26. September 2022
Nominierungen zu JEC und Weltcupfinale
Mit dem Junior European Cup (JEC) im eigenen Land steht parallel zur DM Lang der nächste Saisonhöhepunkt für das Jugendnationalteam auf dem Programm. Zeitgleich findet im schweizerischen Davos der Weltcupabschluss für den Elitekader statt.
19 Athletinnen und Athleten wurden in den vier Wertungskategorien (D/H 18/20) nominiert. Diese sind:
D18 – Julia Fritz (OL-Team Filder), Marlene Fritz (OL-Team Filder), Lone Pompe (SV Robotron Dresden), Annika Simsch (TGM Budenheim), Pina Mauch (Berliner Turnerschaft)
D20 – Jule Roßner (OK Leipzig), Emma Caspari (OL Team Lippe), Hanne Kaufmann (USV TU Dresden), Franka Klein (USV TU Dresden), Anna Mühlstädt (SV Robotron Dresden)
H18 – Till Buchberger (MTV Seesen), Marek Siegert (USV TU Dresden), Moritz Lucke (Post SV Dresden), Tobias Nagel
H20 – Tom Buchholz (MTK Bad Harzburg), Anselm Reichenbach (SSV Planeta Radebeul), Lucas Imbsweiler (TV Oberbexbach), Marek Pompe (SV Robotron Dresden), Konstantin Kunckel (USV TU Dresden)
Nach zwei Jahren, in denen der JEC pandemiebedingt nicht stattfinden konnte, ist im nominierten Team natürlich noch nicht so viel internationale Erfahrung vorhanden wie in vorherigen Jahren. Bei der letzten Austragung 2019 waren lediglich vier AthletInnen aus dem jetzigen Team dabei. Schon damals dabei war die nochimmer in der D18 startberechtigte Emma Caspari (Sprint 48., Lang 61.). Anselm Reichenbach (22./61.), Lucas Imbsweiler (26./32.) und Marek Pompe (61./66.) sind inzwischen alle in die Juniorenkategorie aufgestiegen.
Eine konkrete Zielsetzung ist daher recht schwierig. Die vier LäuferInnen mit JEC-Erfahrung werden sicherlich ihre Ergebnisse aus Frankreich verbessern wollen. Über das ein oder andere Highlight werden wir uns in jedem Fall freuen können.
Da dieser JEC in Deutschland stattfindet, wurde das Team etwas größer nominiert, als es im Ausland wahrscheinlich der Fall gewesen wäre. Es sollen möglichst viele Nachwuchstalente die Möglichkeit bekommen sich bei einem solchen Anlass zu präsentieren und Erfahrung zu sammeln.
Dass sich daraus auch Probleme ergeben können, ist vor allem an den Nominierungen der Damen zu sehen. Von zehn Nominierten sind neun noch in der Klasse D18 startberechtigt. Mit Hanne Kaufmann steht nur eine „echte“ Juniorin im Aufgebot. Wer hochstartet, wurde daher im persönlichen Gespräch mit den Athletinnen geklärt, wobei die Wünsche der Athletinnen glücklicherweise sämtlich berücksichtigt werden konnten. In der Staffel können sowieso alle in derselben Klasse starten – dort wird es nur eine Klasse für Herren und Damen geben.
Ein vermutlich den meisten unbekannter Name wird Tobias Nagel sein. Er lebt mit seiner Familie in der Schweiz, hat aber auch einen deutschen Pass. Während eines Auslandsjahrs in Schweden konnte er dort Top-Ergebnisse erzielen. Unter anderem wurde er in der Gesamtwertung H18-Elit des O-ringen 7.
Ein starkes Ergebnis ist unter anderem von Anselm Reichenbach zu erwarten. Bei diversen norwegischen und internationalen Anlässen zeigte er in diesem Jahr bereits sein Können. Bei der JWOC erreichte er im Einzelsprint „nur“ Rang 15 (ein Topergebnis), in den beiden Sprintstaffeln toppte er das nocheinmal mit Läufen in der absoluten Weltspitze der Junioren. Eine Medaille konnte er mit Bronze bei den norwegischen KO-Sprint-Meisterschaften holen. Ein Ergebnis wie der 12. Platz von Riccardo Casanova vor drei Jahren ist also durchaus möglich.
Für die vordersten Platzierungen wird es bei den Damen aller voraussicht nach noch nicht reichen, auch weil Jule Roßner in die D20 hochstarten wird. Erst vor Wochenfrist zeigte sie ihr läuferisches Potential mit Platz 6 ihrer Altersklasse bei den deutschen Straßenlaufmeisterschaften über 10 km (38:43 Minuten). Nichtsdestotrotz ist die D18 gut besetzt, allen voran Julia und Marlene Fritz haben das Potential für Top-Platzierungen.
Betreut wird das Team von Karsten Leideck, Thilo Bruns und Cedrik Klein. Im Rahmen der deutschen Meisterschaften werden auch die anderen Trainer Veit Slodowski, Kristine Fritz und Pia Buchholz vor Ort sein und werden für Fragen zur Verfügung stehen.
Zeitlich werden sich die Wettkämpfe des JEC mit den deutschen Wettkämpfen zur DM Lang kaum überschneiden. Der JEC wird aller voraussicht nach vor den anderen Wettkämpfen liegen. Wer es irgendwie einrichten kann: Kommt etwas früher, feuert unsere Jugendlichen an und sorgt für eine dem Anlass würdige Athmosphäre!
JEC Sprint am Samstag (01.10.) ab 10:00 Uhr
JEC Lang am Sonntag (02.10.) ab 9:30 Uhr
JEC Staffel am Montag (03.10.) ab 9:00 Uhr
Weltcupfinale in Davos
Zeitgleich zum JEC und der DM Lang in Blankenburg findet im schweizerischen Alpenort Davos das Weltcupfinale der Eliteklasse statt. Hier ist Deutschland mit einem elfköpfigen Aufgebot vertreten. Alle sechs Herren werden zum Auftakt am Samstag die Staffel absolvieren können, bei den Damen wird die Staffel in der Besetzung Hanna Müller – Paula Starke – Birte Friedrichs an den Start gehen. Über die folgende Mittel- und Langdistanz hat das deutsche Damenteam sechs Startplätze, die es allerdings nicht vollständig besetzen kann. So kommen über diese beiden Distanzen auch noch Patricia Nieke und Leonore Winkler zum Einsatz. Vier Startplätze nur hat dagegen das Herrenteam. Bojan Blumenstein, Ole Hennseler und Riccardo Casanova kommen über beide Einzeldistanzen zum Zuge, während Erik Döhler (Mittel) und Anton Silier (Lang) sich den verbleibenden Startplatz aufteilen. Colin Kolbe wird aufgrund seiner vielen Starts in diesem Jahr nur die Staffel laufen.
Eine Übertragung des Weltcups erfolgt wie üblich über den Livecenter der IOF.
Nur etwa eine Stunde entfernt vom Weltcuport Davos liegt der Ort Flims. Dort wird im nächsten Jahr die Weltmeisterschaft stattfinden. Umso wichtiger ist dieser Weltcup, um in relevantem, alpinem Gelände Erfahrung zu sammeln. Im Anschluss an den Weltcup wird das Team weiter ins offizielle WM-Trainingslager fahren, um in weiteren relevanten Geländen zu trainieren, bevor diese bis kurz vor der WM im Juli nächsten Jahres gesperrt werden. Es gab bereits erste Schneefälle in den Geländen, viel Zeit bleibt also nicht mehr. Gemeinsam mit vielen anderen Nationen wird es darum gehen, möglichst viel relevante Technik zu trainieren. Highlight für die AthletInnen ist unter anderem ein Massenstarttraining, zu dem über 100 Teilnehmende erwartet werden.
