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06. Mai 2013

Nach Osten zum 15.Grand Prix Mazowsza

…zum OL – das ist immer noch mit einem Hauch Abenteuer verbunden. Zum einen, weil man trotz diverser Übersetzungen von – in diesem konkreten Fall mal wieder polnisch-englisch-deutsch – doch diese oder jene Information einfach erraten darf. Zum anderen, weil die angelieferten Kartenhinweise inklusive Googlebilder von der dann realen Situation mehr oder weniger abweichen können.

Posten anlaufen als Glücksmoment
Posten anlaufen als Glücksmoment
Foto: Bernd Wollenberg
Posten anlaufen als Glücksmoment
Foto: Bernd Wollenberg

Aber da man sich ja darauf aus Erfahrung eingestellt hat, ist Improvisieren schon zu einer Art 7.Sinn mutiert. Und z.B. kann ja dann die Suche nach Unterkunft oder WKZ über Einheimische, die gerade an einer Straßenecke stehen, geschehen. Oder eben auch, wie praktisch realisiert, durch zwei nette „Biertrinker“, die uns dann aus einer Gaststätte heraus quer durch den Wald zu unserer Unterkunft geleiteten. Mein „Dankebier“ lehnten sie zwar zuerst ab, namens dann jedoch mit einem „Na strowje“ auf meine Gesundheit doch an. In manchen Situationen sind die Sprachunterschiede aber mehr als hinderlich. Ärgerlicher wird es dann, wie gerade durch Marvin Goericke beim Weltranglisten-OL bei Malcanow, zur Etappe 2 des Grand Prix Mazowsza vom 26.-28. April erlebt, wenn zwar in Polnisch diverse Informationen die Zielwiese beschallen, jedoch keine einzige Information in Englisch aushängt. In Verbindung mit einem notwendigen Kartenwechsel bzw. dem Umdrehen der Karte und einer komplexen Art der Nummerierung kann dadurch einiges an Zeit liegenbleiben. Wenn dann im Ergebnis nur wenige Sekunden zu einer Podestplatzierung fehlen, ist das mehr als ärgerlich. Trotz IOF-Advisor war beim Weltranglistenlauf östlich von Warschau also noch Potenzial vorhanden. Fairerweise entschuldigte sich der Veranstalter aber persönlich bei Marvin.

Erika Lemnitzer gewann in Polen (Archivbild).
Erika Lemnitzer gewann in Polen (Archivbild).
Foto: Bernd Wollenberg
Erika Lemnitzer gewann in Polen (Archivbild).
Foto: Bernd Wollenberg

Ansonsten hatte sich der Ausrichter alle Mühe gegeben, diese 3-Tage-Veranstaltung zu einem guten Event werden zu lassen: Mitten auf einer großen Waldlichtung gelegen mit gutem Catering und immer heißen Würsten und Grillfleisch, OL-Shop, Schnellwertungsbeamer und als echten Höhepunkt speziell zum Weltranglistenlaufes die GPS-Trackingdarstellung der jeweils besten 15 der Damen und Herren. Interessant das Wetter: Tag 1 herrlichster Sonnenschein, Tag 2 bedeckt, aber warm und trocken. Tag 3 strömender Regen – und das, wo es zu 70% der Bahnen bis z.T. Hüfttief durch polnische Sümpfe ging. Also OL nach dem Motto „Es ist für jeden was dabei“.

Aus deutscher Sicht kann man über unsere Ergebnisse nicht klagen. Einen glasklaren Sieg fuhr in der D60 Erika Lemnitzer (KOLV Berlin) mit 22 min Vorsprung ein und bewies damit einmal mehr, dass sie bei der Vorjahres WMOC nicht aus Versehen ganz weit ober war. Eberhard Lemnitzer (KOLV) auf Platz 2 der H 75, sowie vom Berliner TSC Bernd Wollenberg Platz 3 der H65, Sebastian Fleiß 4. in H18 sowie Marvin Goericke als 7. der H21E rundeten die guten deutschen Resultate ab.

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