens sorgen für technische Feinheiten, einige Steinfelder erfordern gute Koordination. Im flacheren Bereich auf dem Kamm prägt dichtere Vegetation das Gelände. Das Gelände ist einigen Läufer*innen sicherlich schon bekannt – das BRL-Wochenende 2023 fand im gleichen Gebiet statt, auch wenn damals von der anderen Seite des Waldes gestartet wurde. Bahnleger für die DM Mittel ist wie damals Hendrik Holzhauer. Diesmal ist das WKZ am Walderholungszentrum „Das Hilla“.

Der BRL-Sprint am Sonntag findet in der südlichen Vorstadt Baunatal statt. Die Strecken führen durch den Stadtpark entlang der Bauna. Andere Teile der Strecke belaufen angrenzende Wohngebiete und die Schulkomplexe, bevor es die Strecke im Sportkomplex mit dem Ziel im Parkstadion endet. Bahnleger ist Nationalkaderathlet Bojan Blumenstein, der an beiden Tagen auch als Speaker durch die Wettkämpfe begleiten wird. Es werden sicherlich einige Überraschungen auf die Läufer*innen zukommen.

Den Auftakt macht am Freitagabend ein Prolog-Sprint im Kasseler Stadtteil Marbachshöhe, den der Nachbarverein SC Helsa ausrichtet. Zwischen Wohnblockbebauung und Firmengeländen bietet sich die Gelegenheit, sich für die kommenden Tage einzugrooven und langsam an die technischen Anforderungen der weiteren Wettkämpfe heranzutasten.

 

Die Anreise

Das gesamte Wochenende ist so konzipiert, dass ihr das Auto getrost stehen lassen könnt. Die Massenlager sind fußläufig vom ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe erreichbar, auch zum Freitagssprint ist es nur ein kurzer Fußweg oder wenige Stationen mit der Straßenbahn. 
Auf der Anreise zur DM Mittel halbiert die Anreise mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln euren Fußweg gegenüber dem Weg vom Parkplatz hinauf in den Wald. Generell gilt zur DM Mittel: Die Fußwege sind recht weit und mit einigen Höhenmetern versehen. Plant ausreichend Zeit ein!
Und auch am Sonntag kommt ihr mit der Straßenbahn bis fast direkt ans WKZ.

 

Die Abendveranstaltung

Die Abendveranstaltung findet in der Aula der Heinrich-Schütz-Schule statt – dort, wo sich auch eines der beiden Massenlager befindet. Es gibt ein Verpflegungsangebot, während der Siegerehrung tritt eine Gruppe der TSG Wilhelmshöhe auf. 
Wir freuen uns auf gut gefüllte Siegerpodeste und zahlreiche Gäste, die die Leistung der Geehrten würdigen.

Nach der Siegerehrung seid ihr herzlich zu gemütlichem Zusammensein und einem gemeinsamen Ausklang des Abends an gleicher Stelle eingeladen.

 

Die Favorit*innen

Das Elitefeld der DM Mittel ist stark besetzt. Ein Großteil des Nationalteams tritt an, da die Läufe gleichzeitig Sichtungsläufe für den Weltcup in Schweden sind. Eine letzte Möglichkeit also, die Trainer von sich zu überzeugen.

Im Feld der Damen sind sowohl die amtierende Deutsche Meisterin auf der Mitteldistanz, Paula Starke (USV TU Dresden), als auch Aufsteigerin Lone Pompe (SV Robotron Dresden), die in den vergangenen beiden Jahren schon als Juniorin die Bestzeit auf der Damen-Strecke setzen konnte, am Start. Als stärkste Herausforderin kommt Hanna Müller (Gundelfinger TS) nach Nordhessen. Einen klaren Waldfokus in diesem Jahr hat Birte Friedrichs (MTV Seesen), die damit sicher auch Topkandidatin auf den DM-Titel ist. Altmeisterin Susen Lösch tritt ebenfalls an und ist immer für eine Medaille gut. Aus dem Juniorenbereich liegt der Fokus besonders auf Stanja Lindig und der Frage, ob sie die ältere Konkurrenz auf derselben Strecke schlagen kann. 
Beim sonntäglichen Sprint erweitert sich der Kreis der Topfavoritinnen um Jule Roßner (OK Leipzig) und Maren Guthier (OLV Steinberg).

Das Duell bei den Herren hieß im vergangenen Jahr Ole Hennseler (MTV Seesen) gegen Toby Scott (OLV Steinberg). Die im bisherigen Frühjahr gezeigte Form beider deutet darauf hin, dass sich dieses Duell wiederholen könnte. Verteidigt Toby Scott seinen Meistertitel aus dem Vorjahr? Der Kampf um die Medaillen birgt erhebliches Spannungspotential. Die jungen Wilden, allen voran Marek Pompe (SV Robotron Dresden) und Konstantin Kunckel (USV TU Dresden) werden ein gehöriges Wörtchen mitreden wollen, auch „Altmeister“ Christoph Prunsche, im letzten Jahr durch eine Verletzung unglücklich aus dem Medaillenkampf der DM Mittel ausgeschieden, möchte es noch einmal wissen. Aus dem Juniorenbereich greift Loic Dequiedt (SV Robotron Dresden) nach der Goldmedaille und einer guten Platzierung im Elitefeld.
Da beide Läufe an diesem Wochenende gleichzeitig zur Weltrangliste zählen, dürfen wir auch internationale Prominenz in Kassel begrüßen. Der Belgier Yannick Michiels macht einen Abstecher ins Nachbarland, besonders im Einzelsprint ist der Weltcupdritte von vor zwei Wochen klarer Favorit.

 

Und sonst?
An beiden Tagen gibt es einen Schnupper-OL für kurzfristig interessierte. Die Anmeldung dafür ist direkt auf der Zielwiese möglich.

Außerdem gibt es einen Second-Hand-Shop für gebrauchte OL-Klamotten. Die Einnahmen aus den Kleiderspenden kommen vollständig dem hessischen D-Kader zugute

Mehr:
Veranstaltungs-Website

Leon Kollenbach
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