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07. Juli 2019

Super-GAU zum Sprintfinale der Senioren-WM

Eine Verkettung von unglücklichen Umständen führte im lettischen Riga zur Annullierung unzähliger Kategorien. So wurden nur 7 von möglichen 24 Weltmeisterinnen und Weltmeister über die Sprintdistanz gekürt. Edmund Keil (Bielefelder TG) jubelte in der H85 über eine Bronzemedaille. Birgit Michel (TV Jahn Wolfsburg) lief in der D75 auf Rang vier. Für Helmut Conrad (USV TU Dresden) und Kristin Ritzenthaler (TSV Jetzendorf) gab es zur Siegerehrung nur Sonnenblumen.

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Kristin Ritzenthaler und Helmut Conrad mit einer Sonnenblume.
Foto: Thomas Rothkegel
Kristin Ritzenthaler und Helmut Conrad mit einer Sonnenblume.
Foto: Thomas Rothkegel

Für das Sprintfinale wurde analog zur Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr die historische Rigaer Innenstadt gewählt. Die Karte war unverändert. Auch der Wettergott war erneut sehr launisch. Morgens regnete es zunächst. Die Pflaster waren daher sehr glatt. Später, als dann auch sehr viele Touristen die Stadt bevölkerten, schien die Sonne. Zum offenen Lauf im Anschluss setzte dann ein Unwetter mit Gewitter und Hagel ein. Die Organisatoren hatten in einem läuferisch geprägten Rennen Bahnen durch die Straßen und Gassen der Stadt gelegt. Verschiedene Durchgänge sowie rot schraffierte Bereiche erhöhten den technischen Anspruch. Die auf der Karte dargestellte Passage in den Konvent war unplanmäßig verschlossen, so dass Umwege in Kauf genommen werden mussten. Nach mehreren Einsprüchen hat die Jury alle Kategorien annulliert, bei denen dies vielleicht eine mögliche Route hätte sein können. Somit wurden Helmut Conrad als Sieger der H75 und Kristin Ritzenthaler als Zweitplatzierte der D45 nur mit einer Sonnenblume geehrt.

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Das zum Wettkampf verschlossene Tor in der Innenstadt.
Foto: Mario Ammann
Das zum Wettkampf verschlossene Tor in der Innenstadt.
Foto: Mario Ammann

Auf der Homepage der Veranstaltung wurde mitgeteilt, dass die Organisatoren schon am Morgen vom verschlossenen Tor erfahren haben. Versuche dieses zu öffnen schlugen fehl. Warum die Starter trotzdem auf ihre Bahnen geschickt wurden, ist nicht näher benannt. Die Annullierung zahlreicher Klassen kann daher nicht nur als berechtigtes Ärgernis für viele der 3700 Teilnehmer gesehen werden. Eine Werbung für die Professionalität der Sportart Orientierungslauf sowie die Arbeit aller Entscheidungsträger ist es ebenfalls nicht.

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