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24. Februar 2015

Trainingslager des Nachwuchses auf Usedom

Vom 18. bis 22. Februar fand auf Usedom das Technik-Trainingslager des C- und D/C-Kaders statt. Während im letzten Jahr in Bad Kreuznach alle Trainings unter dem Motto „Vergrößern, Verlängern, Vereinfachen“ bestritten wurden, standen diesmal Kompasslauf und Staffelsituationen im Fokus der von Jugendtrainer Thomas Rewig organisierten Maßnahme. Die Ostseeinsel bot dabei mit ihrem feingliedrigen und teils sehr offenen Gelände hervorragende Bedingungen.
Warmlaufen im Dünenwald
Warmlaufen im Dünenwald
Foto: Thomas Rewig
Warmlaufen im Dünenwald
Foto: Thomas Rewig

Durch eine Grippewelle, Uni-Prüfungszeit und Abiturvorbereitungen verschuldet, fanden sich leider weniger Teilnehmer als zunächst geplant im Schullandheim in Peenemünde ein. Für die 16 anwesenden Athleten, die durch drei Trainer betreut wurden, begann das fünftägige Trainingslager mit einem Korridor-OL in der Trassenheide, bei dem auch das Schrittezählen eingeübt wurde. Der erste Kontakt mit dem Dünengelände sorgte für Begeisterung, da sich der sandige Kiefernwald als sehr gut belaufbar erwies und das feine Relief interessante Orientierungsaufgaben bot. Donnerstags stand nach dem gemeinsamen Warmup zunächst ein 3000-Meter-Test im Wolgaster Peenestadion auf dem Plan. Dieser Formtest nach dem Wintertraining zeigte den Teilnehmern ihre aktuelle läuferische Verfassung, wobei die Zeiten wegen des starken Gegenwinds etwas schlechter als erwartet ausfielen. Nach einem Abstecher an den Strand in der Mittagspause ging es erneut in die Trassenheide, wo diesmal eine Einheit zum groben Kompasslauf mit reduzierter Karte wartete. Ebenfalls wartete dort Henrik Nitzsche von der Ostsee-Zeitung auf das Team, um mehrere Interviews zu führen und ein paar Trainingseindrücke zu erhaschen.

Zeichnen unter Zeitdruck beim O400
Zeichnen unter Zeitdruck beim O400
Foto: Nina Döllgast
Zeichnen unter Zeitdruck beim O400
Foto: Nina Döllgast

Auch am Freitag wurde die Vormittagseinheit im Peenestadion bestritten, wo der O400-Test absolviert wurde. Somit wurden nicht nur die Laufkomponente, sondern auch die Kartenlesefähigkeit beim Laufen und die Konzentrationsfähigkeit unter physischer Beanspruchung auf die Probe gestellt. Die Ergebnisse zeigten deutliche Unterschiede zum Vorjahresergebnis und innerhalb der Gruppe. Nachmittags fand der feine Kompasslauf in der Trassenheide seine Anwendung - als Score-OL ohne Wege. Somit kam auch erstmals der Gegnerkontakt mit ins Spiel, auf dem in den folgenden Trainings das Augenmerk lag: Staffelstarts in der Trassenheide, Billygoat-Run an der polnischen Grenze (Zirowberg) und zum Schluss One-Man-Relay in Bansin. Die beiden letzteren Gelände sind durch ihre groberen Höhenstrukturen etwas relevanter für die diesjährige Jugend-EM in Rumänien. Alles in allem war das Trainingslager ein voller Erfolg, da die Trainingsaufgaben gut umgesetzt wurden und die Teilnehmer vor allem auch in den verschiedenen Staffelsituationen wertvolle Erfahrungen sammeln konnten. Die GPS-Tracks der einzelnen Trainings konnten mit 2D Rerun optimal ausgewertet werden, sodass die Jugendkader nun zum Beispiel mehr über ihre Art des Kompasslaufes wissen. Für etwas Abwechslung auf OLer-Art sorgte ein sehr kniffliger Micro-OL in der Unterkunft mit Miniposten und Hinweisen, über die der ein oder andere vielleicht immer noch nachdenkt.

Kartenausschnitt im feingliedrigen Relief
Kartenausschnitt im feingliedrigen Relief
Foto: Nina Döllgast
Kartenausschnitt im feingliedrigen Relief
Foto: Nina Döllgast

Wir bedanken uns bei der Leitung und den Angestellten des Schullandheims Camp Peenemünde, die extra für uns ihre Türen öffneten und uns sportlerfreundlich verpflegten, sowie bei Martin Riebisch und Fabian Janischowsky, die das Trainerteam vor Ort tatkräftig unterstützten. Weiterhin bedanken wir uns beim SV Turbine Neubrandenburg für die Bereitstellung der Karten. Das nächste kaderübergreifende Trainingslager wird vom 27.03. bis 5.04. in Dänemark und Schweden stattfinden, bevor die Sichtungsläufe zu JWOC und EYOC starten.

Nina Döllgast
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