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22. Oktober 2021

Schwedische Meisterschaften in Norrtälje

Hervorragende Platzierungen für die Deutschen Athleten

Während sich in Deutschland eine kurze Saison ihrem Ende nähert und mit den Deutschen Langmeisterschaften vor zwei Wochen ihren Höhepunkt erreichte, werden in Schweden in der verbleibende Zeit bis zur Winterpause noch alle wichtigen Wettkämpfe 'reingepresst'. So fanden am vergangenen Samstag im beschaulichen, ca. 70km nordöstlich der Hauptstadt Stockholm gelegenen Norrtälje die Schwedischen Sprintmeisterschaften statt. Wie schon im letzten Jahr wurden auch diesmal Qualifikation und Finale an einem Tag ausgetragen (üblicherweise werden diese an zwei Tagen durchgeführt), dies bedeutet für die LäuferInnen ein 2-2,5 Stunden Programm inkl. Ein- und Auslaufen verteilt auf einen ganzen Tag und dies bei sonnigen aber kühlen Temperaturen um die 10 Grad.

Die LäuferInnen erwarteten ein typisches schwedisches Sprintgebiet durchzogen vom Flüsschen Norrtäljeån und viele kleine, knifflige Routenwahlentscheidungen gespickt mit einigen künstlichen Hindernissen. Einhellige Meinung aller Athleten war aber, dass sich leider viel zu viele Läufer gleichzeitig in dem Gelände befanden und zusätzlich dem schönen Wetter geschuldet viele Passanten im Städtchen unterwegs waren.

Zu den Ergebnissen:

Die härteste Klasse war wieder einmal die H21-Kategorie. Felix Späth, der seit Mitte des Jahres für denselben Klub wie Anton Silier startet, gelang ein nach eigenen Aussagen hervorragender Quali-Lauf und er wäre in seinem Vorlauf im sehr hart umkämpfen A-Finale gewesen ... ja wäre. Leider stempelte Felix am drittletzten Posten einen falschen Posten und musste sich somit mit dem B-Finale begnügen. Seine Zeit in der Qualifikation hätte für einen 3. Platz in seinem Heat gereicht, noch vor dem amtierenden Sprint-Weltmeister Isac von Krusenstierna. Die Leistungsdichte im H21-Finale ist so groß, dass sich unter den Top20 nicht weniger als 17!! Läufer befinden, die entweder an Weltcup-Rennen oder an Weltmeisterschaften teilgenommen haben.

Trotz der Tatsache, dass Sprint sicherlich nicht Susen's (Lösch) Lieblingsdisziplin ist, erlief sie sich einen hervorragen 12. Platz, zeitgleich mit der Schwester von Isac - Vilma von Krusenstierna, immerhin 5. der diesjährigen Sprint-Europameisterschaften in der Schweiz. Auch hier ist die Leistungsdichte enorm, mit 12 Weltcup- bzw. Weltmeisterschafts-Teilnehmerinnen in den Top20. Leonore Winkler (OK Linné/USV Jena) belegte einen ebenfalls hervorragenden 20. Platz auch wenn sie selbst mit dieser Leistung nicht vollends zufrieden war. Herzlichen Glückwunsch!

Das gleiche Bild zeigt sich bei den Junioren in der H20-Klasse. Ein solider Lauf von Anton Silier reichte zu einem hervorragenden 11. Platz mit 1 bzw. 3 Sekunden Rückstand auf Platz 10 bzw. 9. Sieger war hier der mit Junioren-WM-Silber-dekorierten Samuel Pihlström vor dem Überflieger dieser Klasse Viktor Svensk. Samuel kann eine 1500m Zeit von 3.44min und eine 5000m Zeit von 14:06min aufweisen. Man sieht also die enorme Laufstärke dieser Klasse.