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18. Juli 2005

Spannendes Finale einer spektakulären Junioren-WM

Die vielleicht spektakulärste Junioren-WM aller Zeiten fand vergangen Samstag ihren würdigen Abschluss im Tessin. Neue Maßstäbe wurden zweifelsohne gesetzt: Viele Hunderte Helfer waren im Einsatz, der finanzielle Gesamt-Aufwand lag bei knapp einer Million Franken und der Staffelstart vor einem malerischen Alpenpanorama wurde sogar vom Hubschrauber aus für das Schweizer Fernsehen gefilmt – ganz im Stil der Tour de France.

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Den beiden deutschen Staffeln wurden im Vorfeld eher geringe Chancen auf gute Plazierungen eingeräumt. Nach der Verletzung von Susann Jahn bei der JEM und der Erkrankung von Rebecca Reischuk nach dem überharten JWM-Klassikrennen, lief bei den Mädchen sozusagen „das letzte Aufgebot“ mit den beiden D-18ern Esther Doetsch und Jitka Kraemer sowie der Schlussläuferin Sandra Juras (D-16). Doch die Mädchen hielten sich erstaunlich gut. Nachdem Esther gleich zu Beginn der Staffel an zwei Posten mehrere Minuten einbüßte und das Feld schon enteilt schien, startete sie ihre Aufholjagd, an die Jitka nahtlos anknüpfen konnte. So ging Sandra an 9. Stelle liegend ins Rennen. Australien, Ungarn und Dänemark musste sie noch passieren lassen, so wurde es am Ende ein 12. Rang unter 25 gestarteten Nationen. Es gewann Norwegen klar vor Schweden und Finnland. Ähnlich der Verlauf des Herrenrennens: Unser Startläufer Patrick Hofmeister verlor die Führungstram aufgrund eines Fehlers am ersten Posten gleich zu Beginn aus den Augen, konnte dann aber mit einem sicheren Lauf in aussichtsreicher Position auf Sören Lösch wechseln. Der Jenaer hatte einen Riesentag, machte weitere Plätze gut und beendete seine Strecke auf dem 7. Rang liegend, nur Sekunden hinter einem „Diplom“-Platz. Doch Schlussläufer Philipp Müller zeigte sich der starken Konkurrenz (noch) nicht völlig gewachsen, musste trotz eines ordentlich Laufes noch 6 Läufer passieren lassen – Platz 13 unter 33 Nationen. Auch bei den Herren gab es einen deutlichen norwegischen Sieg (vor Tschechien und Schweden) und auch hier blieb den mitfavorisierten Schweizern nur der undankbare 4. Platz. Eins scheint aber nach diesen Staffeln für die deutsche Mannschaft klar: Nächstes Jahr sollten die Top-Ten mal wieder fallen. Und auch der Weg zur Urkunde ist nicht zu weit – wenn mal wieder alles passt!

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