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10. März 2014

Portugal O’Meeting in Gouveia

Wer in diesem Jahr die Hoffnung hatte Anfang März beim Mehrtagelauf in Portugal Sonne zu tanken, der wurde ziemlich enttäuscht. Bei durchwachsenen Wetterbedingungen konnten sich die 1800 Teilnehmer aus 21 Nationen aber über abwechslungsreiche Bahnen und ein sehr anspruchsvolles Gelände freuen.

Sören Lösch beim Zielsprint
Sören Lösch beim Zielsprint
Foto: Fred Härtelt
Sören Lösch beim Zielsprint
Foto: Fred Härtelt

Vom 1. bis zum 4. März fand in diesem Jahr das international gut besetzte Portgual O’Meeting circa 300 km nördlich von Lissabon statt. Als Wettkampfzentrum wurde bei dieser Auflage die Stadt Gouveia ausgewählt. In unmittelbarer Nähe zum Stern Gebirge ist die Stadt ein Zentrum für den portugiesischen Wintersport – was man spätestens vor Ort bemerkte. Auch wenn im Wettkampfgelände kein Schnee lag, so waren die Temperaturen zumeist im einstelligen Bereich und die Wetterbedingungen eher durchwachsen. Regnerische Abschnitte wechselten mit sehr windigen Bedingungen und Sonnenschein. Froh war da derjenige, der eine gut beheizbare Unterkunft zum Trocknen der Sachen gebucht hatte. Der technische Anspruch war ungeachtet der Rahmenbedingungen sehr hoch. Gerade die Teilnehmer, welche das erste Mal im sehr felslastigen und schwer wirklich exakt zu kartierenden Gelände unterwegs waren, benötigen einiges an Zeit, um sich auf die Karten einzustellen.

Kartenausschnitt der Veranstaltung
Kartenausschnitt der Veranstaltung
Foto: Fred Härtelt
Kartenausschnitt der Veranstaltung
Foto: Fred Härtelt

Bei der Wertung des Mehrtagelaufes mussten zwei Wettkämpfe über die Mitteldistanz, eine verlängerte Mitteldistanz und eine Langdistanz gelaufen werden. In den Eliteklassen wurde die abschließende Langdistanz als Jagdstart bzw. Massenstart für die Teilnehmer, welche einen zu hohen Rückstand zum Führenden hatten, gelaufen. Im Jagdstart befand sich auch Nationalläufer Sören Lösch (USV Jena), der in einem packenden Schluss-Sprint noch auf den 16. Rang der Gesamtwertung lief. Vor allem über die Langdistanz zeigte der A-Finalist der WM 2013 eine starke Leistung zu Beginn der Saison. In einer ganz anderen Liga dominierte Serien-Weltmeister Thierry Geourgiou die Konkurrenz. Mehr als 15 Minuten Vorsprung hatte der Franzose im Gesamtklassement vor den Teamkameraden Jan Prochazka und Hannu Airila (alle Kavelan Rasti).

Thierry Gueorgiou gewinnt klar in Portugal
Thierry Gueorgiou gewinnt klar in Portugal
Foto: Fred Härtelt
Thierry Gueorgiou gewinnt klar in Portugal
Foto: Fred Härtelt

Die Damenkonkurrenz gewann überlegen Simone Niggli (OK Tisaren) vor Maria Magnusson (Sävedalens AIK) und Lisa Risby (OK Kåre). Auch wenn Simone Niggli wie erwartet sehr starke Etappen zeigte, so überraschte die zweitplatzierte Schwedin Magnusson auf der dritten Etappe mit einer klaren Bestzeit. Unter den weiteren deutschen Startern befanden sich auch die Nationalläufer Bjarne Friedrichs (MTV Seesen), Sören Riechers (Bielefelder TG) und Anschlusskader Immanuel Berger (Gundelfinger Turnerschaft). Im Rahmen des Mehrtagelaufes wurden aber keine vorderen Platzierungen erreicht. Weitere vordere deutsche Platzierungen in der Gesamtwertung erreichten Alexander Lubina (DJK Adler Bottrop, 2.H35) und Rolf Brecke (Bielefelder TG, 3.H40). Beim zusätzlichen Nachtsprint durch die verwinkelten Gassen von Gouveia lief Sören Riechers auf den 9. Rang. Ähnlich wie beim organisierten Bankett zeigten die Veranstalter hier erneut mit welchen Qualitäten in Portugal gepunktet werden kann. So fällt das Gesamtfazit trotz des durchwachsenen Wetters sehr positiv aus.

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Daniel Härtelt
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