28. Juli 2026
Studierenden-WM 2026 in Portugal
Im portugiesischen Vila Real stehen ab dem heutigen Dienstag die FISU World University Orienteering Championships an. In vier Wettkampfformaten werden die Medaillen ausgelaufen. Eine zwölfköpfige deutsche Auswahl mit guten Chancen auf Topplatzierungen reist zu den Wettkämpfen.
Das Gelände
Zur WUOC 2026 geht es nach Portugal. In der Stadt Vila Real im Nordosten des Landes finden alle vier Wettkämpfe mit kurzen Wegen statt.
Das Wettkampfgelände für die Sprintwettkämpfe bildet die historische Altstadt mit ihrer irregulären Struktur schmaler Straßen, sowie umgebende Wohngebiete. Verschiedene Aufgaben warten in den drei Wettkämpfen, neben einigen Höhenmetern sind eine Vielzahl an Routenwahlen und viele Richtungswechsel von den Läufer*innen zu absolvieren.
Das Gelände der Mitteldistanz liegt direkt nördlich des Stadtgebiets auf einem ehemaligen militärischen Übungsgelände. Das zeigt sich auch im Kartenbild, denn in einem insgesamt komplexen Höhenbild gliedern sich alte Grabenstrukturen ein. Abwechslungsreiche Vegetation mit Bereichen hoher Geschwindigkeit und dichteren Bereichen sorgen für den Anspruch an die Tempowahl.
Das Programm
Dienstag, 28.07. KnockOut-Sprint
Mittwoch, 29.07. Sprintstaffel
Freitag, 31.07. Einzelsprint
Samstag, 01.08. Mitteldistanz
Wohl auch angesichts der Erfahrung zur Juniorenweltmeisterschaft 2023 wartet ein sprintlastiges Programm auf die Wettkämpfer*innen. Nach zwei intensiven Sprinttagen zum Auftakt steht ein Ruhetag an. Die Mitteldistanz zum Abschluss stellt den einzigen Waldwettkampf dar.
Das Team
Damen
Emma Caspari (Göttingen)
Julia Fritz (Tübingen)
Marlene Fritz (Dresden)
Anne Kästner (Jena)
Stanja Lindig (Halle)
Marieluise Schmitt Gran (Tromsø)
Herren
Loic Dequiedt (Dresden)
Marek Pompe (Dresden)
Anselm Reichenbach (Trondheim)
Konrad Stamer (Braunschweig)
Sechs Damen und vier Herren, ein aus gesundheitlichen Gründen leicht reduziertes Team, reisten bereits am Wochenende ins Wettkampfgebiet, wo sie sich bei den Modelevents auf das Gelände einstimmten. Als Teamofficials sind Nikolaus Risch und seine designierte Nachfolgerin Pia Buchholz vor Ort. Ein großer Dank geht an den adh, der die Teilnahme mit einem großen, vielversprechenden Team möglich macht.
Die Favoriten
Bei der WUOC ist seit einigen Jahren eine Altersobergrenze von 25 Jahren eingeführt worden. Entsprechend stehen besonders die Nachwuchsstars im Vordergrund. An der Startlinie stehen knapp 300 Athlet*innen aus 30 Nationen.
Bei den Herren stehen drei Namen zuoberst auf der Liste der Favoriten, die zuletzt bei der WM in Genua mit Topergebnissen auf sich aufmerksam machen konnten: Guilhem Verove (FRA), Zoltan Bujdoso (HUN) und Francesco Mariani (ITA). Neben weiteren starken Athleten beispielsweise aus der Schweiz (Pascal Schärer, David Baumberger) haben auch die Deutschen gute Chancen auf Platzierungen weit oben auf der Ergebnisliste. Besonders Anselm Reichenbach und Marek Pompe könnten für deutsche Highlights sorgen.
Auch bei den Damen stellen die Französinnen die wohl stärkste Auswahl: Mit Cecilé Calandry steht die aktuelle Europameisterin im KnockOut-Sprint an der Startlinie. In Person von Annabelle Delenne und Fanny Delahaye stehen zwei weitere starke Athletinnen in den Startlöchern dahinter. Auch die Finninnen können auf Ergebnisse im Medaillenbereich hoffen: Am namhaftesten sind hier Elli Punto und Hanne Hilo. Aus der Schweiz kommt Inés Berger, Viktoria Mag greift für Ungarn nach den Medaillen. Die deutschen Läuferinnen gehören noch nicht zu den Anwärterinnen auf die Topplatzierungen, mit technisch sauberen Läufen können Platzierungen in den Top15 allerdings durchaus möglich sein.
WUOC verfolgen
Durch Liveergebnisse und GPS-Übertragung bietet sich auch von zuhause die Möglichkeit, die Wettkämpfe zu verfolgen und mit den deutschen Athlet*innen mitzufiebern. Einen Livestream der Läufe gibt es dagegen in diesem Jahr leider nicht.