13. Mai 2026
Vorschau: DHM und 24-Stunden-OL
Die Ereignisse der nationalen OL-Saison folgen Schlag auf Schlag: Kaum ist die DM Mittel vorüber geht es auch schon mit einem prallgefüllten Himmelfahrtswochenende weiter. Zum ersten Mal seit drei Jahren kehrt die Deutsche Hochschulmeisterschaft an ihren angestammten Termin zurück. Im Anschluss folgt traditionsmäßig eines der absoluten Highlights der Saison – der 24-Stunden-OL steht an!
DHM
Zur Deutschen Hochschulmeisterschaft lädt an Himmelfahrt die Uni Paderborn. In Kooperation mit den örtlichen Vereinen findet am Donnerstagnachmittag die Staffel auf dem Campus der Universität statt. Nach der Siegerehrung und einer Pastaparty in der Paderborner Innenstadt findet wiederum am Freitag der Einzel als verkürzte Langdistanz statt. Bei Bad Lippspringe geht es in den großteils flachen Kurwald, in dem die begehrten Siegernadeln vergeben werden.
Da die DHM gleichzeitig Sichtungslauf für die später im Jahr stattfindenden Studierendenweltmeisterschaften ist, ist sie trotz der terminlichen Ballung der Wettkämpfe in diesem Mai gut besucht. Bei den Herren kommen die Favoriten aus Dresden: Marek Pompe, Konstantin Kunckel, Loic Dequiedt und David Saupe werden beide Titel wohl unter sich ausmachen. In der Staffel hat das KIT Karlsruhe mit Kolya Saß und Lucas Imbsweiler die Möglichkeit für eine Überraschung.
Bei den Damen läuft es in der Staffel auf ein Duell zwischen Dresden und Göttingen hinaus. Im Einzel kommt zusätzliche Konkurrenz durch Marieluise Schmit Gran hinzu.
24-Stunden-OL
Eines der großen OL-Feste in diesem Jahr ist der 24-Stunden-OL. Am Stausee Heyda unweit von Ilmenau geht er in seine 25. Auflage und hat dazu einen neuen Anmeldungsrekord zu verzeichnen. Über 200 Teams kommen nach Thüringen, um Durchzuhalten, Spaß zu haben, OL zu genießen, sich mit Freunden und Vereinskolleg*innen auszutauschen und an die eigenen Grenzen zu gehen. Das Team, federführend von Sören Lösch vom USV Jena geleitet, bietet einmal mehr ein tolles Erlebnis: Mit Eierkuchenverköstigung, Märchenstunde und Nachtwanderung für die Kinder, am Freitagabend stimmt euch eine Party mit der Gruppe „Blackout“ auf das Event ein. „Wir sind überwältigt vom großen Zuspruch zum 25. Thüringer 24-Stunden-Orientierungslauf. Erstmalig sind mehr als 200 Teams gemeldet“, freut sich Gesamtleiter Sören Lösch. „Es wird ein richtiges Staffelfeeling unter dem Motto ‚sehen und gesehen werden‘ geben!“
Es geht in ein Gelände, das 1994 schon einmal einen 24-Stunden-OL beherbergt hat. Ein „nettes“, aber auch abwechslungsreiches Gelände direkt am Ufer des Stausees erwartet die Läufer*innen. Der Wald wird als im Großen und Ganzen flach beschrieben, die Belaufbarkeit wechselt, mit größeren Anteilen an Heidelbeerkraut oder Farn. In einigen Geländeteilen lassen sich auch Bergbauaktivitäten nachverfolgen. Typisch thüringisch ist das ebenmäßige Wegenetz.
Eine Neuerung gibt es in diesem Jahr im Regelwerk für die 24 Stunden: Ihr müsst eure Teamreihenfolge nicht mehr im Vorhinein festlegen, es gilt die Reihenfolge, mit der ihr den ersten Durchlauf absolviert.
Und während es für die meisten Teams um Spaß und ums Durchhalten geht, gibt es viele Teams, die dann doch einen Blick aufs Klassement werfen. Also soll es auch an dieser Stelle eine Vorschau darauf geben, wer am Ende ganz zuoberst stehen könnte.
Bei der 24-Stunden-Staffel dürfte Topfavorit das internationale Konsortium „Attackpoint Alliance“ um die Eliteläufer Bojan Blumenstein und Toby Scott sein – mit dem 41-jährigen Bundestrainer Josef Neumann als selbsternanntem „Schwachpunkt“. Sicherlich wird es nicht so einfach, wie es hier klingt, dazu sind 24 Stunden zu unberechenbar. Fest steht: Besonders die norwegische Fraktion wird in der Nacht scheinen.
Wer könnte sie herausfordern? Wenn sie sich bemühen und keine Fehler machen, wird „trial and error“ sicher weit vorn zu finden sein. Nehmt euch in acht vor den saarländischen „Gängstaa“, den westfälischen „Aggro Ponys“ oder auch der Dresdener „Patchworkfamily“. Vielleicht wird das Ganze auch ein „Onenightstand“. Oder können unsere Freunde aus Ungarn, Tschechien oder der Schweiz aufs Podium laufen? Und schlussendlich ist an einem Team sicher nur schwer vorbeizukommen, auch wenn es nicht unbedingt nach einem lauen Sommerabend aussieht – Team „SOMMERNACHTSTRAUM“.
Spannend wird es auch über die 12 Stunden. Klare Favoriten: „Entenuii 2“ und „Entenuii 3“ werden sich sicherlich ein spannendes Duell um den Sieg liefern. In Anlehnung an den norwegischen Club NTNUI haben sich unsere Junior*innen und die jüngere Elite wieder einmal zusammengeschlossen. Einzige Hürde für diese beiden Staffeln? Es gibt Läufer*innen unter ihnen, die einem gelegentlichen Fehlstempel nicht ganz abgeneigt sind. Sollte sich dieser eine Fehler zu viel einschleichen, schlägt die Stunde der „KOMPASsheLDINNEN“. Sechs Eliteläuferinnen mit Bundeskaderhintergrund haben sich zusammengeschlossen, den „Enten“ einzuheizen. Mit „Mir san die Lehners“ ist das in der letzten Auflage zweitplatzierte Team dabei, auch wenn ihnen ein Bruder im diesjährigen Aufgebot fehlt. Eine gute Aussicht auf vordere Platzierungen haben auch die Teams unserer Nachwuchsläufer*innen: „Tick“, „Trick“ und „Track“ wie auch „Lost in Pace“ sind im Durchschnitt aber wohl noch zu jung, um den ganz großen Sprung zu schaffen.
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Website 24-Stunden-OL