07. August 2025
The World Games 2025
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Ab Freitag steht der wichtigste Wettkampf des Jahres an: Die World Games 2025 im chinesischen Chengdu. Die World Games sind das Multisportevent aller olympischen Sportarten, die nicht bei den olympischen Spielen vertreten sind. Auch der Orientierungslauf ist als solche bei den Spielen in China vertreten.
Über 4000 Athlet*innen reisen in die zentralchinesische Metropole, um sich in 42 Sportarten zu messen. Mit dabei sind auch 80 Orientierungsläufer*innen aus allen Teilen der Welt. Die meisten von ihnen nehmen als eines der 16 vollständigen Teams teil. Dazu kommen einige Läufer*innen, die durch herausragende Leistungen ihre Plätze über eine Wildcard bekommen. Das deutsche Team ist mit einem vollzähligen, vierköpfigen Aufgebot in Chengdu.
Das Programm
Donnerstag, 07.08.2025 – Opening Ceremony
Freitag, 08.08.2025, 03:40 – 06:30 Uhr CEST – Mitteldistanz
Sonntag, 10.08.2025, 3:30 – 05:35 Uhr CEST – Sprint
Montag, 11.08.2025, 04:10 – 5:45 Uhr CEST – Sprintstaffel
Drei Tage Zeit standen den Teams vor Ort zur Verfügung, bevor die Wettkämpfe starten. Los geht es mit der Mitteldistanz am Freitag schon am Tag nach der Eröffnungszeremonie. Die Medaillenentscheidung der Herren ist die erste Finalentscheidung dieser World Games-Ausgabe. Entsprechend hoch wird auch die mediale Aufmerksamkeit bei dem Wettkampf sein.
Mit GPS und Liveergebnissen sind alle drei Wettkämpfe versorgt. Eine TV-Übertragung gibt es nur für den Sprint am Sonntag.
Das Gelände
Im Vorfeld der Titelkämpfe ist das Gelände die große Unbekannte. Erst in den letzten Tagen seit Ankunft gab es für die Teams die Möglichkeit, Erfahrungen in wettkampfähnlichem Gelände zu sammeln.
Über die Mitteldistanz rund um das Örtchen Gaota nahe Gaoming, eine Autostunde von Chengdu entfernt, ist das Gelände von Kulturland geprägt. Viele Orangenhaine mit wechselnder Belaufbarkeit, sowie Reis- und Maisfelder machen einen Großteil des Geländes aus. In relativ grünem und leicht hügeligem Gelände mit hoher Pfaddichte wird es besonders auf die Laufgeschwindigkeit ankommen.
Die Sprintformate werden rund um den Jinyun-Tower im Gelände der internationalen Gartenbau-Expo 2024 ausgetragen. Zu erwarten sind verwinkelte, chinesische Gärten, die ein präzises Orientieren bei höchster Geschwindigkeit erfordern.
Herausfordernd dürften auch die äußeren Bedingungen sein. Bei der Ankunft zu Wochenbeginn herrschten vor Ort Temperaturen von fast 40 Grad Celsius mit hoher Luftfeuchtigkeit. Inzwischen ist es auf rund 33 Grad abgekühlt.
Das Team
Ein vollständiges Team mit je zwei Athletinnen und zwei Athleten reiste bereits am Montag nach Chengdu. Mit Bojan Blumenstein und Birte Friedrichs sind zwei Athlet*innen dabei, die bereits 2022 in Birmingham (USA) am Start standen. Bojan verfügt darüber hinaus bereits über Wettkampferfahrung in China. Beim Weltcup 2019 in Guangzhou stand er am Start, auch wenn das Gelände damals sich deutlich vom Wettkampfgelände der World Games unterscheidet.
Hanna Müller konnte sich in den letzten Jahren als stärkste deutsche Dame etablieren, bei den Herren tritt der junge Sprintspezialist Anselm Reichenbach an.
Das Team wird durch Erik Döhler und Anne-Katrin Klar betreut.
Das Ziel des Teams ist es, mindestens eine Top8-Platzierung zu erreichen. Die Chancen sind in allen Wettkampfformaten vorhanden. In der Sprintstaffel gilt es den 8. Platz von vor drei Jahren in Birmingham (USA) zu verteidigen. Anselm Reichenbach schaut in den Individualrennen besonders auf den Sprint, während Bojan Blumenstein seine Chance besonders über die Mitteldistanz sieht. Auch die Damen blicken voller Vorfreude auf die Wettkämpfe: „Die Mitteldistanz wird zwar von einem dichten Wegnetz geprägt sein wird, aber durch die Dickichte und ungewohnte Vegetation sicher herausfordernd werden“, blickt Hanna Müller auf den Auftakt im „Wald“. „Der Sprint und die Sprintstaffel werden technisch sicher sehr anspruchsvoll, was uns entgegenkommt“, ergänzt Birte Friedrichs.
Die Vorbereitung in den letzten Wochen lief optimal. Nach den Weltmeisterschaften in Finnland gelang die Umstellung von Wald auf Sprintfokus sehr gut. Auch wenn der chinesische Geländetyp in Europa nur schwer zu trainieren ist, konnten die technischen Routinen des Sprint-OLs durch zahlreiche spezifische Techniktrainings verfeinert und optimiert werden. Auch physisch sind die Athlet*innen gut in Form, wie unter anderem Anselms 5. Platz im KO-Sprint bei den Testläufen in Belgien bewies, in einem Feld, in dem ein Großteil der internationalen Topstars am Start war.
Was bei aller Anspannung und professioneller Vorbereitung auf die Wettkämpfe natürlich auch nicht fehlen darf, ist die Vorfreude auf die olympische Atmosphäre der World Games. Während die „World-Games-Veteranen“ Birte und Bojan bereits darauf hinfiebern, diese besondere Kulisse ein weiteres Mal erleben zu dürfen, werden Anselm und Hanna das erste Mal ein Sportevent mit der tollen Stimmung im World-Games-Dorf, dem Zuschauen bei anderen Sportarten und auch den Empfang von Medaillengewinner*innen in einem derartigen Rahmen erleben. „Es wird sicher toll, an so einem riesigen Sportanlass teilzunehmen und Leute aus aller Welt kennenzulernen“, freut sich Hanna Müller.
Das deutsche Orientierungslaufteam ist im zentralen Hotelkomplex direkt am Veranstaltungsort gemeinsam mit über 200 weiteren deutschen Athlet*innen untergebracht. So steht neben der sportartübergreifenden Vernetzung im deutschen Haus über den nationalen Verband auch die bestmögliche Betreuung durch Physios und medizinisches Personal bereit.
Internationales Starterfeld
Vor Ort ist die absolute Weltelite: Allen voran die Schweizer Phalanx mit Simona Aebersold – aktuelle Langdistanzweltmeisterin – sowie Riccardo Rancan – amtierender KO-Sprint-Weltmeister. Zahlreiche weitere WM-Medaillenträger*innen sind vor Ort, die ihren Medaillensammlungen World-Games-Edelmetall hinzufügen wollen. Unter ihnen sind Natalia Gemperle (SUI), Jannis Bonek (AUT), Yannick Michiels (BEL), Tino Polsini (SUI) oder Jonathan Gustafsson (SWE). Mit Tim Robertson (NZL) steht der Sprintsieger der letzten World-Games wieder am Start, um seinen Titel zu verteidigen. Auch die Riege der Juniorenweltmeister*innen ist neben unserem deutschen Starter Anselm Reichenbach gut vertreten. Aus Ungarn kommen Rita Maramarosi und Zoltan Bujdoso, aus Polen Piotr Parfianowicz.
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Website The World Games 2025 - Chengdu
Website The World Games
The World Games 2025 auf IOF Live
Livestream der Übertragung zum Einzelsprint