17. Mai 2024
DM Mittel: Auftakt in die Meisterschaftssaison
Der 24-Stunden-OL am letzten Wochenende bot einen würdigen Auftakt, mit der DM Mittel startet die nationale Wettkampfsaison endgültig in das Jahr 2024. Im Mohorn Grund und in Wilsdruff lädt der Post SV Dresden zu drei Tagen Wettkampf.
Es ist für jeden etwas dabei. Auftakt und zugleich Highlight bildet die DM Mittel am Samstag, es folgen ein BRL Lang am Sonntag, sowie der historisch erste BRL Sprint am Pfingstmontag. Steile Hänge erwarten Läuferinnen und Läufer, dazu typisch mitteldeutsches Gelände inklusive dichtem Wegenetz und etwas Unterbewuchs. So viel Kahlschlag wie am letzten Wochenende wird es vielleicht nicht geben, lange Hosen empfiehlt der Ausrichter trotzdem. O-technischen Anspruch dürften Spuren von Bergwerktätigkeiten im Gelände bringen. Die Bahnen stammen von Dietmar Fuchs.
Wie auch die DM Mittel am Samstag ist auch der BRL Sprint am Montag ein Weltranglistenlauf. Dann geht es durch enge Gassen, Parkgelände und eine Schule. Karte und Bahn stammen vom Nachwuchs des Post SV: Wir sind gespannt, was Florian Weinert, Moritz Lucke und David Saupe uns bieten.
Bahnleger der Langdistanz am Sonntag ist der langjährige Bundeskaderathlet Moritz Döllgast.
Die Starterfelder in den Hauptklassen sind so stark besetzt wie selten. Große Teile des Bundeskaders sind am Start, sodass es schwierig ist, Favoriten vorherzusagen. Im Herrenfeld dürfte sich die Goldmedaille zwischen dem in der Weltrangliste bestplatzierten Deutschen Bojan Blumenstein (OSC Kassel), Ole Hennseler (MTV Seesen), der stark ins Jahr gestartet ist, und Toby Scott (OLV Steinberg) als Titelverteidiger entscheiden. Direkt dahinter wird Riccardo Casanova (OLG Regensburg) alle Fehler der Konkurrenz ausnutzen. Das gilt wohl auch für die weiteren Bundeskaderathleten Felix Späth (OLG Siegerland), Konrad Stamer (Preetzer TSV), Marek Pompe (SV Robotron Dresden), Konstantin Kunckel (USV TU Dresden) und Timon Lorenz (OLG Regensburg). Colin Kolbe (TuS Lübbecke) und Matthias Kretzschmar (Post SV Dresden) sind nach Krankheit noch nicht wieder in Bestform.
Zwei Siegkandidatinnen haben sich im Laufe des Frühjahrs bei den Damen herauskristallisiert. Susen Lösch (USV Jena) möchte nach dem Langdistanztitel im letzten Jahr dieses Jahr die Mitteldistanz gewinnen. Mit Patricia Nieke (USV TU Dresden) hat sie eine Konkurrentin, die kürzlich erst die beste 5000m-Zeit einer deutschen OLerin seit vielen Jahren gelaufen ist (18:28 Min). Es gibt schlechtere Voraussetzungen. Der Kampf um die Bronzemedaille wird sich wohl zwischen Paula Starke (USV TU Dresden) und Birte Friedrichs (MTV Seesen) entscheiden. Wenn die in Norwegen lebende Marieluise Schmit Gran (Gundelfinger TS) ihren Nachteil in der Kenntnis deutscher Mittelgebirgswälder wettmachen kann, wird auch sie eine Medaille fest im Blick haben. Vielleicht kann auch Emma Caspari (OL-Team Lippe) an ihren 4. Platz aus dem letzten Jahr anknüpfen?
