09. August 2025
Erfolgreiche TWG Mitteldistanz bei extremen Bedingungen
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Hanna Müller erreicht gleich im ersten Rennen der World Games 2025 das anvisierte Top8-Ziel und erläuft einen tollen 7. Platz. Die Siege gehen in die Schweiz, es gewinnen Simona Aebersold und Riccardo Rancan.
Bei extremen Wetterbedingungen ging am Freitag die Mitteldistanz der World Games 2025 über die Bühne. 36 Grad Celsius, eine hohe Luftfeuchtigkeit und direkte Sonneneinstrahlung machten vielen Athlet*innen zu schaffen. Einige, unter ihnen WM-Medaillengewinner Fabian Aebersold (SUI), sprachen von der härtesten und langsamsten Mitteldistanz, die sie in ihrer Karriere bisher gelaufen sind. Mit zunehmender Wettkampfdauer setzte die Hitze den Athlet*innen mehr und mehr zu, sodass auf diesem Niveau ungewöhnlich viele Fehler passierten und eine ganze Reihe Athlet*innen das Rennen sogar aufgeben musste. Im Ziel ließ sich wohl ein*e Jede*r dankbar mit Eiswasser übergießen.
Hinzu kam das ungewohnte Gelände, das zwar für eine Mitteldistanz nicht schwer war, mit vielen, kleinen, oft schlecht sichtbaren Pfaden zwischen dichter Vegetation, Feldern und Häusern aber trotzdem immer Aufmerksamkeit abverlangte und zu jedem Posten auch eine Vielzahl Routenwahlen anbot. Erst im Postenraum, wenn der Posten zwischen den Grüns gefunden werden musste, ging es in die Feinorientierung.
Wie herausfordernd es war, davon zeugen auch die Siegerzeiten. Sowohl Simona Aebersold mit einer Laufzeit von 40 Minuten als auch Riccardo Rancan, der sogar 45 Minuten unterwegs waren, blieben deutlich über der für eine Mitteldistanz geforderten Siegerzeit von 35 Minuten.
„Ich hatte mit der Hitze verblüffend wenig Probleme“, erzählte die siebtplatzierte Hanna Müller nach ihrem Lauf. „Also es war schon sehr heiß, aber vielleicht auch dadurch, dass ich die kleinen Fehler am Anfang immer im Grün gemacht habe, war es ein bisschen schattiger.“ Diese angesprochenen Fehler konnte sie klein halten, was sich als entscheidend an diesem Tag erwies. Entsprechend zufrieden ist sie mit dem Ergebnis, auch wenn der Rückstand größer als erwartet ist. „Top8 war immer so das Optimalziel, auf das ich hingearbeitet habe, deshalb bin ich natürlich sehr froh darüber.“
Mit Birte Friedrichs als 10. erreichte auch die zweite deutsche Dame eine sehr gute Platzierung, knapp zwei Minuten hinter ihrer Teamkollegin. Hart, so bezeichnete Birte ihren Lauf. Der Anfang lief gut, doch nach einer kleinen Unsauberheit nach einigen Posten erwischte die Hitze sie wortwörtlich aus heiterem Himmel. „Ab da ging läuferisch gar nichts mehr und ich musste langsamer laufen als ich wollte. Ich habe bewusst das Tempo rausgenommen, um überhaupt noch klar im Kopf denken zu können.“
Bei den Herren erreichte Bojan Blumenstein Platz 11 und war damit wie Birte auch besser als bei seiner letzten World Games-Teilnahme vor drei Jahren. Nach einem guten Start lag er zur Rennhälfte sogar im Medaillenbereich. „Ich hatte das Gefühl, nicht zu schnell zu starten“, gab Bojan anschließend zu Protokoll. Wie bei vielen anderen, beispielsweise dem bis dahin führenden Ungarn Ferenc Jonas, kamen die Probleme erst kurz vor Schluss. „Vier Posten vor Schluss gingen die Lichter aus im Kopf. Ich habe auf die Karte geguckt und wusste ganz oft gar nicht, zu welchem Posten ich eigentlich muss oder wo ich herkomme.“ Auch wenn mehr drin gewesen wäre, die Zufriedenheit den Lauf gut zu Ende gebracht zu haben überwog.
Anselm Reichenbach ereilten diese Probleme bereits etwas früher, sodass er den Wettkampf unglücklicherweise abbrechen musste.
Bereits in der Nacht auf Sonntag geht es weiter mit dem Sprint. Für Frühaufsteher gibt es sogar einen Livestream – ab 3:30 Uhr deutscher Zeit.
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Offizielles Ergebnis der TWG Mitteldistanz
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