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03. Oktober 2021

Sonnige Titelkämpfe zum Abschluss

Als i-Tüpfelchen einer kurzen aber sehr intensiven nationalen OL-Saison erlebten mehr als 660 Teilnehmer die Titelkämpfe in Gröden. Neben spannenden Entscheidungen und einem umfangreichen Angebot gab es zahlreiche zufriedene Gesichter auf Seiten der Teilnehmer, Organisatoren und Helfer. Die Meistertitel der Elite gingen nach Dresden und Jena. Die Siege beim Deutschland-Cup und beim Schüler-Cup holte der Post SV Dresden.

Zur Einstimmung auf das große Finale ging es am Freitagnachmittag zunächst nach Friedewald, unweit von Radebeul. In einem Mix aus Wald- und Parkabschnitten sowie urbanen Gebieten stimmten sich circa 150 Teilnehmer beim Sprint zur Deutschen Park Tour auf das Wochenende ein. Die Hauptklassen gewannen Anna Wartewig (USV TU Dresden) und Lucas Imbsweiler (TV Oberbexbach).

Zur Deutschen Meisterschaft über die Langdistanz reisten die Teilnehmer dann circa 50 km nördlich ins Schradenland. In einem Wettkampfgelände, welches auch in der Vergangenheit schon für Titelkämpfe genutzt wurde, erwartete die Starter ein oft sehr schnelles Gelände, welches aufgrund des abwechslungsreichen Höhenreliefs und des teilweise üppigen Bodenbewuchses durchaus weh tun konnte und auch für die ein oder andere Sucheinlage sorgte.

Im Kreise der Herren-Elite lief Sören Lösch (USV Jena) gleich am ersten Posten auf den 3 Minuten vor ihm gestarteten und suchenden Philipp Müller (Post SV Dresden) auf. Als Duo sammelten beide im Anschluss ebenfalls den davor gestarteten Wieland Kundisch (USV TU Dresden) ein. Wieland konnte das Tempo der beiden nicht ganz mitgehen, freute sich im Ziel dennoch über den Bronzerang hinter Sören und Philipp.

Im Damenrennen entwickelte sich an der Spitze ein virtueller Zweikampf zwischen Kerstin Uiboupin und Anna Reinhardt (beide USV TU Dresden). Auch Anna verlor am ersten Kontrollpunkt 3 Minuten auf die Bestzeit, arbeitete sich im Laufe des Rennens aber zunächst an die vor ihr gestartete Hannah Hänsel (SV Lengefeld) heran und lief auf diese auf. Auch virtuell verkürzte sich kontinuierlich der Abstand zu Kerstin. Mit etwas mehr als einer halben Minute Vorsprung gewann Kerstin ihre ersten deutschen Einzeltitel vor Anna. Das Podest komplettierte Hannah auf Rang 3.

Die Staffelentscheidungen folgten am Sonntag bei ebenso sonnigen Bedingungen wie am Tag zuvor. In insgesamt drei Wellen gingen die Staffeln des Deutschland-Cups, des Schüler-Cups und der Rahmenkategorie in den Wald. Neben einigen Abschnitten im Laufgebiet vom Tag zuvor führten die Bahnen nun ebenfalls durch einen etwas feingliedrigeren Bereich im Westen der Karte. Dies hinderte die Spitzenläufer allerdings nicht daran in einer Zeit unter einem 6er-Schnitt ihre Bahnen zu absolvieren. Nach starken Startstrecken vom TV Oberbexbach, dem OSC Hamburg und dem USV Jena setzten sich die Dresdner Vereine des Post SV, USV TU und Robotron sowie des SSV Planeta Radebeul ab dem dritten Läufer an die Spitze des Feldes. Den Gesamtsieg brachte Leif Bader für den Post SV Dresden vor dem SSV Planeta Radebeul und dem USV TU Dresden nach Hause.

Auch im Schüler-Cup stand der Post SV Dresden ganz oben auf dem Podest und gewann vor dem SV Robotron Dresden und dem OLV Potsdam.

Neben den Wettkämpfen und den jeweiligen Siegerehrungen zählten am Samstagnachmittag weitere Auszeichnungen durch den Deutschen Orientierungssport-Verband zum Rahmenprogramm. So wurde dem Nationalteam als kleine Aufmerksamkeit für die erbrachten Leistungen im Jahr 2021 ein Scheck über 1000€ überreicht. Die Bundesranglistensieger erhielten die traditionellen Trikots, welche ab diesem Jahr ebenfalls durch den DOSV zur Verfügung gestellt werden.

Für Interessenten und Kinder gab es an beiden Tagen einen separaten Orientierungslauf. Zahlreiche Helfer aus der Gemeinde und Umgebung unterstützen den SSV Planeta Radebeul bei der Organisation des Wochenendes und verkauften Getränke, Mittagessen oder Kuchen. Neben vereinzelten Anmerkungen zur Karte war vor allem sehr viel Lob zu vernehmen.

Mit den Wettkämpfen endete die kurze nationale Saison 2021 im Orientierungslauf, welche aus den Deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz und einem Bundesranglistenlauf, dem Jugend- und Junioren-Ländervergleichskampf sowie den Deutschen Meisterschaften über die Langdistanz und dem Deutschland-Cup bestand. Die Gemeinsamkeiten aller Veranstaltungen waren, dass diese mit unglaublich viel Engagement, gegenseitiger Hilfe und auch Liebe zum Detail organisiert wurden. Jede einzelne Veranstaltung war ein Highlight für sich – jeder der bei einem Lauf nicht dabei war, hat etwas verpasst. So ist die Messlatte für das kommende Jahr sehr hoch gesetzt. Darüber können sich vor allem die Teilnehmer freuen, welche sich die Termine schon vormerken sollten.

Vielen Dank!

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